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Wie Luftfeuchtigkeit erhöhen?
Verfasser:
skoser
Zeit: 24.03.2008 09:04:33
0
841901
Hallo,

wir haben eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit in unserem Haus (28%).
Liegt vermutlich an:
- Fussbodenheizung
- KWL-Anlage
- Kaminofen

Was gibt es denn für Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen?
Bringen Zimmerbrunnen etwas, oder muss es schon ein richtiger Raumluftbefeuchter sein? Kann man so ein Gerät evtl. mit der Lüftungsanlage (Pluggit) koppeln?

--
Ciao Stephan...

Verfasser:
landgraf-bfd
Zeit: 26.03.2008 13:19:49
0
843354
Meine Luftfeuchtigkeit erhöhe ich mit einer Kaltluftbefeuchtung. Ich habe ähnliche Voraussetzungen. (KWL, FBH, Kamin) Meine Luftfeuchtigkeit beträgt im schlechtesten Fall 30%. Mit Befeuchter liegt Sie bei ca.45% - je nach Zulufttemperatur, da ich die Zuluft nicht nachheize.

Der Befeuchter ist im Luftkreislauf in der Zuluft (nach dem Wärmetauscher) eingebaut. Er besteht aus einem Plastikfass mit einer Springbrunnenpumpe als Wasserverteiler. Pro Tag werden 5-8l Wasser verdunstet. Als Schutz vor Verkeimung des Wasser gebe ich Silberchlorid dazu.

Verfasser:
HarryT :-)
Zeit: 26.03.2008 14:04:41
1
843382
... evtl einfach die Luftwechselrate der KWL verringern.
Sicher das nicht 'zu viel' gelüftet wird ???

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 26.03.2008 14:21:19
1
843387
Luftwechsel runter. Zuviel kostet nur unnötig Energie.
Brunnen und Luftbefeuchter sind auch Energiefresser. Viel einfacher schaffen das Pflanzen. Ein Papyrus z.B. verdunstet mehrere Liter pro Tag.

Verfasser:
Martin206
Zeit: 26.03.2008 17:06:38
0
843461
Hi Stephan,

selbstgebaute "Befeuchter" sind sicher funktionstüchtig und preiswert.
Meist ist aber der Aufwand (Reinigung/Wartung/Pflege) hier recht hoch.
Wenn Du findig bist und Zeit investieren kannst probier das doch aus.

Den Luftwechsel verringern würd ich nur, wenn er wirklich recht hoch eingestellt ist. Wenn Du den so weit reduzierst, daß Du es auch mit 2-3x täglich über Fenster Lüften genauso gut hinbringen könntest, dann hat sich die Lüftungsanlage nicht rentiert.
Das ist wie ein U-Bahn-Jahresticket kaufen und dann meist zu Fuß gehen :o)

Von fdl1409 würd ich gern die Pflanze kaufen, die alleine mehrere Liter Wasser verdunstet und dabei keine Energie verbraucht. Verdunsten "erzeugt" nämlich Kälte, da es Energie benötigt die es der Umgebung entzieht (manche einfach Klimageräte funktionieren so).
Selbst in gut fenstergelülfteten Räumen mit bis zu 35 Pflanzen drin (auch mit großen Blattflächen und riesige Yucca (3x), Scheflera, Grünlilien (4 od. 5x), Ficus, ...) und tlw. als Hydrokulturen bekommen wir keine ausreichend Luftfeuchte an kalten (Winter-)Tagen her. Die Pflanzen bekommen statt dessen Schädlinge welche auf "deutlich zu trockene Luft" schließen lassen (lt. Pflanzenratgeber) und mein Rachen und unsere Holzmöbel zeigen entspr. Erscheinungen.

Wenn man sich viel umhört, dann kommen wohl außer den Selbstbauanlagen vor allem im Gewerbe eingesetzt Zerstäuber am ehesten in Frage. Diese Geräte verkeimen nicht / kaum (verdampfen mehr oder weniger in kurzen Schüben das Wasser und hohe Temp. bei diesem Vorgang sorgt wohl "gegen" die Verkeimung) und funtkionieren sehr zuverlässig. Ich hab die Dinger schon in Betrieben im Einsatz gesehen - leider aber keine Anbieter oder Adressen dafür.

