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Foren
Pumpe taktet bei Spülkastenbefüllung - warum?
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 02.12.2021 22:41:08
0
3230971
Hallo zusammen,

seit 9 Monaten haben wir die WC-Versorgung unseres EFH mit ELW (insgesamt 3 Personen im Haus) der 3 WCs an der Zisterne angeschlossen, (ausgeführt vom Installateur, der schon den Bau gemacht hatte, kein MAG), die bisher ebenso tadellos lief wie die Gartenbewässerung (bisher nicht automatisiert), die seit 2014 in Betrieb ist und m.E. nicht sehr stark beansprucht wurde (ausser evtl. in 2020).

Seit 4 Wochen beobachten wir auf einmal ein Takten der Divertron 1200 (7 Jahre alt) während dem Nachfüllen der Geberit UP-Spülkästen. Dabei setzt der Vol.strom im Spülkasten für ca. 0,5 s aus und die Stromstärke fällt von 3,5A kurz auf wenige mA ab.
Die Pumpe steht in der Zisterne unter der Hofeinfahrt, der Grund liegt ca. auf UG-Fussbodenhöhe. Die hydrostatische Höhe bis zum OG-WC beträgt ca. 7 m.

Zuerst trat das nur beim OG-WC und in längeren Takten (ca. 2-3x pro Gesamtfüllung von 9l) auf, bei den WCs im EG und UG aber nicht.

Bei der Regenwasser-Zapfstelle am Ausgussbecken im Keller tritt es bisher nie auf, selbst nicht bei reduziertem Auslass von ähnlicher Fülldauer wie die der Spülkästen, d.h. beim Füllen einer Giesskanne mit ca. 9 l. Hier liegt die Stromstärke beim Füllvorgang konstant bei 3,4 A.

Die beiden Aussenzapfstellen habe ich aufwandshalber noch nicht angeschaut, da derzeit im Garten auch nicht gegossen wird. Eine davon liegt auf Höhe UG, eine knapp unter Niveau des EG. Weitere Regenwasser-Zapfstellen oder Verbraucher sind nicht angeschlossen.

Die erste Hypothese war deshalb, dass die Ursache für das Takten am OG-Spülkasten liegen müsste, indem evtl. ein sich aufschwingender Strömungswiderstand (Filter ...?) die Strömung ausbremst und dadurch die Pumpe kurz ausbremst. Nach Abhängen des Schwimmerventils und direktem Einströmen aus dem Flexschlauch wurde keine Veränderung beobachtet.

Doch nach ca. 2 Wochen trat das Takten auch am EG- und jetzt seit dieser Woche auch am UG-WC auf und inzwischen sind die Takte auch kürzer, d.h. ca. 4x (alle 12s) pro Füllvorgang, aber weiterhin nie bei der Zapfstelle im Keller. Seither habe ich meine Hypothese von Luft im System (fast) verworfen und finde keinerlei plausible Erklärung.

Die Leitunsgverlegung im Haus ist mit Mepla realisiert. Um die Pumpe nicht übermässig zu strapazieren, v.a. falls diese kurz vor dem Ausfall läge?, haben wir das Eckventil im OG-Spülkasten seit ca. 1 Woche geschlossen und füllen seither mit der Giesskanne Wasser rein, das wir im Keller zapfen.

Beim Anruf beim Händler der Zisterne und Pumpe erhielt ich die Aussage eines MA, dass ich froh sein könne, dass die Divertron bisher so lange durchgehalten hätte, brachte aber keinen Hinweis zu einer zielgerichteten Fehlersuche.
Damals beim Kauf klang das beim Chef bzgl. Lebensdauer und Robustheit dieser Pumpe ganz anders.)
Mein Installateur hatte im Februar vom Einsatz eines MAG für das Zisternenwasser abgeraten, ebenso wie damals der Händler und im Februar der Service von DAB bei einem Anruf. Dem widersprach jetzt der MA des Händlers vehement. Dies nur nebenbei.

