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OldBo
17.01.2018
Die Deckenheizung ist eine Niedertemperatur-Strahlungsheizung, die ihre Wärme über großflächige Heizflächen abgibt. Aus wärmephysiologischen Gründen bleiben die Oberflächentemperaturen unter 30 °C.
Strahlungsaustausch im Heizbetrieb
 Strahlungsaustausch im Heizbetrieb
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Ziegeldecke im Güteschutz Ziegelmontagebau e. V.
Rohre im Beton
 Rohre im Beton
Thermische Aktivierung von Speichermassen mittels Heiz- bzw. Kühlwasserdurchflossener Rohrsysteme
 Thermische Aktivierung von Speichermassen mittels Heiz- bzw. Kühlwasserdurchflossener Rohrsysteme
Quelle: WYRICH ENERGIE GmbH
Rohre im Putz
 Rohre im Putz
Quelle: Bosy
Putzdecke mit Heiz- und Kühlmatten
 Putzdecke mit Heiz- und Kühlmatten
Quelle: BeKa Heiz- und Kühlmatten GmbH
Zent-Frenger-Decke
 Zent-Frenger-Decke
Quelle: ZENT-FRENGER Gesellschaft für Gebäudetechnik mbH
Hohlraumdeckenheizung
 Hohlraumdeckenheizung
Quelle: ZENT-FRENGER Gesellschaft für Gebäudetechnik mbH
Decken-Kühl und -Heizplatte
 Decken-Kühl und -Heizplatte
Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH
Behaglichkeit bei einer Deckenheizung
 Behaglichkeit bei einer Deckenheizung
Quelle: Bosy
Die Deckenheizung ist in Wohn- und Büroräumen eine Niedertemperatur-Strahlungsheizung, die ihre Wärme über großflächige Heizflächen abgibt. Aus wärmephysiologischen Gründen bleiben die Oberflächentemperaturen unter 30 °C. Diese Wärmeabgabe erfolgt dabei überwiegend durch Strahlung und mit einem kleinen Anteil von Konvektion. Als Wärmeträger wird hauptsächlich Warmwasser genutzt. Auch die Bauteilaktivierung wird als Deckenheizung betrieben.

In Räumen mit einer Decken- und Fußbodenheizung kann die Raumlufttemperatur bei gleicher Behaglichkeit um 2 - 3 K niedriger sein, als in Räumen mit herkömmlichen Konvektions- bzw. Luftheizungen. Hier rechnet man durch die niedrigeren Transmissionsverluste mit einer Energiekostensenkung um 15 - 20 %.

Deckenheizungen in hohen Räumen (z.B. Werkstätten, Werkhallen, Lagerräume) werden auch mit höheren Wärmeträgertemperaturen (bis 90 °C) gefahren. Eine besondere Art von Deckenheizungen sind Infrarot-Strahler, die mit Gas oder Strom betrieben werden.

Naßsysteme:

Die Rohrdeckenheizung ist dadurch gekennzeichnet, dass nahtlose Rohre in der Decke verlegt werden, wobei wiederum zwei Ausführungsarten möglich sind:

Vollbetondecken (Bauteilaktivierung)
Bei Vollbetondecken oder Decken mit unterm Tragbeton werden die Rohre direkt in der Betonschicht eingebettet. Dies ist die älteste Ausführung (Crittall- Decke).
Bei anderen Deckenkonstruktionen, z.B. Hohlsteindecken, wird eine besondere, etwa 6 bis 7 cm starke Betonheizdecke aufgehängt, in der die Heizrohre liegen. Auf dieser Heizdecke liegt dann die eigentliche Tragdecke. In jedem Fall muß die Verlegung der Heizrohre gleichzeitig mit der Deckenherstellung erfolgen. Die Heizregister werden vor der Betonfüllung auf der Holzschalung über der Stahlbewehrung verlegt, wobei zwischen Schalung und Rohren durch untergelegte Distanzstücke ein Zwischenraum von etwa 2 cm bleibt.

