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Foren
Bau Bungalow 90m² Effizienzshaus 55 EE, Heizlast und Leistung WP?
Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 10.09.2021 20:44:24
0
3191482
Guten Abend!
Meine Frau und ich lassen aktuell einen Bungalow KfW-Effizienzhaus 55 EE errichten. Die Außenmaße betragen ca. 12,20 x 9,60, darin integriert ist eine überdachte Terrasse von ca 6 m². Neben den Berechnungen zum KfW-Antrag vom Energieberater haben wir die Heizlastberechnung vom Heizungsbauer bekommen. Dieser Unternehmer hat aber die Berechnung bei dem Hersteller seiner Fußbodenheizung machen lassen. Bei der jetzt aktuellen Version habe ich den Verlegeabstand der Fußbodenheizung im gesamten mit 11 cm und im Bad 5,5 cm vorgegeben. Meine Vorgaben Innentemperaturen sind: Bad 22°, sonst 21° außer HWR 20°. Mein Ziel war 30° VLT, leider sind es nur 33° laut Berechnung. Vielleicht findet jemand die Ursache? Generell würde ich mich über eine Einschätzung der Berechnung freuen, ohne jedoch jedes % aus der Anlage zu quetschen. Eine Optimierung in Richtung Eigenverbrauch wird nach Installation einer 13,68 kWp Photovoltaikanlage erfolgen.
Durch die Vertragsgestaltung zum schlüsselfertigen Bauen sind wir an einem bestimmten Heizungsbauer gebunden und aus diesem Grund kommt eine Vaillant Wärmepumpe Arotherm plus zum Einsatz. Grundsätzlich habe ich keine Ahnung ob diese nun besonders gut oder eher mittelmäßig ist. Offen ist jedoch der genaue Typ bzw. die Leistung der WP. Angeboten wurde die Arotherm plus 55/6 . Aus den Prospekten von Vaillant erkenne ich, dass es auch den Typ 35/6 gibt. Welcher Wärmepumpenleistung würdet ihr den Vorzug geben?
Zwei Dinge sind mir noch wichtig für eure Entscheidung. Die Heizlastberechnung hat in einzelnen Positionen den pauschalen Wärmebrückenzuschlag 0,05 zur Weiterberechnung mit einbezogen, bei einigen jedoch fehlt dieser Zuschlag aus der Wärmeschutzberechnung. Ist das so korrekt? Generell würde der Wärmebrückenzuschlag bei detailliertem Einzelnachweis deutlich besser sein. Der Bungalow wird aus 17,5 cm KS und 20 cm Mineralwolle außen errichtet, dazu Fenster Typ "Premium 2.0" U-Wert 0,81, Trockenbaudecke mit 30 cm und Estrich mit 12 cm Dämmung.
An einer Seite des Bungalows wird eine Garage mit guten energetischen Stand in einer Länge von 6,5 m direkt angesetzt. (Poroton 30 cm T9, Isolierung unter Estrich, 20 cm Dämmung in Trockenbaudecke, keine Heizung). Dadurch wird sich die Heizlast etwas reduzieren.
Vielen Dank vorab!















Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.09.2021 12:05:12
0
3191632
In der Berechnung ist die Heizlast ohne Berücksichtigung der von Wärmegewinnen am Auslegungpunkt bei NAT -12,9 °C mit nur ~3,2 kW ermittelt worden und real wird im Großteil der Heizperioden weniger als 60% vom errechneten Bedarf gegeben sein. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, bis auf welche thermische Verdichterminimalleistung das Gerät heruntermoduliert und bis zu welcher Außentemperatur im Plusgradbereich die Maschine die Trinkwassererwärmung ohne den Einsatz vom direktelektrisch betriebenen Zuheizer können soll!

Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 11.09.2021 14:51:56
0
3191664
Ich kann nur wählen zwischen Vaillant Arotherm Plus 35/6 und 55/6 wählen. Welche wäre die bessere Entscheidung?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.09.2021 16:11:15
1
3191682
Meiner Meinung nach würde die 35/6 optimal passen, falls die zur Maschine vom Hersteller angegebenen Daten in der Realität gegeben sein werden.

Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 11.09.2021 18:33:23
0
3191712
An den Daten der Hersteller zweifel ich nicht. Es wäre gut zu wissen, welche Leistungsdaten die 35/6 und 55/6 haben? Welche Daten der Hersteller sind besonders relevant?
Was sagen die Fachleute zur Berechnung der Heizlast? Gibt es Fehler?
Welche Hinweise zur Auslegung der Fußbodenheizung könnt ihr mir geben? Warum erreiche ich die gewünschte VLT von 30° nicht?

Verfasser:
PeWe34
Zeit: 13.09.2021 16:42:50
0
3192340
Hallo



So, ich hab mir mal die Leistungen der beiden Pumpen angesehen, und ein Bildchen dazu eingestellt. Für mich ist die Sache damit ganz klar, ich würde die 55/6 nehmen. Die Gründe dafür sind:
Die Mindestleistung beider Pumpen ist identisch, beide Pumpen können somit gleich weit herunterregeln. Die Heizleistung bei Plus 7 und plus 2 Grad ist fast identisch und auch der COP ist der Selbe. Beide Pumpen machen also in dem Bereich wo sie am häufigsten genutzt werden genau die selbe Arbeit und unterscheiden sich nicht.
Interessant wird es bei minus 7 Grad. Da ist die Leistung der 55er deutlich höher, und da wird auch Leistung benötigt. Auch wenn bei minus 7 Grad und 30 Grad VL die Leistung der 35er locker reicht, so hat sie dann doch den Nachteil, dass sie mit den 3,6 kW wahrscheinlich 2 Stunden braucht um den WW-Speicher aufzuheizen, wobei ich aber hier keine Angaben zu Größe und Art des WW-Speichers gefunden habe.
Aber egal wie das WW bereitet wird, wenn es die WP machen muss, fällt sie 2 Stunden am Tag für die Heizung aus, und das muss kompensiert werden. Da hat die größere 55er deutlich mehr Reserven und kann das WW schneller erwärmen.
Bei minus 15 Grad, was ja auch sehr selten vorkommt, wird die 35er nicht mehr ausreichen und den Heizstab brauchen, vor allem, dann, wenn auch noch WW erwärmt werden muss. Mit 2,7 kW bei 45°C VL wirds dann schon eng.

Verfasser:
PeWe34
Zeit: 13.09.2021 16:50:43
0
3192342
Die Berechnung der Heizlast und alles drum herum sieht für mich sehr professionell aus. Dass da bis zu 33°C VL gerechnet werden liegt wohl am Verhältnis Heizfläche und Raumvolumen, und da wird man wohl damit leben müssen. Probleme gibt das nicht, denn auch 35 Grad VL sind immer noch ein gutre Wert bei unter minus 10 Grad.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 13.09.2021 19:41:26
2
3192391
Ich würde keine von beiden nehmen (also schauen, ob man aus dem Gerätezwang irgendwie rauskommt... der HB hat ja vielleicht auch was im Angebot, das weiter runtermodulieren kann). 2,1 KW minimale Leistung bedeutet bei deiner Heizlast, dass das Ding fast immer wie eine On/Off taktet.

3,2 KW Heizlast bedeutet, dass du an wenigen Tagen im Winter diese Leistung brauchst. An fast allen Tagen (eben bis auf eine Handvoll) wirst du unter 2 KW liegen.

Zitat:

Aber egal wie das WW bereitet wird, wenn es die WP machen muss, fällt sie 2 Stunden am Tag für die Heizung aus, und das muss kompensiert werden.


Das interessiert einen modernen Bau mit seiner thermischen Trägheit nicht im geringsten. Unsere WW-Läufe dauern auch mal zwei Stunden oder länger... auch bei 5,7 KW Heizlast und zweistelligen Minustemperaturen führt das zu keiner erkennbaren Abkühlung. Dafür speichert die Bausubstanz viel zu viel Wärme. In jedem Fall ist das kein Grund, eine überdimensionierte Heizung einzubauen.