- Wer hat eine Idee wo und was die Fehlerursache sein könnte?
Pumpe - Leitung - Spülkästen? (Ich will ein dauerhaftes Takten unbedingt vermeiden, um die Pumpe zu schützen.)

- Wer kennt so ein Verhalten bei einer Druckpumpe in ähnlicher Konfiguration und kann erklären, weshalb das nur an den WCs auftritt? Sind das Zeichen für ein nahes Ende der Pumpe oder eines ihrer Bauteile (falls die Ursache in der Pumpe liegt)?

Danke im Voraus und viele Grüße
Baubeginner

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 03.12.2021 06:49:36
1
3231017
Hallo

im Spülkasten ist ein Röhrchen vom Eckventil zum Einlaßventil verbaut.
Innendurchmesser wenn ich nich nicht täusche 8 mm.
Deine Pumpe baut Druck auf is zum Abschaltpunkt, Wasser strömt weiter in den Spülkasten ein. Einschaltpunkt wird unterschritten Pumpe fängt an zu laufen, Spiel beginnt erneut.
Ggf hat sich auch der Ausschaltpunkt im KIT etwas verstellt/geändert.
MAG rein, das größeres Nutzvolumen als der Spülkasteninhalt hat und gut ist...

Bist Du sicher dass Du noch 9 Liter Spülungen verbaut hast?

ciao Peter

Verfasser:
Brendler
Zeit: 03.12.2021 09:23:26
1
3231118
Wenn so ein Takten bei einem Spülkasten auftritt, wäre ein vermindertert Durchlauf eine mögliche Ursache, zB wg eines verstopften Zulaufsiebs.

Die Pumpensteuerung erfasst die Fließgeschwindigkeit und schaltet entsprechend den Pumpenstrom.

Das hast Du als Ursache ja schon ausgeschlossen.

Tritt dieses Verhalten mit der Zeit bei mehreren Verbrauchern auf, vermute ich einen Fehler in der Steuerung.

Bei der Divertron ist die in der Pumpe verbaut. So eine Konstellation wird dem Kunden mit dem Argument verkauft: alles in einem, einfachste Montage.

Der Nachteil, beim Ausfall der Steuerung fällt auch die Pumpe aus. Eine Reparatur bei einer Tauchpumpe, wenn sie überhaupt für dieses Modell zu einem akzeptablen Preis angeboten wird, ist normalerweise eine Sache für einen Fachbetrieb.

Für besser halte ich eine getrennte Installation: Pumpe in der Zisterne, Steuerung im Haus. Dann kann die Pumpe bei Ausfall der Steuerung bis zum Austausch einer Steuerung nach eigener Wahl immer noch manuell betrieben werden.

Vermutlich wird es daraufhin hinauslaufen, dass Deine Pumpe getauscht werden muss.

Gruß
Peter

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 03.12.2021 17:40:37
0
3232411
Vielen Dank für Eure Antworten!
Ich fürchte ja auch, dass die Pumpe einen Hieb hat. Dennoch verstehe ich ihr Verhalten und v.a. den Unterschied zur Zapfstelle nicht, was ich schonn gerne möchte. :-)

Was mache ich sonst, wenn ich eine neue Pumpe kaufe und sich dann rausstellt, dass das doch nicht die Ursache war? Kann ich die dann zurückgeben? Deshalb möchte ich das Problem verstehen.

Welche Tauchdruckpumpe hat eine externe Steuerung? Das hatte ich mir damals schon vorgestellt, bin aber schliesslich durch Vertrauen auf die Händleraussage bei der Divertron gelandet. Ich meine ich hätte damals auch mal eine Herstellerangabe für die Lebensdauer / Schaltzyklen gesehen, die mir für mich auch mit WC-Spülung unerreichbar erschien.

(Der Händler-MA riet mir jetzt umzubauen auf eine Saugdruckpumpe, da diese angeblich deutlich länger leben und kein MAG bräuchten....)