Ich weiß - sorry, das hilft erst mal nich so toll weiter - aber zumind. hast Du eine Richtung in der Du suchen kannst :o)

Gruß
-Martin-

Verfasser:
skoser
Zeit: 26.03.2008 20:50:57
0
843629
Hallo,

danke für die Hinweise und Tips.
Die KWL Anlage möchte ich nicht noch weiter runterregeln. Die läuft schon zu 70% nur auf Stufe 1. Und wie erwähnt wurde: Das Teil soll ja auch was bringen.

Das mit der Papyrus Pflanze hört sich gut an. Der Sache muss ich mal nachgehen. Aber wenn ich alles zusammenzähle komme ich wohl an einem extra Luftbefeuchter nicht vorbei.
Im Wesentlichen geht es uns ja um den Wohn-, Essbereich, da wir uns hier am meisten aufhalten und dort auch das Parkett langsam zu Grunde geht.

Vielleicht reicht da ja so ein Gerät - woanders wurde mir ein Venta-Luftwäscher empfohlen - aus.

@landgraf-bfd: Ist das bei Dir denn ein Eigenbau, oder gibt es da extra Module. Ich habe mal bei Pluggit nachgefragt. Die arbeiten zwar an so einem System, haben aber noch keins. Problematisch ist wohl, dass die Feuchtigkeit in den Rohrleitungen kondensieren kann und dann zu Schimmel führen könnte.

--
Ciao Stephan...

Verfasser:
HarryT :-)
Zeit: 26.03.2008 22:36:17
1
843702
"... Und wie erwähnt wurde: Das Teil (die KWL) soll ja auch was bringen."

Interessante Frage: was genau soll sie den bringen ???
(bitte mal drüber nachdenken und die Antwort hier posten)

Verfasser:
skoser
Zeit: 26.03.2008 23:29:39
0
843725
Solange muss ich nicht nachdenken.
Allgemein soll sie bringen:

1. Kein Lüftungszwang -> Immer frische Luft, ohne lüften zu müssen
2. Keine Insekten im Haus
3. Kein Lärm durch geöffnete Fenster
4. Keine Pollen im Haus
5. Keine Probleme mit Schimmel (Neubau)

In diesem Zusammenhang war aber gemeint, dass ich natürlich die Luftfeuchtigkeit etwas erhöhen kann, wenn ich die Lüftungsanlage runter regele. Und je weiter desto besser. Und wenn ganz aus, dann am besten.
Aber dann sind ja die ganzen schönen Vorteile oben auch futsch!

--
Ciao Stephan...

Verfasser:
HarryT :-)
Zeit: 27.03.2008 02:59:38
1
843741
... die Punkte 1. bis 5. werden sicher auch mit einer niedrigeren Luftwechselrate erreicht.

Die zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist schlicht ein Indiz für eine zu hohe Luftwechselrate, egal ob durch die KWL oder Undichtigkeiten in der Gebäudehülle verursacht. (hat das Haus einen Blowerdoor-Test absolviert?)

Für Fälle mit überdurchschnittlicher hoher notwender Luftwechselrate hätte ich keine 'simple KWL' gewählt, sondern eine höherwertige KWL mit Enthalpietauscher (=>Feuchterückgewinnung; siehe zB Hoval Homevent).

Harry

Verfasser:
landgraf-bfd
Zeit: 27.03.2008 08:35:50
0
843774
Ein Wärmetauscher mit Feuchterückgewinnung ist natürlich die Erste Wahl.
Jedoch müsste man dafür einiges investieren. Als ich 1997 meine Anlage eingebaut habe, gab es solche Zentralluftgeräte nicht.

Ich habe auch viele Pflanzen, aber die können die Luftfeuchtigkeit bei normalen Luftwechselraten und 20°C Raumtemperatur nicht spürbar erhöhen.