Einzige Ausnahme wäre, wenn du es wirklich nicht schaffst, ein Gerät zu bekommen, das weiter runtermoduliert - da hat PeWe34 dann schon recht, dass die Dinger beide gleich schlecht sind bezüglich der Minimalleistung und es somit egal ist, solange sichergestellt ist (!), dass das größere Gerät auch wirklich vernünftig moduliert. Dir muss aber klar sein, dass du in dem Fall zu über 90% der Zeit ein On/Off-Gerät hast.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.09.2021 21:20:36
0
3192418
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
... Ausnahme wäre, wenn du es wirklich nicht schaffst, ein Gerät zu bekommen, das weiter runtermoduliert - da hat PeWe34 dann schon recht, dass die Dinger beide gleich schlecht sind bezüglich der Minimalleistung und es somit egal ist, solange sichergestellt ist (!), dass das größere Gerät auch wirklich vernünftig moduliert. Dir muss aber klar sein, dass du in dem Fall zu über 90% der Zeit ein On/Off-Gerät hast.
Bei Wärmequelle Luft ist halt grundsätzlich das Problem, dass der Temperaturhubbedarf bei sinkendem Heizleistungsbedarf in der Realität immer geringer wird, bzw. bei größer werdendem Wärmeeintragsbedarf der Temperaturhubbedarf sich automatisch vergrößert.

Es ist praktisch keine Luft-Wasser-Wärmepumpe am Markt, die weit genug heruntermodulieren kann, um wirklich bis zur Heizgrenztemperatur durchgehend mit aktivem Verdichter funktionieren zu können.

Selbst in unserem über 20 Jahre alten Haus mit rund 250qm beheizter Fläche ist die im Verflüssiger unserer eigentlich sehr ordentlich modulierenden Panasonic WH-MDC05F3E5 bei minimaler Verdichterfrequenz von 19 Hz anstehende thermische Leistung bei Außentemperaturen zwischen +12°C und Heizgrenztemperatur (+17°C) nicht wirklich 24/7 abzunehmen. 😉

Verfasser:
JanRi
Zeit: 13.09.2021 21:27:37
0
3192421
Zitat:

Es ist praktisch keine Luft-Wasser-Wärmepumpe am Markt, die weit genug heruntermodulieren kann, um wirklich bis zur Heizgrenztemperatur durchgehend mit aktivem Verdichter funktionieren zu können.


Das schafft auch unsere Solepumpe nicht, auch wenn sie mit 1,5 KW minimal bei 5,7 KW Heizlast eigentlich recht gut aufgestellt ist. Bei Temperaturen um oder nahe der Heizgrenztemperatur (11-12C) taktet sie natürlich auch (mit Taktzeiten um 8h und Pausen zwischen 8 und 16 Stunden).

Das meinte ich aber auch nicht... mein Blick geht eher auf den "Normalbetrieb", also so bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wenn das Haus 3,2 KW bei NAT -12,9 hat, dann liegt es bei 0 Grad um oder unter 2 KW (sobald die Sonne scheint, sicher noch niedriger). In dem Bereich spielt sich der allermeiste Heizbetrieb ab und da sollte sie besser nicht takten. Genau an der Stelle finde ich die minimalen 2,1 KW einfach zu viel.

Verfasser:
PeWe34
Zeit: 13.09.2021 23:48:44
1
3192454
JanRi, Du hast ja schon recht mit Deiner Aussage, aber der TE hat danach gefragt, welche der beiden Pumpen er nehmen soll. Diese Frage sollte man ihm auch beantworten. Er hat ja leider sonst keinerlei Antwort oder Hilfe erhalten. Auch Du konntest ihm keinen konkreten Vorschlag machen, und das vermisse ich hier oft. Es wird oft gesagt, was man nicht nehmen soll, aber die Alternativen nennt keiner.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 08:52:27
1
3192504
Zitat:

aber der TE hat danach gefragt, welche der beiden Pumpen er nehmen soll. Diese Frage sollte man ihm auch beantworten.


Man sollte ihm aber auch ehrlich sagen, dass beide für dieses Haus Mist sind und nicht so effizient laufen werden wie Geräte, die weiter runter kommen.

Zitat:

Auch Du konntest ihm keinen konkreten Vorschlag machen, und das vermisse ich hier oft.