@Peter 888 : Da ich ja den OG-Spülkasten täglich mit der Giesskanne befülle, sag ich ja. Baujahr vom Haus ist 2011.

Könnte noch Luft im Leitungssystem so ein Verhalten (zuerst am obersten, dann an weiteren Spülkästen) hervorrufen?

Verfasser:
Brendler
Zeit: 03.12.2021 19:48:25
1
3232473
Zitat:
Welche Tauchdruckpumpe hat eine externe Steuerung?
Ursprünglich hatte keine Pumpe eine integrierte Steuerung. Gesteuert wurde immer über einen externen reinen Druckschalter. Der aber braucht immer auch ein MAG. Ein gebräuchlicher Begriff dafür ist "Hauswasserwerk".

Dann kamen die "elektronischen Druckschalter" auf den Markt. Ich nenne sie "Schaltautomat". Häufig gebraucht wird die Bezeichnung "Presscontrol", was aber nur die Modellbezeichnung eines Schaltautomaten eines bestimmten Herstellers ist. Diese Schaltautomaten brauchen kein MAG. Gardena zB nennt seine Pumpen mit Schaltautomat "Hauswasserautomat"

Das Kit 02 von ESPA war eins der ersten Schaltautomaten am Markt. Wie der im Prinzip funktioniert, habe ich hier am Beispiel des Kit 02 beschrieben.

Mittlerweile sind diese Steuerungen so klein geworden, dass man sie direkt in die Pumpen integrieren kann.

Meine Meinung dazu hab ich bereits weiter oben geschrieben. Bei sommerlicher Gartennutzung ok. Bei ganzjähriger Nutzung im Haus tut man sich damit keinen Gefallen.
Zitat:
Der Händler-MA riet mir jetzt umzubauen auf eine Saugdruckpumpe, da diese angeblich deutlich länger leben und kein MAG bräuchten..
Ob mit oder ohne MAG hängt davon ab, für welche Steuerung man sich entscheidet. Auch eine Unterwasserpumpe kann man mit einem Schaltautomaten ohne MAG betreiben. Die Lebensdauer hängt natürlich stark von der Qualität ab. Bei einer Saugpumpe kann aber auch eine falsche Installation die Lebensdauer erheblich vermindern.
Zitat:
Dennoch verstehe ich ihr Verhalten und v.a. den Unterschied zur Zapfstelle nicht, was ich schonn gerne möchte. :-)
Verständlich. Aber wenn es lange funktioniert hat, sich an der Situation nichts geändert hat, sich zB die Zuläufe zu den Verbrauchern zugesetzt haben, bleibt als Erklärung nur ein Fehler in der Pumpe übrig.
Zitat:
Könnte noch Luft im Leitungssystem so ein Verhalten (zuerst am obersten, dann an weiteren Spülkästen) hervorrufen?
Nein.

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 03.12.2021 22:05:47
0
3232538
Nochmals vielen Dank Peter Brendler!

Wenn es also Richtung neue Pumpe geht, dann stellt sich die Frage, ob weiterhin Tauchdruck- oder Änderung auf Saugdruckpumpe? (natürlich mit je externer Steuerung)

Bitte um Widerspruch, wo ich falsch liege ... :
Mir erscheint die Tauchdruckpumpe selbst irgendwie robuster, einfacher in der Installation, vermutlich etwas günstiger im Preis? und das Thema Schall ist auch keines.

Den einzigen Nachteil sehe ich darin, dass wenn sie Probleme macht, man an die Zisterne muss, (was bei mir aufgrund des ausgepflasterten Deckels mit 70 kg nicht so angenehm ist.)

Ich nehme andrerseits mal an, dass ich meine heutige 1"-PE-Druckleitung mit Gefälle vom / bis zum Keller auch als Saugleitung nutzen könnte, wenn ich auf Saugpumpe umsteigen würde?


