Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!
805

Fußbodenheizung - Raumtemperatur / Norminnentemperatur

Autoren
OldBo
27.02.2010

Radtke 23.07.2009
Das Behaglichkeitsgefühl ist für einen Menschen nicht von der Raumlufttemperatur tL allein abhängig, sondern auch von den Temperaturen der Umfassungsflächen.
Das Behaglichkeitsgefühl ist für einen Menschen nicht von der Raumlufttemperatur tL allein abhängig, sondern auch von den Temperaturen der Umfassungsflächen. Deshalb ist die in der Wärmebedarfsberechnung genannte Norminnentemperatur ti keineswegs eine mit einem Thermometer messbare Größe. Sie errechnet sich vielmehr aus der Raumlufttemperatur tL und der mittleren Oberflächentemperatur der Raumumfassungsflächen tu. Die Norminnentemperatur ergibt sich also aus einer Betrachtung des Wärmeaustausches zwischen dem Rauminsassen und dem Raum einschließlich der Heizflächen. Die Heizfläche, Heizkörper oder Fußbodenheizung, gibt Wärme in Form von Strahlung an die Raumumfassungsflächen und konvektiv an die Raumluft ab. Dadurch wird indirekt der Wärmefluss des Rauminsassen gesteuert. Zur Berechnung der einzelnen Wärmeströme sind stets die zugehörigen Temperaturen und Wärmeübergangskoeffizienten einzusetzen und nicht etwa die Norminnentemperatur ti. Die Wärmeabgabe des Menschen an den Raum erfolgt konvektiv und durch Strahlung.
  • qM = αK,M . (tM-tL) + αS,M . (tM-tS)
darin ist
αK,M = Wärmeübergangskoeffizient – Mensch, konvektiv [W/(m2K)]
αS,M = Wärmeübergangskoeffizient – Mensch, Strahlung [W/(m2K)]
tM = mittlere Oberflächentemperatur – Mensch [°C]
tL = Raumlufttemperatur [°C]
tS = Mittlere Strahlungstemperatur der Umfassungsflächen einschließlich der Heizfläche [°C]
A = Oberfläche des Menschen [m2]
qM = spezifische Wärmeabgabe des Menschen [W/m2]
ferner ist
  • qM = αges. M . A . (tL-ti)
und als Näherung bei tL = tS
  • αges. = αK + αS
durch Gleichsetzen ergibt sich
  • ti = (1– (αKMges.M))· tS + (αKMges.M)·tL
das Verhältnis αK,M / αges.M wurde zu 0,57 ermittelt.
Somit ergibt sich für
  • ti = 0,57 · tL + 0,43 · tS
Damit ist es möglich, innerhalb einer Prüfkabine die Wärmeleistung in Abhängigkeit von ti und der Oberflächentemperatur des Fußbodens tF,m zu bestimmen.
Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
Weitere Funktionen
Aktuelle Forenbeiträge
Sebastian987 schrieb: Ach ja eine Sache die ich beobachtet habe, habe ich vergessen zu erwähnen. Vor der Einstellung der Heizkurve war es zu...
Opa Claus schrieb: 23.02.2020 Zu früh gefreut. Es war nur ein Vorführeffekt. Der Brenner lief zwei Stunden. Der Speicherkessel wurde voll geladen....
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Sockelleisten, Heizkörperanschlüsse
und Steigstrangprofile
Haustechnische Softwarelösungen
SHKwissen nutzen
Wissensbereiche
Website-Statistik