Heizrohre und Kapillarohrmatten im Deckenputz
Bei der Verlegung der Heizrohre im Deckenputz wird erst die Decke hergestellt und danach das Rohrregister an der Decke aufgehängt. Der Verputz, der dann in mehreren Schichten aufgetragen wird, ist ein Kalkzementmörtel mit einigen besonderen Beigaben, wie Jutegewebe u.a. um den unterschiedlichen Wärmeausdehnungszahlen Rechnung zu tragen. Der Putzträger (Streckmetallgewebe) wird meist unterhalb der Rohre angebracht. Die gesamte Schicht hat eine Dicke von etwa 5 bis 6 cm.
Besonders einfach wird die Montage der Heizflächen bei Verwendung von Kupferrohren an Stelle von Stahlrohren. Der Putz besteht dabei aus Gips mit Kalkzusatz und hat eine Dicke von etwa 3 cm.

Heiz- und Kühldecken sowie Deckensegel mit Kapillarrohrmatten bieten eine gleichmäßige Oberflächentemperatur.
Aufgrund des geringen Eigengewichts (gefüllt 500 g/m2) ist die Kapillarrohrmatte in alle Deckenkonstruktionen einsetzbar. Die Matten sind flexibel und können direkt auf die Rohdecke oder auf abgehängte Putzträgerplatten montiert und eingeputzt werden. Die geringe Putz- oder Spachtelschicht ermöglicht eine Reaktionszeit der Kühldecke von unter 15 Minuten. Die Putzkühldecke oder Deckenheizung eignet sich für eine angenehme und stille Raumklimatisierung in jedem Gebäudetyp.

Bei der Planung und dem Einbau von Kapillarrohrsystemen (Heizung und Kühlung) muss besonders auf das richtige Füllwasser (VE-Wasser, VS-Mittel) und die verwendeten Bauteile (Pumpen, MAG's, Armaturen, Flexschläuche) geachtet werden. So müssen die Anlagen mit einer Systemtrennung und korrosionsbeständigen Bauteilen (Edelstahl, Rotguss, Kunststoff) gebaut werden. Auch die flexiblen Heizflächenanbindungen sollten aus dem geeignetem Material bestehen, weil hier immer wieder Undichtigkeitsprobleme zu beobachten sind.

Trockensysteme:

Zent-Frenger-Decke
Die Zent-Frenger Decke verwendet perforierte oder nicht perforierte thermolackierte Aluminiumbleche ohne Gipsplatten von 625 x 625 mm Größe und 0,75 mm Dicke. Die Heizrohre werden unter der Decke aufgehängt und die Platten dann von unten mittels Stahlklammern an den Rohren befestigt. Platten an der Oberseite mit Isoliermatten abgedeckt, wodurch gleichzeitig eine Schalldämmung erreicht wird. Ein Teil der Lochung sowie 1,5 mm breiter Schlitze zwischen den Platten können auch zur Lüftung verwendet werden. An den Wänden sind besondere Randleisten erforderlich. Die Heizwassertemperatur ist wie bei Radiatoren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Anordnung der Heizregister.
Eine alternative Ausführung mit 85 mm breiten Aluminiumstreifen ist eine ballwurffeste Streifendecke. Verlegebreite 100 mm. Wärmeabgabe dabei jedoch geringer als die Zent- Frenger Decke.

Hohlraumdeckenheizung
Bei der Hohlraumdeckenheizung sind die Heizrohre in dem Zwischenraum zwischen Tragdecke und Zwischendecke verlegt. Unterseite Tragdecke isoliert. Wärmeabgabe von den Heizrohren durch Strahlung und Konvektion. Heizmittel kann beliebig warm sein, Warmwasser 90/70 °C, Heißwasser oder Dampf. Zwischendecke wird als Putzdecke, Plattendecke oder Metalldecke ausgeführt. Auch Verwendung von Lochdecken, wobei gleichzeitig Lüftung und Schalldämmung möglich sind. Vorteilhaft ist die Möglichkeit nachträglichen Einbaues sowie nachträgliche Änderungen.