Ob mit oder ohne MAG hängt davon ab, für welche Steuerung man sich entscheidet. Auch eine Unterwasserpumpe kann man mit einem Schaltautomaten ohne MAG betreiben. Die Lebensdauer hängt natürlich stark von der Qualität ab. Bei einer Saugpumpe kann aber auch eine falsche Installation die Lebensdauer erheblich vermindern.

Wenn ich es recht deute, dann kann das MAG (am ehesten) dann entfallen, wenn ein Schaltautomat eingesetzt wird, d.h. nach Volumenstrom abgeschaltet und so auch höhere und unnötige Druckspitzen vermieden werden?

Da kommt mir was anderes: Muss nach der Tauchdruckpumpe ein Rückschlagventil in die Leitung eingebaut werden? hab ich heute nicht drin, nehme eher an, dass meine Pumpe eins drin hat.

Danke im Voraus.

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 04.12.2021 07:57:04
0
3232607
Hallo

schau mal nach was Dich eine neue Pumpe kostet und wieviel Dich ein MAG kostet.

ciao Peter

Verfasser:
Brendler
Zeit: 04.12.2021 10:24:10
0
3232644
Hallo Peter
Zitat von Peter 888
Deine Pumpe baut Druck auf bis zum Abschaltpunkt, Wasser strömt weiter in den Spülkasten ein. Einschaltpunkt wird unterschritten Pumpe fängt an zu laufen, Spiel beginnt erneut.
So könnte es ablaufen, aber lass mich das etwas korrigieren. Die Pumpe wird nicht abgeschaltet weil ein bestimmter Druck erreicht worden ist sondern weil die Fließgeschwindigkeit auf einen bestimmten Wert abgesunken ist.

Hat sich zB das Sieb im Spülkastenzulauf zu gesetzt, kann genau dieses Verhalten eintreten.

Das ließe sich an einem Manometer erkennen.

Baubeginner hat aber diese Ursache bereits ausgeschlossen.
Zitat von Peter 888
Ggf hat sich auch der Ausschaltpunkt im KIT etwas verstellt/geändert.
Da ist kein Kit verbaut. Die Steuerung ist in der Pumpe. An mancher Steuerung lässt sich der Einschaltdruck verändern. Das hat aber keine Bedeutung für das Ausschalten.

Das sich aber in der Steuerung etwas verändert hat, dem stimmen ich Dir zu.
Zitat von Peter 888
MAG rein, das größeres Nutzvolumen als der Spülkasteninhalt hat und gut ist...

...schau mal nach was Dich eine neue Pumpe kostet und wieviel Dich ein MAG kostet.
Bitte, warum glaubst Du, dass hier ein MAG helfen wird?

Gruß
Peter

Verfasser:
Brendler
Zeit: 04.12.2021 11:53:25
0
3232717
Hallo Baubeginner,

Mir erscheint die Tauchdruckpumpe selbst irgendwie robuster,

Ein rein äußerlicher Eindruck bedingt durch die "wasserdichte Bauweise"

einfacher in der Installation,

Zumindest ist die Druckleitungsführung frei wählbar im Gegensatz zu einer Saugleitung, die möglichst mit Gefälle von der Pumpe zur Zisterne ausgeführt werden soll.

Um bei einer Tauchpumpe einen Pumpentausch möglichst einfach zu gestalten ohne in die Zisterne zu müssen, hat sich diese Installation bewährt:

https://aspri-luftabscheider.de/onewebmedia/Pumpenanschluss_in_Zisterne.pdf

[Druckpumpe] vermutlich etwas günstiger im Preis?

Nein, wg dem höheren Abdichtaufwand

und das Thema Schall ist auch keines.

Richtig. Wobei es bei Saugpumpen große Unterschiede gibt. Für alle gilt es, durch entsprechenden Einbau den Körperschall, der sich im Haus über das Leitungsnetz und die Wand verbreiten kann, zu vermindern bzw zu vermeiden.

Ich nehme andrerseits mal an, dass ich meine heutige 1"-PE-Druckleitung mit Gefälle vom / bis zum Keller auch als Saugleitung nutzen könnte, wenn ich auf Saugpumpe umsteigen würde?