Dazu eine kleine Rechnung:
Wassergehalt der Luft bei 20°C und 28%rF ~5,2g/m³
Wassergehalt der Luft bei 20°C und 55%rF ~9,5g/m³

Um das auszugleichen müsste die Planze(n) ~4,3g/m³ Wasser verdunsten.
Für das Wohnzimmer nehme ich mal 40m² Raumfläche an. Bei 2m Raumhöhe sind das 80m³ Rauminhalt.
Es müssen als ~344g/h verdunstet werden, damit sich die Feuchtigkeit unseres 80m³ Raumes von 28%rF auf 55%rF erhöht. Das entspricht einer Wassermenge von ~8l in 24h.

Die geringe Feuchtigkeit bei KWL ist doch normal, wenn keine Feuchtigkeitsrückgewinnung mitwirkt. Je nach verwendeten Baustoffen Deines Hauses können die die zurückgehende Luftfeuchtigkeit etwas aufhalten, aber nach einigen trockenen kalten Tagen ist alle Feuchtigkeit raus. Kalte Luft transportiert eben weniger Feuchtigkeit als warme (Lufttemp. -5°C, 80%rF ~ 2,6g Wassergehalt/m³ --> erwärmt auf 20°C beleiben ~ 15%rF übrig).

Der Selbstbau kostet Dich ca. 100 EUR und ist nicht schwer. Ein 100l Maischefass bekommt auf halber Höhe einen Luftanschluss und einen im Deckel. Drinnen arbeitet eine kleine Springbrunnenpumpe und sorgt für die Wasserverwirbelung. Vom und zum Fass gehen Alu Wellrohre. Das ganze ist direkt nach dem Wärmetauscher in den Luftkanal eingebunden.

Da das Wasser nicht zerstäubt wird, erfolgt eine reine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. So werden keine mikrofeinen Wassertropfen transportiert, die sich irgendwo niederschlagen.

Sicher ist ganze mit etwas Betriebsaufwand verbunden, da alle 4-5 Tage mit Micropur behandeltes Wasser nachgefüllt werden muss. Nach der Saison muss auch das Fass und die Pumpe von Salzresten gereinigt werden.

Verfasser:
Hüze
Zeit: 27.03.2008 09:34:55
0
843799
@ landgraf

Das ist natürlich eine schöne Lösung mit der Wasserverdampfung
In Deinem Beitrag fehlt die Wärmebedarfsrechnung.

Eine Zufuhr von 4 gr H2O pro kg Luft bedeutet eine Abkühlung der
Luft um 5,6 °C.

Also entweder ist es bei Dir saukalt in der Wohnung
oder Dein Energiebedarf zur Heizung ist entsprechend höher.

Gruß Hüze

Verfasser:
landgraf-bfd
Zeit: 27.03.2008 12:23:14
0
843904
@Hüze
Natürlich sollte das mit eingerechnet werden. Da es mir hauptsächlich um die Erhöhung der Luftfeuchte geht habe ich das vernachlässigt. Ich nutze das Aircon System (Zuluftführung unter dem Estrich), daher ändert sich nichts an der meiner effektiven Zulufttemperatur. Bei anderen Systemen fällt dementsprechend ein höherer Heizenergiebdarf an.

Trotzdem ergibt sich ein energetischer Vorteil gegenüber anderen Systemen.
Ich habe auch erst einen Verdampfer in Erwägung gezogen. Energetisch und aus gesamthygienischer Sicht hat die Kaltluftbefeuchtung meiner meinung nach einige Vorteile (für den Selbstbauer und für Eigenheim).

1.Beim Verdampfer muss eine Regelung die richtige Wassermenge kontrollieren. Bei zu viel Dampf kondensiert der an den Luftleitungen. Die Folge ist eine Verkeimung.