Ich kenne mich bei LWP nicht wirklich aus... ich komme mehr aus der SWP-Ecke. Du hast natürlich recht, dass ein konkreter Vorschlag nötig ist, aber dazu muss erst einmal klar sein, ob es wirklich überhaupt keine Chance gibt, von diesem HB ein anderes Gerät zu bekommen (die Frage habe ich gestellt und sie ist noch offen). Durch seinen Vertrag ist der TE an diesen HB gebunden, aber dieser HB ist sicher nicht an V***t gebunden. Man könnte da also fragen, ob er auch was anderes verbauen würde, was eventuell eine Einschränkung auf einige Hersteller mit sich bringen könnte. DANN kann man über Modelle nachdenken.

Das mit einem anderen Hersteller von einem solchen HB ist gar nicht so abwegig. Unser HB verbaut normalerweise nur V****n-Geräte, er hatte aber kein Problem damit, unseren Wunsch nach einer Nibe zu erfüllen. Auf diese Weise sind wir zu einer modernen modulierenden WP passender Dimensionierung gekommen, während es bei ihm damals eher nur ein überdimensioniertes On-Off-Relikt gegeben hätte. Er hat vorher klar gesagt, dass er sich mit der Einstellung bei Nibe nicht auskennt, was ich aber vollkommen in Ordnung fand, weil ohnehin klar war, dass man die Optimierung selbst machen muss.

Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 14.09.2021 15:06:04
0
3192652
Hallo und guten Tag,
Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Wie schon erwähnt, ich habe durch Vertrag keine Auswahl.
Zwischenzeitlich hat mein Heizungsbauer von Vaillant die "Auslegung der Wärmepumpe beendet diese mir übersandt. Die Arotherm plus 35/6 soll laut Berechnung zum Einsatz kommen.




Zur Ermittlung der Vorlauftemperatur von 33° habe ich eine Nachfrage. Es war ja mein Wunsch die Fussbodenheizung auf Vorlauftemperatur 30°auszulegen. Alle Räume haben Verlegeabstand 11 cm, Bad 5,5 cm. Welcher Raum ist das Problem? Was könnte noch am Aufbau der Fussbodenheizung verbessert werden?

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 16:39:02
0
3192689
Bist du an den Heizungsbauer gebunden oder an das Gerät? Wenn an den Heizungsbauer, dann könnte man zumindest fragen, ob er auch was anderes verbaut.

Auslegung: Laut dem ersten Bild ist der "Deckungsgrad" beim Gästezimmer bei 96%, aber auch die anderen Räume sind nicht wesentlich darüber. Demnach scheint es keinen einzelnen Problemraum zu geben, sondern es wurde schlichtweg auf 33C ausgelegt.

Warum... das müsstest du den Planer fragen. Wenn deine Vorgabe 30C war, dann sollte er da auch einen guten Grund haben. Grundsätzlich sollte man es bei einem KFW55-Haus schaffen, auf 30 oder weniger zu kommen (unser TGA-Planer hat bei unserem KFW55-Bau 29 / 25 erreicht). Dein Planer scheint mit einer recht hohen Spreizung zu arbeiten - 33 / 27,1 sind fast 6K Spreizung.

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 14.09.2021 17:19:55
0
3192699
In der Auslegung der Wärmepumpe von Vaillant sind 6 Stunden Sperrzeit vom Stromlieferant (also ein Viertel des Tages) berücksichtigt. Was rauchen die eigentlich wenn das eingegeben wird ? Ein extra Wärmepumpentarif bei so niedriger Heizlast ist totaler Käse, da legt man sogar finanziell drauf und muss sich hinterher mit Einschränkungen in der Benutzung rumärgern.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 17:35:00
0
3192704
Zitat:

Was rauchen die eigentlich wenn das eingegeben wird ?


Naja... irgendwie müssen sie die Heizung mit zu hoher Minimalleistung ja schmackhaft machen.

Mir ist noch was anderes aufgefallen:

In der Gebäudebeschreibung ist das Bad mit 22C angegeben. Die Norm geht hier eher von 24C aus. Ist das eine bewusste Entscheidung von euch oder hat der Planer das mal eben so hingeschrieben, weil es dann besser aufgeht?

Falls ihr die Hütte irgendwann verkaufen oder vermieten wollt, könnte das relevant werden.

Denk auch dran, dass man JETZT im Bad recht einfach noch einen Wandheizungskreis vorsehen könnte, während das später nur mit großem Aufwand nachgerüstet werden kann, wenn sich dann herausstellt, dass euch das Bad zu kalt ist.

Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 15.09.2021 08:47:21
0
3192879
Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
In der Auslegung der Wärmepumpe von Vaillant sind 6 Stunden Sperrzeit vom Stromlieferant (also ein Viertel des Tages) berücksichtigt. Was rauchen die eigentlich wenn das eingegeben wird ? Ein extra Wärmepumpentarif bei so niedriger Heizlast ist totaler Käse, da legt man sogar finanziell drauf und[...]


Ich werde keinen Wärmepumpetarif nehmen. Das Haus wird aber eine 13,68 Kwp-Photovoltaikanlage bekommen. Gerade das Zusammenwirken Vaillant und SMA über die Schnittstelle EEBUS find ich spannend und sehe dort Möglichkeiten zur Optimierung der Wärmepumpe (Nutzung thermischen Speicher durch moderate Temperaturerhöhung am Tage. Alle Wände im Haus Kalksandstein, Außen 17,5 und Innen 11,5 cm, damit hohe ). Ein Batteriespeicher ist nicht geplant.
Diese Berechnung mit 6 Stunden Sperrzeit macht für mich dahingehend Sinn, dass die Pumpe diese Leistung eben auch in 18 Stunden bringt. Ein Haus ohne Sperrzeiten zu berechnen und später aber einen Wärmepumpentarif nutzen zu wollen, könnte eher zu Problemen führen.

Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 15.09.2021 08:57:18
0
3192883
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen

In der Gebäudebeschreibung ist das Bad mit 22C angegeben. Die Norm geht hier eher von 24C aus. Ist das eine bewusste ....


Danke für den Hinweis. Diese Entscheidung ist bewusst gewählt. Gleichzeitig habe ich im Bad den Verlegeabstand von 11 cm auf 5,5 cm. Ob diese Reduzierung etwas verändert hat? Ich habe nur sehr oft im Forum gelesen, dass im Haus VA 10 und Bad VA 5 cm die besten Voraussetzungen für einen optimalen Betrieb der Wärmepumpe ergeben.
Falls die Temperatur mit 22 Grad uns später zu kühl ist, dafür gibt es dann einen kleinen elektrischen Zusatzheizer. Aber dieser Fall ist eher unwahrscheinlich. Aus meiner Sicht sind 24 Grad schon etwas viel.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 15.09.2021 09:27:21
0
3192894
Hinsichtlich der PV-Nutzung bringt die Auslegung auf 18h gar nichts. Die volle Heizleistung wird nur ganz selten unter eher extremen Bedingungen gebraucht, was gleichzeitig aber auch bedeutet, dass der PV-Ertrag nahe Null ist. Zu allen anderen Zeiten ist die Heizlast ohnehin niedriger, so dass die nötige Wärme in jedem Fall in deutlich weniger als 24h erbracht werden kann.

Bei deiner Miniheizlast und einer großen PV könntest du darüber nachdenken, die LWP im Übergang und vermutlich auch leicht in den Winter hinein komplett nur tagsüber laufen zu lassen. Dann kannst du den PV-Strom schön nutzen und profitierst auch von der Tatsache, dass die LWP tagsüber effizienter läuft, weil die Luft wärmer ist. Dank der Speicherfähigkeit deines Massivbaus wird das nachts kaum zu spürbaren Abkühlungen führen (unsere SWP im Massivhaus taktet im Übergang mit 8h an und 16h aus... da merkt man keine relevante Abkühlung).

Die Berücksichtigung eventueller WP-Tarife als künftige Option ist in dieser Konstellation nicht nötig, denn das wird nie passieren. Zum einen lohnt das von den Zählergebühren her nicht und zum anderen würde ein WP-Tarif die abrechnungstechnische Nutzung des PV-Stroms erschweren (Stichwort: Zählerkaskade, mal im PV-Forum suchen). Eine Eigennutzung wäre zwar möglich, würde aber zu noch höheren Zählergebühren führen, weil du noch einen dritten Zähler brauchst. Von daher würde ich den Gedanken nicht weiter verfolgen und auch nicht so rechnen.

Zitat:

Ich habe nur sehr oft im Forum gelesen, dass im Haus VA 10 und Bad VA 5 cm die besten Voraussetzungen für einen optimalen Betrieb der Wärmepumpe ergeben.


