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News vom 01.07.2019

BIM 2019:
Studie zeigt, wie es aktuell in der SHK-Branche um BIM bestellt ist

Der deutsche Bau digitalisiert sich immer stärker und damit drängt auch BIM (Building Information Modelling) als Akteur deutlicher ins Rampenlicht. Eine neue Studie zur BIM-Nutzung in der Baubranche zeigt dabei, dass sich viele der 302 befragten Bauakteure mittlerweile wohl auf eine kleine Revolution am Bau einstellen. Auch innerhalb der SHK-Branche wird man sich mit dem Thema BIM arrangieren müssen. Allerdings zeigen die Untersuchungsresultate, dass BIM bei vielen der SHK-Spezialisten aktuell größtenteils noch auf eine gehörige Portion Skepsis stößt. Zwar haben die meisten der befragten SHK-Installateure schon einmal von BIM gehört, als BIM-Nutzer outen sich jedoch gerade einmal 4 Prozent. Verglichen mit dem Befragungsdurchschnitt von 28 Prozent BIM-Anwender quer durch alle Bauakteursgruppen ist dies ein deutliches Votum.

BIM-Monitor 2019.<br />Bilder: BauInfoConsult,
BIM-Monitor 2019.
Bilder: BauInfoConsult,

In der neuen BIM-Studie hat das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult unter den insgesamt 302 geführten Interviews bei Planern und Verarbeitern auch 50 SHK-Installateure zu ihren Erfahrungen mit BIM befragt.  

Die Ergebnisse der tiefergehenden Untersuchung zeigen dabei ein zwiespältiges Bild auf. Auf der einen Seite erkennen die Forscher, dass sich BIM im Allgemeinen am Markt immer besser positionieren kann, während parallel jedoch unter den SHK-Spezialisten doch eher eine zurückhaltende Haltung der neuen Technik gegenüber die Runde macht.

 

Einsatz von BIM im Jahr 2019? Skepsis überwiegt

So zeigen die Studienresultate deutlich, dass die Nutzung von BIM am Bau zugenommen hat. Ein starkes Viertel
(28 Prozent) der insgesamt 302 befragten Firmen arbeitet demzufolge mit BIM – 2017 waren es nur 20 Prozent. Bei den SHK-Installateuren liegt die BIM-Nutzerzahl aktuell jedoch gerade mal bei 4 Prozent. Doch woher kommt diese Zurückhaltung bei den Installationsspezialisten?   

 

Den Studienergebnissen zufolge geben viele SHK-Installateure schlicht die fehlende Kundennachfrage nach BIM (44 Prozent) als Gründe für die eigene BIM-Abstinenz an. Daneben sind 38 Prozent der SHK-Profis der Meinung, dass BIM ihnen keinen Vorteil für das eigene Unternehmen bietet. Dass die Marktakteure beim Thema BIM noch nicht so weit sind bzw. die Technologie nicht ausgereift ist, steht für jeden fünften Befragten außer Frage. 

 

Ist somit BIM für die SHK-Branche irrelevant? Wohl kaum, denn die befragten Installationsprofis sehen potenziell verschiedene Argumente, die für eine BIM-Verwendung sprechen. Fast die Hälfte derjenigen befragten SHK-Unternehmen, die 2020 oder später planen in BIM einzusteigen, geben Sorgen um die eigene Wettbewerbsfähigkeit als Hauptanreize an. Daneben spielen auch Punkte wie der Druck durch gesetzliche Vorgaben, die Optimierung interner Prozesse sowie eine zu erwartende Marktdynamik eine Rolle in den Überlegungen tendenziell doch auf BIM umzusatteln.

 

BIM Software: Wer behauptet sich am Markt?

Mittlerweile haben fast alle bekannten Bausoftwareschmieden BIM-kompatible Anwendungen im Portfolio. Interessanterweise können auch solche Befragte BIM-Softwareanbieter namentlich benennen, die BIM zwar nicht selber nutzen, jedoch schon mal von BIM gehört haben. So sind gerade die Softwares AutoCad sowie Revit aus dem Hause Autodesk als BIM-Software unter den interviewten SHK-Installateuren bekannt.    

 

Wo und wie BIM-Anwender an ihre Infos kommen

Google und andere Suchmaschinen sind mit Abstand die wichtigsten Informationsquellen zum Thema BIM. 72 Prozent der befragten SHK-Profis geben an, hierdurch an ihre BIM-Informationen zu gelangen. Doch auch der Kontakt mit Kollegen ist mit einigem Abstand ähnlich wichtig (20 Prozent).

 

Wenn es darum geht, in welcher Form die Interviewten SHK-Spezialisten ihre BIM-Informationen am liebsten erhalten würden, verschieben sich die Informationswege etwas. Zwar sind ganz allgemein BIM-Informationen auf Webseiten für die Hälfte der Befragten der präferierte Informationskanal, aber auch Seminare bzw. Schulungsangebote für BIM treffen den Geschmack vieler SHK-Installateure (30 Prozent).    

 

An welchen Stellen es noch hakt

Wie eingangs bereits erwähnt, sehen die befragten Installationsspezialisten jedoch auch kritische Punkte rund um das Thema BIM. So wird BIM noch nicht als umsatzrelevant eingeschätzt. Auch der finanzielle und persönliche Investitionsaufwand einer BIM-Einführung wird von vielen gescheut. Die Amortisationsdauer einer Umstellung auf BIM wird von vielen Interviewten sehr hoch angesetzt. Nichtkompatible, konkurrierende Datenaustauschformate und der noch nicht vollzogene, aber notwendige Mentalitätswandel hin zum digitalen Bauen stehen der Technologie nach Meinung der Nutzer außerdem noch im Wege. Daneben führt die Komplexität des Systems dazu, dass BIM vielen potenziellen Nutzern Verständnisschwierigkeiten bereitet.

 

Über die neue Studie: BIM-Monitor 2019

Die Digitalisierung der Prozesse am Bau schreitet voran. Im Arbeitsalltag wird insbesondere Building Information Modeling (BIM) immer relevanter. Damit die Akteure der Bauwirtschaft – vom Zulieferer bis zum Verarbeiter – auf die Anforderungen und Bedürfnisse der BIM-Nutzer vorbereitet sind, hat BauInfoConsult eine Neuauflage der 2017er Erfolgsstudie über die BIM-Nutzung in Deutschland und die Potenziale und Anforderungen durchgeführt. Dafür wurden insgesamt 302 mittlere und große Architektur-, Ingenieur-, Bau- und Installationsunternehmen nach der eigenen BIM-Praxis und Erfahrungen befragt, unter anderem zu den folgenden Themen:


  • Bekanntheit von BIM
  • BIM-Nutzung
  • Vor- und Nachteile von BIM
  • Informationskanäle & BIM Software
  • BIM-Nutzung nach Planungs- und Bauphasen
  • BIM & CAD
  • BIM & AVA
  • BIM & Baukalkulation
  • Entwicklungslinien seit 2017
  • Trends & Entwicklungen 

Der BIM-Monitor 2019 kann bei BauInfoConsult zum Preis von € 1.799 zzgl. MwSt bestellt werden. Fragen zur Studie beantwortet Ihnen Alexander Faust gerne (faust@bauinfoconsult.de) oder 0211 301 559 10).

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