2. Sind mir keine geeigneten Grundgeräte für den Selbstbau bekannt.

3. Der höhere Energieverbrauch.
Ein Verdunster benötigt ca. 16MJ/24h für die 6,3l.

Bei meiner Lösung benötige ich ca. 1,2MJ/24h für die Pumpe und ca. 10MJ für die Nacherwärmung der Zuluft nach der Befeuchtung (die 5,6K), die jedoch nur zu rund 1/3 als Primärenergieeinsatz zu Buche schlagen, da ich eine Wärmepumpe zum Heizen nutze. Gesamt: 5-6MJ/24h + Einfachheit der Anlage

Verfasser:
HarryT :-)
Zeit: 27.03.2008 15:49:01
1
844013
@landgraf-bfd:
"... Ich nutze das Aircon System (Zuluftführung unter dem Estrich), daher ändert sich nichts an der meiner effektiven Zulufttemperatur. Bei anderen Systemen fällt dementsprechend ein höherer Heizenergiebdarf an."

Tolle Erfindung!
Hat dein Estrich einen eingebauten Reaktor ... oder wie erwärmt der Estrich Zuluft ohne Energie zu verbrauchen ???
Bist du dem perpetuum mobile auf der Spur ...


Weiter oben schreibst du:
"... Es müssen als ~344g/h verdunstet werden, damit sich die Feuchtigkeit unseres 80m³ Raumes von 28%rF auf 55%rF erhöht. Das entspricht einer Wassermenge von ~8l in 24h."

Leider machst du keine Angaben auf welche Luftwechselrate sich dein Rechenexempel bezieht. Bei Luftwechselrate Null und ohne weitere Einflussfaktoren müsste zB gar keine Feuchtigkeit zugeführt werden um das Niveau der Luftfeuchte konstant zu halten.

Auch andere Faktoren wie zB Wasserdampf aus Küche und Bad sollte man nicht zu 100% verbachlässigen (zB rund 1,5kg Wassserdampf pro Duschbad)... und auch die Bewohner atmen ständig Wasserdampf aus.
2-4kg Wasserdampf pro Person und Tag liegen in der Bandbreite!!!

Wenn also im bewohnten Haus trotz niedriger Lüftungsstufe der KWL im Winter ständig eine sehr niedrige Luftfeuchte entsteht, dann kann dies seine Ursache auch in einer "ungeregelten Zwangslüftung" haben ... nämlich in einer fehlerhaften Gebäudehülle mit mangelnder Dichtigkeit.
Dies zu überprüfen bzw auszuschließen ist nur mit einem Blowerdoor-Test möglich.

Harry

Verfasser:
ducky
Zeit: 27.03.2008 16:21:29
0
844037
Hallo,

ich habe im Backfach meines Kaminofens einen Wasserkessel stehen - allerdings noch nie kontrolliert, wie sich das auswirkt.

Gruß

Verfasser:
Martin206
Zeit: 27.03.2008 17:15:32
0
844066
@HarryT:-)

Hast du eigentlich eine Lüftungsanlage?
Und ein Blower-Door-getestetes Haus?
Und hat dann auch noch eine Luftfeuchte von ständig über 40%?
...nur durch Kochen und Duschen?

Oder ist das Theorie?

Wir lüften aktuell noch von Hand (ca. 2-3x tägl. Fensterlüftung - ist das vergleichbar mit niedrig laufenden KWL?).
Das Haus ist Bj.73 - ebenso die Fenster.
Kann auch ohne Blower-Door-Test sagen, daß diese nicht dicht sind.
Wir kochen, wir Duschen (oft sehr lange), wir haben viele und große Pflanzen.

Wieso haben wir zu niedrige Luftfeuchte?
Geht die Feuchte durch die undichten Fenster verloren?
Durch die Wand sicher nicht, da ist Styropor und neuer Putz drauf.

Lüften wir echt die 4-8kg Wasserdampf (bedingt durch 2 Personen) und die Unmengen von Feuchte die unsere Pflanzen abgeben (oder ist es doch eher in etwa die Menge die wir giesen - also 2-3 Liter in 2 Tagen - welche die Pflanzen max. verdunsten?) über die Fenster raus?