Ja. Aber bei den Verbindern drauf achten, dass die auch unterdruckfest sind. Wie zB die Messingverbinder in og Infoblatt zum Druckpumpeneinbau. Die Verbinder aus Kunststoff eignen sich weniger.

Wenn ich es recht deute, dann kann das MAG ... entfallen, wenn ein Schaltautomat eingesetzt wird,

Ja. Das MAG ist notwendiger Bestandteil eines "Hauswasserwerks" (mit einem Druckschalter). Ein Schaltautomat (idR) funktioniert ohne MAG.

d.h. nach Volumenstrom abgeschaltet und so auch höhere und unnötige Druckspitzen vermieden werden?

Jain.

Abgeschaltet wird nach Volumenstrom immer mit ein paar Sekunden Verzögerung in denen die Pumpe ihren maxDruck erreichen soll. Hat man zB eine 6bar Pumpe, wird die nach dem Schließen des Verbrauchers auch 6bar ins Netz fördern.

Bei einem Hauswasserwerk (mit einem Druckschalter), müssen der Abschalt- und Einschaltdruck auf die Leistung der Pumpe eingestellt werden. (Abschaltdruck immer niedriger als der maxDruck der Pumpe) Hat man eine 6bar-Pumpe und der Abschaltdruck wird auf 4bar eingestellt, hat man auch nur 4bar im System.

Im 1 und 2 FH reichen idR 4bar.

Muss nach der Tauchdruckpumpe ein Rückschlagventil in die Leitung eingebaut werden? ...nehme ... an, dass meine Pumpe eins drin hat.

So ist es.

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 04.12.2021 12:27:32
0
3232736
Vielen Dank Euch beiden, das hilft mir schon sehr, sehr wertvolle Hinweise!

Ich verstehe schon die Argumente meines Händlers damals und meines HBs anfangs des Jahres, warum man hier kein MAG brauche - vorausgesetzt die Lebensdauer der Pumpe (v.a. Anzahl Schaltvorgänge) bleibt dadurch im Rahmen. Wie gesagt war sie das 2014 absolut beim damaligen Vergleich mit der Herstellerangabe.

Das Hauptproblem beim Zugang zu meiner Zisterne ist wie schon erwähnt der 70kg-schwere Deckel in der Einfahrt, zu dem man immer zwei kräftige Personen (am besten ohne Rückemprobleme :-) braucht. Sonst komme ich heute schon von oben gut ran an die Pumpe, kann sie am Seil hochziehen und habe einen EPDM-Schlauch davor. Ich habe aber auch kein Problem reinzusteigen. Nur müsste das ja alles nicht unbedingt im Winter sein. Daher die Überlegungen, v.a. fürs zunehmende Alter.

Ist das PE-Rohr (1") auf Deiner Skizze nicht starr? Mein sonst für die Aussenleitungen verwendetes 33/25mm-PEX ist sehr starr, deshalb nahm ich in der Zisterne EPDM.

Tatsächlich bin ich immer noch unsicher, was den Unterschied zwischen den Spülkästen incl. Zuleitungen und meiner Kellerzaptstelle angeht.

Vielleicht muss ich doch mal ein Manometer einbauen?

Gestern habe ich mir das Nachlaufverhalten beim Füllen von zwei 10l-Giesskannen angeschaut. Die normale Nachlaufzeit ist ca. 11s, dabei sinkt der Strom von ca. 3,55 auf 3,4 A ab, bevor er dann schlagartig auf die üblichen 8mA Steuerstrom abfällt. Ich kann also mehrere Kannen nacheinander füllen, ohne dass die Pumpe dazwischen abschaltet.

Das passt so gar nicht zu einem kurzen Abschalten von 0,5s auf 8mA während dem Füllvorgang der Spülkästen. Ein Abschalten aufgrund thermischer Überlast oder eine Druckspitze wäre sicher auch deutlich länger.