Deckenstrahlplatten sind Raumheizkörper, die waagerecht oder schräg unter der Decke aufgehängt werden und ihre Wärme überwiegend durch Strahlung abgeben. Die Platten selbst bestehen meist aus Stahlblechen, an denen die Rohre mittels Schellen oder durch Schweißung befestigt sind. Die Platten werden entweder als langgestrecktes Band oder in einzelnen Stücken an der Decke angeordnet. Die Oberseite ist zur Begrenzung der Wärmeabgabe nach oben meist mit einer Wärmedämmung versehen.

Deckenstrahlplatten
Deckenstrahlplatten sind Raumheizkörper, die waagerecht oder schräg unter der Decke aufgehängt werden und ihre Wärme überwiegend durch Strahlung abgeben. Die Platten selbst bestehen meist aus Stahlblechen, an denen die Rohre mittels Schellen oder durch Schweißung befestigt sind. Die Platten werden entweder als langgestrecktes Band oder in einzelnen Stücken an der Decke angeordnet. Die Oberseite ist zur Begrenzung der Wärmeabgabe nach oben meist mit einer Wärmedämmung versehen.

Die Decken-, Kühl- und Heizplatte besteht aus einem 1 mm dicken Aluminium-Strahlblech, in dem nahtlose Kupferrohre (Ø 15 x 1 mm) formschlüssig verpresst sind. Das Blech umschließt dadurch ca. 85 % des Rohres und ermöglicht so einen idealen Wärmeübergang. Die Platten-Oberseite ist mit einer 40 mm dicken Wärmedämmung ausgelegt. Diese dient der Wärmedämmung und der Schallabsorption in Verbindung mit einem gelochten Strahlblech. Seitliche U-Profile steifen die Platte aus, was die Anzahl der notwendigen Befestigungspunkte reduziert. Gleichzeitig verfügen sie über Innengewinde zur Montage der Platte an der Decke.


Behaglichkeit
Für das Wohlbefinden in Räumen mit Deckenstrahlungsheizung ist die mittlere Oberflächentemperatur der Deckenheizfläche ein wesentlicher Faktor. Ein Gefühl der Behaglichkeit liegt meist dann vor, wenn der Heizvorgang vom Raumbenutzer thermisch nicht wahrgenommen wird. Als ungefähre Richtgröße ist, dass bei einer Oberflächentemperatur von 30 °C die Wärmeabgabe etwa 95 W/m2 und bei 40 °C etwa 180 W/m2 beträgt. Die hierbei zulässige Oberflächentemperatur hängt von der Deckenhöhe über Kopf eines stehenden Menschen und von der Einstrahlzahl ab.
Die Luftbewegung im Raum wird von der Deckenstrahlplatte praktisch nicht beeinflusst, so daß unnötige Staubaufwirbelungen vermieden werden. Durch die gleichmäßige Erwärmung des Raumes kommt es nicht zu Zugerscheinungen, was wesentlich zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt.

Natürlich können die Heizflächen auch zur Raumkühlung eingesetzt werden.

- DIN EN 1264-1:2011-09 "Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung - Teil 1: Definitionen und Symbole; Deutsche Fassung EN 1264-1:2011"
- DIN EN 1264-2:2013-03 "Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung - Teil 2: Fußbodenheizung: Prüfverfahen für die Bestimmung der Wärmeleistung unter Benutzung von Berechnungsmethoden und experimentellen Methoden; Deutsche Fassung EN 1264-2:2008+A1:2012"
- DIN EN 1264-3:2009-11 "Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung - Teil 3: Auslegung; Deutsche Fassung EN 1264-3:2009"
- DIN EN 1264-4:2009-11 "Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung - Teil 4: Installation; Deutsche Fassung EN 1264-4:2009"
- DIN EN 1264-5:2009-01 "Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung - Teil 5: Heiz- und Kühlflächen in Fußböden, Decken und Wänden - Bestimmung der Wärmeleistung und der Kühlleistung; Deutsche Fassung EN 1264-5:2008

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de Schmied schrieb: Wie waren bei dir die Temperaturen in der Übergangszeit? Mir sind die 20° in der Heizkurve etwas zu niedrig, evtl kann...
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