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OldBo
17.03.2014
Die thermische Behaglichkeit wird durch folgende Haupteinflussgrößen bestimmt: Raumlufttemperatur, mittlere innere Oberflächentemperaturen der raumumschließenden Flächen, Wärmeableitung von Fußbodenoberflächen, Luftgeschwindigkeit und relative Feuchte der Raumluft.
Bedingungen der Thermischen Behaglichkeit
 Bedingungen der Thermischen Behaglichkeit
Quelle: Bosy
Bereich der Behaglichkeit<br />(Operative Temperatur)
 Bereich der Behaglichkeit
(Operative Temperatur)
Quelle: W. Frank - Gesund Bauen.at
Schwülkurve
 Schwülkurve
Quelle: Metawell
Die thermische Behaglichkeit wird durch folgende Haupteinflussgrößen bestimmt:
  • Raumlufttemperatur
  • mittlere innere Oberflächentemperaturen der raumumschließenden Flächen
  • Wärmeableitung von Fußbodenoberflächen
  • Luftgeschwindigkeit
  • relative Feuchte der Raumluft
Die Auswirkungen dieser Haupteinflussgrößen auf das Behaglichkeitsempfinden des Einzelnen hängen wiederum von dessen Aktivität, Bekleidung, Alter, Gesundheitszustand, der Gewöhnung und seiner Einstellung zum Leben im Allgemeinen ab.

Im Idealzustand sollten die Temperaturen raumumschließender Oberflächen (Decken, Böden, Wände, Fenster) einander angeglichen sein und sich von der Raumlufttemperatur so wenig wie möglich unterscheiden (Operative Temperatur). Unausgewogene Erwärmung, wie z. B. vor offenen Kaminen ("vorne wird man gebraten, hinten friert man"), stört die thermische Behaglichkeit erheblich.

Behagliches Raumklima und Energiesparen
Ohne Verlust an thermischer Behaglichkeit lassen sich Raumlufttemperaturen senken, wenn die inneren Oberflächentemperaturen der raumumschließenden Flächen entsprechend angehoben werden. Voraussetzung hierfür ist ein verbesserter Wärmeschutz der Außenwände und Fensterflächen.

Wenn man bedenkt, dass bei einem Jahresmittel der Außenlufttemperaturen von etwa + 5 °C, wie in unseren Breiten, durch die Senkung der Raumlufttemperatur um 1 K (°C) während der Heizperiode rund 5 bis 6 % Heizenergie und damit Heizkosten gespart werden können, erhält der Wärmeschutz von Außenwänden durch verbesserte Wärmedämmung eine zusätzliche Bedeutung: Heizenergie wird nicht nur dadurch gespart, dass der Wärmeverlust durch die Außenwände verringert wird, sondern auch dadurch, dass wegen raumseitig erhöhter Oberflächentemperaturen der Außenwände die Raumlufttemperaturen ohne Verlust an Behaglichkeit abgesenkt werden können.

Bei einer Außenlufttemperatur von minus 15 °C und einem U-Wert der Außenwand von 0,5 W/(m2 · K) erreicht die Innenoberfläche der Außenwand eine Temperatur von 17,7 °C, wenn die Raumlufttempe-ratur 20 °C beträgt.

Mit einem relativ geringen Aufwand an Heizenergie kann unter diesen Bedingungen ein behagliches Raumklima aufrechterhalten werden.

Diese Feststellung gilt umso mehr, wenn man von einer Außenlufttemperatur von - 5 °C und einem U-Wert der Außenwand von 0,25 W/(m2 · K) ausgeht. Unter diesen Umständen erreicht die innere Oberfläche der Außenwand eine Temperatur von 19,2 °C.
Auswirkungen der Raumluftfeuchte
 Auswirkungen der Raumluftfeuchte
 Auswirkungen der Raumluftfeuchte
Quelle: TFA Dostmann GmbH & Co. KG
In den kalten Jahreszeiten ist es sinnvoll, ein Hygrometer oder Hygrotemperaturmessgerät einzusetzen, um die jeweilige relative Luftfeuchtigkeit feststellen zu können und entsprechend zu reagieren. Ein Beispiel ist ein zu hoher Luftwechsel durch eine kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) bei niedrigen Außentemperaturen.

Eine zu niedrige relative Feuchte ist die Grundlage für Konzentrationsmangel, Atemwegsreizungen, Atemwegsinfekte.und Kopfschmerzen. Auch die Staubbelastung der Raumluft nimmt bei zu niedrigen Feuchten zu, und dieser Staub verstärkt das Trockenheitsgefühl auf den Schleimhäuten. Bei einer relativen Luftfeuchte zwischen 20 – 35 % steigt das Risiko sich mit einem Influenza-A-Virus anzustecken, denn die Viren haben in zu trockener Luft eine längere Lebensdauer.