Verfasser:
Brendler
Zeit: 04.12.2021 13:59:18
0
3232793
Das Hauptproblem beim Zugang zu meiner Zisterne ist wie schon erwähnt der 70kg-schwere Deckel in der Einfahrt

Kann ich nur sagen: selber schuld ;-)

Ist das PE-Rohr (1") auf Deiner Skizze nicht starr?

Ja, so soll es auch sein.

nahm ich in der Zisterne EPDM

Völlig ok. Als Saugleitung ideal. Am besten am Stück von der Pumpe bis zur schwimmenden Entnahme. Man vermeidet auf diese Weise Kupplungen, die immer eine Schwachstelle sind.

Vielleicht muss ich doch mal ein Manometer einbauen?

Macht das, erleichtert ungemein die Fehlersuche zB bei Druckverlust. Und gibt auch sonst hilfreiche Infos.

https://aspri-luftabscheider.de/onewebmedia/Druckverlust2.pdf

Noch wichtiger bei einer Tauchdruckpumpe ist eine Kontrollampe die leuchtet, wenn die Pumpe läuft. Der Schaltautomat reagiert empfindlich schon auf geringste Druckverluste, zB eine tröpfelnde Gartenschlauchverbindung. Die Pumpe wird dann permanent aus- und eingeschaltet.

Bei einer Saugpumpe im Haus bekommt man es idR mit, wenn sie kurz läuft, ohne dass ein Verbraucher offen ist. Eine unbeaufsichtigte Tauchpumpe macht das so lange, bis sie am Ende ist. (Drum zB im Urlaub eine RW-Nutzungsanlage immer ausschalten)

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 04.12.2021 14:39:47
0
3232815
Zitat von Brendler Beitrag anzeigen
Das Hauptproblem beim Zugang zu meiner Zisterne ist wie schon erwähnt der 70kg-schwere Deckel in der Einfahrt

Kann ich nur sagen: selber schuld ;-)
[...]


Stimmt,
dafür sieht man erst auf den zweiten Blick auf das Pflaster, dass da überhaupt ein Deckel ist. Und bisher war der Deckel ja meistens drauf ... und wird hoffentlich auch künftig so sein. :-)

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 04.12.2021 14:47:32
0
3232819
Zitat von Brendler Beitrag anzeigen

Ist das PE-Rohr (1") auf Deiner Skizze nicht starr?

Ja, so soll es auch sein.

[...]


D.h. man muss immer die Verschraubung lösen, wenn man die Pumpe mal rausziehen will. Das wollte ich nicht unbedingt. Aber so steht sie sicher besser als bei mir.

Verfasser:
Brendler
Zeit: 04.12.2021 15:35:00
0
3232843
Zitat:
Und bisher war der Deckel ja meistens drauf ... und wird hoffentlich auch künftig so sein. :-)
Bei einem so schwer handhabbaren Deckel kommen dann natürlich für mich die 2 Standardfragen:

- Wie filterst Du?
- Wie organisierst Du die Trinkwassernachspeisung?

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 04.12.2021 15:54:20
0
3232852
1. Filter:
Wisy WFF100 am Einlauf (ferner beruhigter Zulauf, Skimmer und Metallsiebelement an schwimmender Entnahme der Pumpe)

2. Nachspeisung: (vom HB installiert)
freier Auslauf knapp unter Kellerdecke, in senkrechtes Rohr D=50, dann mit PE D33/25 mit Gefälle (parallel zur Druckleitung selben Materials) durch WD unter die Garage, von dort in Technikleitung (KG-Rohr) in die Zisterne bis in beruhigtes Zulaufrohr;

vor Auslauf an Kellerdecke sitzt Absperrhahn und Magnetventil (langsam schliessend), bisher nicht automatisiert betätigt, aber für später angedacht; bisher nur manuelle Betätigung nach Bedarf und Füllstandsanzeige im Keller, aber dieses Jahr nur 2x im Sommer benötigt.

O.k.?