Kann das selbst nicht so einschätzen :o) und werd deswegen eine Anlage mit Feuchterückgewinnung ins - dann natürlich Blower-Door-getestete - neue KfW40-Haus einbauen lassen.

Gruß
-Martin-

Verfasser:
landgraf-bfd
Zeit: 28.03.2008 09:17:16
0
844465
@HarryT
Die 8l/24h beziehen sich auf Luftwechselrate von 0% und soll nur zeigen wie viel Wasser eine Pflanze verdunsten müsste um solch eine Erhöhung der Luftfeuchte zu erreichen. Mit Luftwechsel muss die Pflanze noch viel mehr Wasser verdunsten.

Mein Estrich ist leider kein Perpetuum Mobile. Das sollte so auch nicht interpretiert werden, darum habe ja einen Energiebedarf für die Zuluftnacherwärmung angegeben. Ich habe Fussbodenheizung, was für das Aircon System notwendig ist. Damit wird meine Zuluft durch den Heizestrich (unter Zuführung von Energie ~10MJ/24h) angewärmt, somit habe ich keine kalte Zuluft die vielleicht stört.

Bei meiner Lösung benötige ich ca. 1,2MJ/24h für die Pumpe und ca. 10MJ für die Nacherwärmung der Zuluft nach der Befeuchtung (die 5,6K), die jedoch nur zu rund 1/3 als Primärenergieeinsatz zu Buche schlagen, da ich eine Wärmepumpe zum Heizen nutze. Gesamt: 5-6MJ/24h + Einfachheit der Anlage

Die anderen Faktoren wie menschliche Atmung, Pflanzen, Duschen und Kochen sind ja berücksichtigt. Ich habe ja eine gegeben Luftfeuchte die gemessen wird. Wobei die Werte eher theoretisch sind. 2l Wassergehalt der Atemluft/24h sind realistisch und dann muss man den ganzen Tag im Haus sein. Die Feuchtigkeit vom Duschen verteile ich mit meiner KWL (ohne Feuchterückgewinnung) nicht im Haus, sondern entferne diese zum Großteil, da sie im Bad nicht gewünscht ist.

Pflanzen können nur das verdunsten, was sie haben. Also das gegeossene Wasser.
Heute würde ich mir nur eine KWL mit Feuchterückgewinnung einbauen.
Irgendwann wird meine ausgetauscht. Noch läuft sie jedoch ohne Macken und das schon seit 11 Jahren im Dauerbetrieb.

Verfasser:
Hüze
Zeit: 29.03.2008 13:05:43
0
845175
@ Landgraf
weiter ist nicht berücksichtigt, dass Du eine Springbrunnen ähnliche Verwirbelung betreibst.

Man sollte den Interessenten wenigstens darauf hinweisen, dass bei einer Eindampfung mit Deiner Verwirbelung Salze und anderer nicht Lösbarer als Staub ausfallen und sich niederschlagen. Und Rohrsysteme bleibend verschmutzen.

Allgemein wird hier eine Wasserenthärtung benötigt und eingesetzt.
Warum man ausgerechnet zu hause auf diese Notwendigkeit verzichten will, ist mir nicht klar.

Gruß Hüze


Verfasser:
kabo63
Zeit: 30.03.2008 10:54:36
0
845613
Hallo Stephan,

hier ein aus meiner Sicht sehr professionelles Gerät der (ehem.) Firma Axair: Befeuchtung per Ultraschall.
Du findest auf der Seite auch andere Lösungen.

Gruß, Kay.

Verfasser:
landgraf-bfd
Zeit: 01.04.2008 12:13:40
0
846674
@ Hüze
Die Verwirbelungart des Wasser habe ich schon angegeben. Sie ist ja Kern des Systems.