Eine zu hohe relative Feuchte ist die Grundlage für Schimmelpilzbildung (besonders in nichtbeheizten Räumen mit offenen Türen zu beheizten Räumen) und den dadurch entstehenden Bauschäden. Außerdem fühlen sich Viren, Bakterien und Milben in einer feuchten Umgebung wohl.
Zimmerpflanzen
Raumbegrünung
 Raumbegrünung
Quelle: Die Raumbegrüner GmbH
Grünpflanzen im Großraumbüro
 Grünpflanzen im Großraumbüro
Quelle: Die Raumbegrüner GmbH

Zimmerpflanzen, richig eingesetzt, können auch zur Behaglichkeit in Wohn- und Büroräumen beitragen.

• Sie reinigen die Raumluft von Schadstoffen aus Baumaterialien, Teppichen, Wandfarben oder Möbeln (Philodendron, Efeu, Drachenbaum und bei Formaldehyd (Echte Aloe, Grünlilie, Baumfreund). Hier hat sich die Hydrokultur durchgesetzt.
• Sie wirken als Luftfilter und Verringern die Keimbelastung
• Sie reduzieren deutlich den Lärm
• Pflanzen verschönern die Räume und wirken streßmindernd
• Sie sind ein natürlicher Blend- und Sichtschutz
• Pflanzen erhöhen Luftfeuchtigkeit (Zimmerlinde oder Nestfarn, Zypergras [Papyrus]). Rund 97 % des aufgenommenen Gießwassers werden an die Raumluft abgegeben. Nach neuen Untersuchungen ist die Feuchtigkeitsabgabe (Transpiration) nur ca. 2 g/h. Deshalb haben Zimmerpflanzen keinen nennenswerten Anteil an der Befeuchtung der Raumluft.

Grundsätze der Innenraumbepflanzung
• Pflanzfläche sollte 10 % der Grundfläche für spürbare Verbesserung der Luftqualität einnehmen
• Pflanzen klimatisieren den Innenraum durch Feuchteabgabe, binden Staub und nehmen Schadstoffe auf
• Pflanzen verbessern Wohlbefinden und Gesundheit (BMW-Studie „Das grüne Büro- weiche Faktoren gegen einen harten Büroalltag“, Fraunhofer, 2003)
• Pflanzen müssen nach Belichtung und Raumhöhe ausgewählt werden, vorrangig werden tropische Pflanzen eingesetzt
• keine giftigen und hautreizenden Pflanzen einsetzen
• Bewässerung per Hand oder automatisch über Kunststoffleitung in 5 cm Tiefe mit Feuchtefühler und Anstaukontrolle
• Einjährige Einpflege durch Gärtner, danach Kontrolle alle 2 Monate auf Schädlingsbefall, Laubentfernen und Korrekturschnitt
• Kosten: 300 – 400 €/m² Pflanzfläche für Pflanzen, Bewässerungssystem und Erdsubstrat
Quelle: Jürgen Frantz, Botanischer Garten Tübingen

Multimessgerät BAPPU evo
Multimessgerät BAPPU evo
 Multimessgerät BAPPU evo
Quelle: ELK-Gesellschaft für Erstellung, Layout und Konzeption elektronischer Systeme mbH
Mit dem Multimessgerät können alle gesundheitsrelevanten Parameter an den Arbeitsplätzen erfasst und vor Ort mit den definierten Sollwerten verglichen und bewertet werden. Es werden alle Faktoren der Behaglichkeit erfasst. Über eine USB-Schnittstelle besteht die Möglichkeit zur integrierten Daueraufzeichnung und die Berechnung der Behaglichkeitsindizes (Klimasummenmaße) PMV und PPD.

Messbereiche
• Lufttemperatur
• Globetemperatur
• Relative Luftfeuchtigkeit
• Luftgeschwindigkeit
• Berechnung der PMV1/PPD2-Indizes (Klimasummenmaße)
und der mittleren Strahlungstemperatur
• CO2 (Kohlendioxyd)
• Lärmpegel (Klasse 2)
• Beleuchtungsstärke (Klasse C)
• Bildschirmhelligkeit (Leuchtdichte)
• Leuchtdichtekontraste
• Flimmerfrequenz

Die mittlere Temperatur der Umschließungsflächen kann mit Hilfe eines Globethermometers ermittelt werden. Bei diesem Gerät handelt es sich um eine geschwärzte Kupferkugel (ca. 15 cm Durchmesser) in die durch einen Gummistopfen hindurch ein Quecksilberthermometer eingeführt ist. In Abhängigkeit von Lufttemperatur, Luftgeschwindigkeit und Wärmestrahlung stellt sich das Globethermometer nach einer Einstellzeit von ca. 20 bis 30 Minuten auf seine Endtemperatur (Globetemperatur) ein, die zwischen der Lufttemperatur und der mittleren Strahlungstemperatur liegt.

Die operative Temperatur ist nicht identisch mit der Raumlufttemperatur, die üblicherweise mit einem wärmestrahlungsgeschützten Thermometer in Raummitte in einer Höhe von 0,6 m (sitzende Tätigkeit) oder 1,1 m (bei stehender Tätigkeit) über dem Fußboden ermittelt wird.
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Martin24 schrieb: Sorra, aber wir wissen doch gar nichts. Wir wissen ncht, was für Wechselrichter verwendet wurden, wir wissen nciht, was das für ein FI ist und wir wissen schon gar nicht, wie die verschaltet sind. Wie...
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