Verfasser:
Brendler
Zeit: 04.12.2021 17:17:39
0
3232887
Zitat von Baubeginner
1. Filter: Wisy WFF100 am Einlauf. ok?
Perfekt. Meine heimlich Angst war ein Hauptfilter in der Zisterne.

Die werden als "selbstreinigend" verkauft was machmal leider zu wörtlich genommen wird. Sprich: man muss da nichts mehr machen.

Erlebt habe ich schon eine zugepflasterte Zisterne, die kein Wasser mehr lieferte. Da war dann in 1,5m Tiefe ein "selbstreinigender" Filter verbuddelt der verstopft war. Die Zisterne halb voll mit verfaultem Laub.

Zitat von Baubeginner
Metallsiebelement an schwimmender Entnahme der Pumpe)
Wenn das auch ein WISY-Produkt sein sollte (SAFF; hat die Form einer "500gr-Büchse Bohnen mit Speck"), gab es den mit 0,18mm Maschenweite. Der muss auch regelmäßig gereinigt werden, weil er sich zusetzen kann. Den am besten tauschen gegen einen SAGF von WISY oder x-beliebigen anderen. Die sind wartungsfrei.

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 04.12.2021 17:47:28
0
3232895
Kann ich nicht sagen, die schwimmende Entnahme war als Set zusammen und eine Option der Pumpe. Der Filter hat geschätzt D=25 und L=50 und am Ende eine Öse mit einem Ring an dem die Schwimmkugel befestigt ist.
Hatte den Filter im Juni angeschaut und gereinigt, war aber kaum nötig.

Verfasser:
Brendler
Zeit: 04.12.2021 19:22:02
0
3232941
Zitat:
...die schwimmende Entnahme war als Set zusammen und eine Option der Pumpe.
Wenn das als Set verkauft wurde, ist das mit Sicherheit kein WISY-Produkt. Da wird idR das "preiswerteste" das man kriegen kann, dran gehängt.
Zitat:
Der Filter hat geschätzt D=25 und L=50 und am Ende eine Öse mit einem Ring an dem die Schwimmkugel befestigt ist.
Das ist Standardware, braucht auch nicht gereinigt zu werden.

Ein Tipp dazu: Die Ansaugung mit einer Nylonschnur so sichern, dass sie spätestens ca 20cm über dem Boden fixiert ist. Nicht an der Öse am Schwimmer sondern am Schlauch anbinden.

Irgendwann säuft der Schwimmer ab oder der bei den Billigstvarianten nur geklebte Filtereinsatz bricht ab oder ein eventuell vorhandener Sensor zur Trinkwassernachspeisung versagt.

Dann wird der Bodensatz angesaugt.Oft müssen dann die Spülkastenventile getauscht werden.

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 08.12.2021 22:44:31
0
3235419
Seit vorgestern ist der Fehler beim EG-WC wieder fast weg, das nun eine Woche bewusst nicht mehr benutzt wurde. D.h. bei Füllung nach kleiner Spülung (ca. 25 s) erfolgt kein Aussetzen und Takten. Dies kommt genau nach 30s Füllvorgang, was hier beim vollen Volumen nach großer Spülung auch nur ein Mal vorkommt. Beim OG-WC haben wir es bisher nicht mehr probiert.

Ich werde nun doch noch versuchen etwas über den Fehler / das Verhalten der Pumpe beim Hersteller und einer Reparaturfirma rauszubekommen. Ich habe irgendwie das Gefühl und die Hoffnung, dass die Pumpe doch noch nicht ganz im Sterben liegt ... .

Auch habe ich zwischenzeitlich von einem Kollegen ein übriges, neuwertiges Wasser-MAG mit 20l und horizontaler Bauform bekommen (Intervarem), das ich demnächst einbauen will. Nur finde ich leider keine Einbauhinweise des Herstellers.
Ist es sinnvoll und zulässig, es senkrecht mit Wasseranschluss nach oben einzubauen, damit die Luft im Wasserkreis entweichen kann?

Danke im Voraus.

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