Jeder der etwas selbst baut sollte sich natürlich intensiv mit der Materie beschäftigen. Auch den Salzausfall habe ich berücksichtigt (mindestens zum Grossteil). Die Zuluft wird schräg zugeführt, so dass sich eine kreisförmige Luftströmung im Fass einstellt. Das Micropur sollte auch genau dosiert werden. Zum Verdunsten nutze ich Regenwasser, da ich mir hier die Entminaralisierung sparen kann. Niederschläge gibt es bei mir nur im Fass. Schon die ersten Meter Wellrohr und der Luftkanal, sowie der sich anschließende Luftkühler sind Rückstandsfrei. Was auch nicht verwundert, da sich Salze nur da bilden, wo Wasser verdunstet. Das tut es nur im Fass - speziell an den Wänden. Die sich blidenden Kristalle haben zudem eine feste Struktur und können nicht als Staub herumfliegen. Im Kanal verdunstet nun mal nichts, daher kann hier auch nichts zurück bleiben.

Das gleiche sollte auch für Leitungswasser gelten.

Verfasser:
skoser
Zeit: 22.08.2008 09:28:29
0
924967
@landgraf-bfd

Ich wollte den Bau dieser Anlage nun angehen. Vorher habe ich mich gefragt, wie hoch denn der Wirkungsgrad ist, ob das also etwas bringt.
Hast Du bei Dir mal nachgemessen, um wieviel sich dadurch die Luftfeuchtigkeit erhöht hat?

mfg

Stephan Koser

Verfasser:
Caezilia Coban
Zeit: 01.03.2018 12:01:19
0
2621729
Die Dialoge zu diesem Thema sind schon relativ alt. Deshalb hier nochmal meine Frage:

Unser Luftfeuchtigkeit liegt in Durchschnitt bei 23%, EFH mit ca. 177 m².

Blumen, Befeuchtung, Wäschetrocknen, Vorhänge besprühen, alles nichts geholfen. Wer kann mir da helfen? Welchen Fachmann muss ich ansprechen, damit ich das in den Griff bekomme?

M.F. G,.

Cäzilia Coban

Verfasser:
Niels Ruetthard
Zeit: 01.03.2018 12:33:35
0
2621763
Hallo,

ich bin gerade mal wieder an dem Thema rel. Luftfeuchte dran, heute im beruflichen Umfeld.

Zuhause (EFH 175m², Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und leider ohne Enthalpiewärmetauscher, Fussbodenheizung) haben wir das Problem der trockenen Luft im Winter gelöst mit:
- Wäsche trocknen wir i.d.R. auf Wäscheständern im Wohnzimmer -> bringt eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit die ersten 2-3 Stunden
- große Planzen haben wir eher zur Dekoration, im wesenlichen Yukka. Die verlangen 5 Liter Wasser / Woche und Pflanze -> in der Wasserbilanz der Luft zu vernachlässigen
- zwei größere Verdungstungsluftbefeuchter Philips HU5930/10 Luftwäscher. Verdunstungsleistung bis zu 0,5l/Stunde. Die bringen wirklich was. Jeder Befeuchter hat einen 4 Liter Wassertank. Dieser Tage kann ich jeden Tank zweimal am Tank nachfüllen = 16l Verdunstung am Tag. Damit kommen wir von sonst 20% rel. Luftfeuchtigkeit bei 21° C recht stabil auf 35%.

Alternativen, die ich vorher untersucht habe und verworfen:
- Vernebler: Nachteil ist ein weißer Niederschlag in der Umgebung der Geräte + Verkeimungsrisiko
- Wasserpapyrus / Zyperngras: Sehr effektiv aber auch teuer. Im Sommer, wenn es draussen schwül ist, müssten die Pflanzen auch raus. Um wenn man länger wegfährt, wollen die Pflanzen trotzdem sehr viel Wasser. -> nicht sinnvoll handhabbar
- Verdampfer (über 100°C ) in der Zuluft der Lüftungsanlage: energetisch völlig indiskutabel.

Die Wärmetauscher unserer Verdunstungsgeräte kommen einmal die Woche in eine Plastikwanne mit 7,5% Zitronensäure gegen die Verkalkung. Das Zitronensäure als Pulver im 10 kg Sack fische ich aus dem Amazonas.

