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News vom 13.02.2020

Themenserie "Wärme von Morgen - Daten / Fakten / Fördermöglichkeiten" - Teil 2

Wie geht es weiter mit Erdgas und anderen fossilen Heizungen?

Die Gasheizung ist von den neuen Regulierungen im Wärmemarkt durch die Bundesregierung kaum betroffen. Für sie gilt kein Verbot, keine Einschränkung und sie wird auch weiterhin - bei einer Kombination mit erneuerbarer Energie – gefördert. Einiges dazu haben wir bereits hier aufgeführt.

Die Gasheizung ist jetzt und in der nahen Zukunft von keinerlei Einschränkungen seitens der Regierung betroffen. <br />Bild: ZVSHK
Die Gasheizung ist jetzt und in der nahen Zukunft von keinerlei Einschränkungen seitens der Regierung betroffen.
Bild: ZVSHK

Ein Wunder ist das nicht. Erdgas ist im Wärmemarkt meist zu einem Anteil von gut 50 Prozent (im Bestand sowie im Neubau) ein Monolith. Öl hingegen spielt im Neubau keine Rolle mehr und im Bestand sinkt seine Bedeutung, wenn auch nur langsam. Ein Verbot (oder besser eine leichte Einschränkung) von Gas – wie bei der Ölheizung – ist schlicht nicht möglich. Als Grund wird angeführt, dass Erdgas deutlich weniger CO2, NOx oder Feinstaub emittiert als Heizöl, auch wenn das, bezogen auf die ganze Produktionskette von der Förderung bis hin zur Verbrennung, nicht immer stimmen mag.

30 Prozent Förderung mit Erneuerbaren

Bei Gas ist Brennwerttechnik Standard. Wird die neue Anlage mit einer erneuerbaren Wärmequelle gekoppelt, ergibt sich eine Förderung von 30 Prozent. In Frage kommt als einfachste Komponente eine Solarthermieanlage. Möglich sind aber auch Wärmepumpen oder – als Kombination deutlich verbreiteter – ein Biomassekessel. Im Segment der Einfamilienhäuser dürften dies vorrangig Pelletkessel sein. Will man sich noch nicht so recht für die Einbindung erneuerbarer Energien entscheiden, kann die neue Gasheizung immerhin schon einmal für diese Möglichkeit vorbereitet werden. Dazu gehört etwa ein Pufferspeicher mit entsprechenden Einkopplungsmöglichkeiten und Steuerungselementen. Hier würden 20 Prozent der Kosten in Form eines Zuschusses übernommen. Ob die Anlage dann tatsächlich kommt, soll stichprobenartig überprüft werden.

Noch interessanter wird es für diejenigen, die von einer Öl- auf eine Gasheizung umsteigen. Das dürfte auf mehr als 2 Millionen Ölheizungen in der Zukunft zutreffen. Hier gibt es eine „Abwrackprämie“, die die genannten Sätze noch einmal um 10 Prozent erhöht. Dann wäre also eine Förderung von 40 Prozent drin. Auch hier gilt als Voraussetzung für die Förderung die Einkopplung von erneuerbarer Energie.

Gute Versorgungssicherheit

Gefördert wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (mehr hier: www.bafa.de). Ob es für die Zukunft ratsam ist auf Erdgas zu setzen, muss jeder selbst entscheiden. Die Preise werden sicherlich nicht explodieren, auch wenn Deutschland sein Erdgas vorrangig aus Russland und Norwegen bezieht. Zudem ist die Versorgungssicherheit aufgrund einer hohen Verfügbarkeit hoch. Doch das gilt auch für Heizöl (dazu mehr im letzten Teil der Serie).

Für Gas- wie für die Ölheizungen gilt außerdem, dass Kessel, die älter als 30 Jahre sind, ausgetauscht werden müssen. Ausnahmen gelten hier für Eigentümer, die schon vor 2002 in der betreffenden Immobilie wohnten.

Neben den fossilen Brennstoffen Öl und Erdgas gibt es auch noch vereinzelte Kohleheizungen, vor allem im ländlichen Raum. Für diese ist nach den neuen Regelungen bei einer Modernisierung keinerlei Förderung vorgesehen. Kann hier ein kompletter Umstieg auf Biomasse erfolgen, könnte die Förderung für die neue Heizungsanlage 35 Prozent betragen. Wird zusätzlich noch Solarthermie eingekoppelt, beträgt die Förderung sogar 45 Prozent.

Genau um die Biomasseheizungen geht es im nächsten Teil unserer Serie am 17.02.2020. Welche werden gefördert? Welche Kombinationen sind ratsam? Und: Lassen sich auch Kaminöfen fördern?

Bereits erschienen:
10.02.2020: Übersicht zur neuen Rechtslage und Fördermöglichkeiten von Heizsystemen
13.02.2020: Wie geht es weiter mit Erdgas und anderen fossilen Heizungen?

Erscheinen demnächst:
17.02.2020: Stark gefördert: Biomasseheizungen
20.02.2020: Wärmepumpen
24.02.2020: Immer eine Option: Kraft-Wärme-Kopplung
27.02.2020: Ein Ölheizungsverbot, dass keines ist

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fame schrieb: Danke dir, bin glaube ich langsam bekehrt und überzeugt :) Der Heizungsbauer macht gerade Alarm bei der Firma welche die HLB gemacht hat. Ihm war nicht bewusst dass diese unvollständig ist (sprich die...
metusalem28 schrieb: Hallo, es scheint der Fehler ist lokalisiert: es lag - wird sich jetzt zeigen - wohl an dem Kondensatablauf, der durch die Reinigung kpl. versandet war, und somit das Kondensat nicht ablaufen konnte. Nach...
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