So pauschal kann man das nicht sagen, siehe Parallelthread (https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/245019/Heizkreis-Laengen-sind-nicht-so-wichtig-das-macht-der-hydraulische-Abgleich-Fragen). Das kommt auf die übrige Auslegung und vor allem auch die Lage des Bades an. Ein Eckbad über einer kalten Garage sieht da ganz anders aus als ein Bad, das nur eine Außenwand hat.

Unser Bad hat nur eine Außenwand und es hat zwei FBH-Kreise mit VA 5 und dazu noch eine Wandheizung mit VA 10. Das führt zu angenehmen Temperaturen im Übergang und zu leichter Überheizung bei extrem niedrigen Temperaturen.

Du musst bedenken, dass das Bad im Übergang bei deiner Auslegung kaum wärmer sein wird als die anderen Räume. Im Auslegungsfall, also bei zweistelligen Minustemperaturen, wird das so sein, aber im Übergang ist der Abstand zwischen Raum- und mittlerer Heizwassertemperatur zu gering, um da einen wesentlichen Abstand zu erzeugen. Von daher würde ich - wenn baulich machbar - tatsächlich noch eine Wandheizung ergänzen.

Dein Bad hat eine Heizlast von 395 W bei 9,3 qm. Unser Bad hat eine Heizlast von 330 W bei 11 qm. Man kann das natürlich nicht direkt vergleichen, weil unsere VL-Temperaturen deutlich (29C statt 33C) niedriger ausgelegt sind, aber ich denke, das zeigt, was ich meine und warum ich die WH vorsehen würde. Sonst sehe ich die Gefahr, dass dieser etwas wärmere Raum in der Übergangszeit der bestimmende Faktor für die nötige VL-Temperatur sein wird.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 15.09.2021 09:29:16
0
3192895
Je nach Lage des Bades. Meist auf ner "kalten" Seite, sollte man eine Wandheizung vorsehen. (FBH in der Wand).
Es gibt zur Vereinfachung (handwerker haben ja keine Lust auf Mehraufwand)... Profile für den Trockenbau.
D.h. da sind Platten mit vorgefertigten Rohrführungen. Rohr rein, und dann drüberputzen, oder ne Trockenbauplatte drauf - Fertig.

Auch mit engerem VA, bekommst du dein Bad nicht warm
Meißt liegt das Bad dann auch noch zu nem kälteren Raum hin... Das verschlechtert das nochmals..

Verfasser:
PeWe34
Zeit: 15.09.2021 09:33:46
0
3192898
Mit dem 190 Liter Rohrwendelspeicher hätte ich ein Problem. Ich weiß ja nicht wirklich wie gut der gemacht ist, aber ich würde sagen, dass man mit dem keine Badewanne füllen kann, wenn er nicht komplett von oben bis unten auf mindestens 50 Grad ist. Auch beim Duschen mit einer Regendusche, wird spätestens der zweite Duscher nur noch lauwarmes Wasser haben. Dazu kommt dass der Speicher sehr wahrscheinlich mehrmals täglich nachgeheizt wird. Das ist, wenn man PV-Strom nutzen will sehr ungünstig. Da wäre ein 500 Liter Speicher und eine FRIWA deutlich besser.

Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 15.09.2021 10:18:47
0
3192913
Zitat von PeWe34 Beitrag anzeigen
Mit dem 190 Liter Rohrwendelspeicher hätte ich ein Problem. Ich weiß ja nicht wirklich wie gut der gemacht ist, aber ich würde sagen, dass man mit dem keine Badewanne füllen kann, wenn er nicht komplett von oben bis unten auf mindestens 50 Grad ist. Auch beim Duschen mit einer Regendusche, wird[...]