Gruss
Niels

Verfasser:
Martin24
Zeit: 01.03.2018 14:13:19
1
2621841
Ich würde bei den Ursachen anfangen. Bei 23% rF liegt die Vermutung nahe, dass das Haus ständig belüftet wird, es also durch alle möglichen Ritzen zieht. Das ist dann u.U. etwas zu viel.
Erst wenn man das Problem behoben hat, lohnen sich weitere Maßnahmen.
Ultraschallvernebler mag ich nicht, wegen Verkeimungsgefahr und Salzniederschlägen.
Einfache Maßnahmen sind
- Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen nicht nach draußen lüften (Meine Eltern hatten an den Heizkörpern immer "Luftbefeuchter" hängen, aber der "Schwaden" nach dem Duschen durfte auf keinen Fall in die Wohnung kommen ...)
- Beim Kochen Wasserdampf nicht unnötig nach draußen lüften
- Wäsche im Wohnraum trocknen
- bewusst (weniger) lüften
- öfter den Boden wischen :-)
- "Luftwäscher" anschaffen
- Pflanzen können etwas helfen, haben aber in der Regel recht wenig Einfluss.

Grüße
Martin

Verfasser:
Kautabak
Zeit: 01.03.2018 19:26:40
0
2622031
Harry T. und Martin24 haben zu dem Thema eigentlich alles Wissenswerte gesagt. Als Zusatzpunkt fiele mir ein: Wasserkocher blubbern lassen.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 01.03.2018 19:56:38
1
2622048
Die Verdanpfungsenergie um Wasser in Dampf zu verwandeln muß man mit jeder Befeuchtungslösung aufbringen, es unterscheidet sich der Preis dafür nur durch den dafür verwendeten Energieträger!

Es gibt für KWL Anlagen sog. Scheibenverdunster, wo saugfähige Scheiben auf einer Welle gedreht werden und immer wieder in ein Wasserbad eintauchen in dem eine UV Lampe für eine gewisse Keimabtötung sorgt, wird automatisch regelmäßig entleert (abgeschlammt) ist allerdings relativ teuer!

Ultraschallbefeuchter sind sehr effizient, allerdings sollte dabei nur dest. Wasser oder VE Wasser verwendet werden, die Verdampfungswärme wird aus der Raumluft bezogen (Heizung)!

Dampfbefeuchter sind nur mit E-Energie möglich, und machen keimfreien Dampf, als Wasser dafür ist dest. Wasser oder VE Wasser nicht geeignet da zu geringer Leitwert für die "Tauchelektrodenverdampfung", mit Heizkörpern dagegen schon möglich!

Allerdings schließe ich aus den geschilderten rel.Feuchtewerten auch auf eine viel zu hohe Luftwechselzahl egal durch welche Ursache!

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Wie Luftfeuchtigkeit erhöhen?
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 01.03.2018 19:56:38
1
2622048
Die Verdanpfungsenergie um Wasser in Dampf zu verwandeln muß man mit jeder Befeuchtungslösung aufbringen, es unterscheidet sich der Preis dafür nur durch den dafür verwendeten Energieträger!

Es gibt für KWL Anlagen sog. Scheibenverdunster, wo saugfähige Scheiben auf einer Welle gedreht werden und immer wieder in ein Wasserbad eintauchen in dem eine UV Lampe für eine gewisse Keimabtötung sorgt, wird automatisch regelmäßig entleert (abgeschlammt) ist allerdings relativ teuer!

Ultraschallbefeuchter sind sehr effizient, allerdings sollte dabei nur dest. Wasser oder VE Wasser verwendet werden, die Verdampfungswärme wird aus der Raumluft bezogen (Heizung)!

Dampfbefeuchter sind nur mit E-Energie möglich, und machen keimfreien Dampf, als Wasser dafür ist dest. Wasser oder VE Wasser nicht geeignet da zu geringer Leitwert für die "Tauchelektrodenverdampfung", mit Heizkörpern dagegen schon möglich!

Allerdings schließe ich aus den geschilderten rel.Feuchtewerten auch auf eine viel zu hohe Luftwechselzahl egal durch welche Ursache!
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