Wir sind nur 2 Personen und in der Regel wird geduscht. Meine Frau immer früh und das mit hohen Temperaturen (gesundheitlich bedingt), so dass am Morgen der 190 Liter Speicher einen relativ hohen Energieeintrag haben muss. Aus diesem Grund sehe ich nur 2 Lösungen. Am Tage den Speicher so aufheizen, dass er am nächsten Morgen noch die notwendige Temperatur besitzt. Wie hoch können dann die Verluste sein? Oder in den ersten Morgenstunden den Speicher auf das notwendige Temperatur ideal zu bringen.
Welche Möglichkeiten seht ihr zur temporären Bereitstellung von sehr warmen Wasser am Morgen?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 15.09.2021 10:21:44
0
3192915
Zitat von PeWe34 Beitrag anzeigen
Mit dem 190 Liter Rohrwendelspeicher hätte ich ein Problem. Ich weiß ja nicht wirklich wie gut der gemacht ist, aber ich würde sagen, dass man mit dem keine Badewanne füllen kann, wenn er nicht komplett von oben bis unten auf mindestens 50 Grad ist. Auch beim Duschen mit einer Regendusche, wird[...]



Es geht hier ja um einen 2 Personenhaushalt.
Da ist das thema WW vorhalten ja ein Thema für sich.
Energetisch braucht das WW hier vermutlich sehr viel im vergleich zum "temperieren" des Hauses.

Für 2 Personen kann ich 190Liter nicht beurteilen.
Für uns vier zuhause reicht ein 280L WW Speicher aus. Passt auch zur Regendusche.
Daher kann ich mir schon vorstellen, dass der 190Liter Speicher reichen könnte.
Aber die Gewohnheiten muss der Hausbauer hier selbst bwerten.

Wer ne volle Badewanne will und davor/danach noch ne lange Regendusche zum Einsatz kommt... dann wirds eng.

Wäre die angesprochene Frischwasserstation da energetisch im Vorteil?

Verfasser:
Hausbau2009
Zeit: 15.09.2021 10:26:13
0
3192919
Wer kann mir die genauen Modulationsbereich der Vaillant Arotherm plus 35/6 und 55/6 benennen? Es muss ja noch "unten" einen Unterschied geben.


Welche Wärmepumpe wäre denn aus eurer Sicht für unseren Einsatzbereich die optimale Wärmepumpe? Neben den Wärmepumpentyp würde mich auch der minimale und maximale Modulationsbereich interessieren.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 15.09.2021 10:51:25
0
3192931
Zitat von Hausbau2009 Beitrag anzeigen
Wer kann mir die genauen Modulationsbereich der Vaillant Arotherm plus 35/6 und 55/6 benennen? Es muss ja noch "unten" einen Unterschied geben.


Welche Wärmepumpe wäre denn aus eurer Sicht für unseren Einsatzbereich die optimale Wärmepumpe? Neben den Wärmepumpentyp würde mich[...]


Für mich sieht das Datenblatt laut Homepage so aus, dass die 35 und die 55 identisch sind. Und nur Softwaretechnisch modifiziert wurden.
Daher gehe ich davon aus, dass die 55 nur nach OBEN Hinaus mehr leistung hat.
Ansonsten: selbes Gewicht, selber Mindestdurchfluss, selbes Kältemittel, gleiche Kältemittelmenge... es schreit nach einer Softwaregeschichte :-)

Von daher wird es EGAL sein, was du nimmst.

Du kannst aber auch einfach bei Vaillant Kontakt aufnehmen und da nachhaken.

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LaMiyu schrieb: Hallo Zusammen, @ET Ich werd die Parameter im Kessel mal...
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Bau Bungalow 90m² Effizienzshaus 55 EE, Heizlast und Leistung WP?
Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 15.09.2021 10:51:25
0
3192931
Zitat:
...
Wer kann mir die genauen Modulationsbereich der Vaillant Arotherm plus 35/6 und 55/6 benennen? Es muss ja noch "unten" einen Unterschied geben.


Welche Wärmepumpe wäre denn aus eurer Sicht für unseren Einsatzbereich die optimale Wärmepumpe? Neben den Wärmepumpentyp würde mich[...]

Für mich sieht das Datenblatt laut Homepage so aus, dass die 35 und die 55 identisch sind. Und nur Softwaretechnisch modifiziert wurden.
Daher gehe ich davon aus, dass die 55 nur nach OBEN Hinaus mehr leistung hat.
Ansonsten: selbes Gewicht, selber Mindestdurchfluss, selbes Kältemittel, gleiche Kältemittelmenge... es schreit nach einer Softwaregeschichte :-)

Von daher wird es EGAL sein, was du nimmst.

Du kannst aber auch einfach bei Vaillant Kontakt aufnehmen und da nachhaken.
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