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Nibe S1255-6 PC + RGK: Inbetriebnahme, Estrich aufheizen & Bedenken
Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 14.01.2021 07:19:11
0
3087666
Guten Morgen an alle :)

Es wird ernst, die Nibe ist da und wird in wenigen Tagen in Betrieb genommen. Es wird alles vom Heizungsbauer erledigt, danach starten wir gleich das Aufheizprogramm.

Die Temperaturen sind momentan ziemlich kalt. Bei uns hier hat es am Tag 0°C bis -2°C, in der Nacht auch mal -4°C bis -6°C. In den nächsten Tagen soll es nachts bis -11°C runter gehen, dann wird es für ein paar Tage wieder wärmer, bis es dann wieder auf Dauerfrost mit -4°C am Tag und -7°C in der Nacht wechseln soll (Wettervorhersage).
Das Haus selbst ist dicht, nur die Baustellentür hat halt viele Spalte. Es ist eine einfache Blechtür und dicht ist da gar nix. Das Dach ist gut gedämmt (U=0,13).

Ich mache mir Sorgen, dass es die Nibe eventuell nicht schaffen könnte, ohne dass ich den Heizstab anwerfen muss. Alternativ steht mir nach wie vor ein mobiler Ölheizer zur Verfügung, mit dem ich aufheizen kann (Kosten ca. 800-1000€ all inclusive).

Ich habe über das Thema viel gelesen und habe auch Bekannte, die mir dazu raten, es wird schon funktionieren usw. Auf deren Meinung lege ich sehr viel wert. Allerdings steht auf der anderen Seite der Heizi, der sich ins Fäustchen lacht und meint "Das wird seht teuer, wirst sehen. Nimm lieber den Ölheizer, die Nibe schafft die Leistung ohne Heizpatrone nicht." Er hat angeblich Erfahrungen mit dem Aufheizen mit Erdwärme und Bohrung und jedes Mal hat man Stromkosten von 2500-3000€ gehabt.

Auf Energiesparhaus habe ich ein paar Threads darüber gelesen, dort hat es auch immer funktioniert. Allerdings habe ich keine Fälle gefunden, wo, so wie bei mir, bei so kalten Aussentemperaturen Estrich aufgeheizt wurde.

Mein Kollektor liegt hier: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=Jm9cAL5inkssfNgyLqGN

Ich habe die Bereiche in grüne und rote Bereiche unterteilt und jeweils Kommentare dazu geschrieben. Die Tiefen habe ich korrigiert, die 5m mit Humus gingen allerdings nicht.

Den Boden würde ich als Schluff einschätzen, bei der Planung damals hat man vorsichtshalber lehmigen Sand angenommen. Der Boden ist auf jeden Fall klebrig, nass und schwer, Farbe rötlich.

Das kalte Ende liegt in guter Tiefe, da passt es. Auch das warme Ende (viele Meter Rohr) liegen gut tief, weil sich der ca. 3m hohe Humushaufen oben drauf befindet.
Sorgen macht mir das Mittelstück des Kollektors. Dieses liegt nur etwa 1-1,2m tief, weil hier der Boden abgetragen und noch nicht aufgeschüttet wurde (Gartenniveau später).

Das Haus hat ca. 170m² Wohnfläche. Es liegen ca. 6,5-7cm Zementerstrich drin, dieser ist bereits relativ trocken, wurde vor ca. 6 Wochen gemacht. Ich habe jeden Tag gut gelüftet.
Die BKA liegt in beiden Betondecken, allerdings würde ich diese erstmal nicht in Betrieb nehmen, weil es beim Estrichaufheizen wohl keinen Sinn macht, die Leistung wird unten im Boden benötigt.

Was meint ihr, soll ich das trotzdem mit der Nibe probieren?

Habt ihr allgemeine Tipps zur Installation bzw. Ablauf? Eventuell auch zum Aufheizprogramm, wie man es am besten macht?

Vielen Dank im Voraus für eure Rückmeldungen :)

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 14.01.2021 07:25:21
0
3087669
Ich habe damals bei mir rein elektrisch ausgeheizt (auch im Januar). Das waren knapp 4k€. Mit der Wärmepumpe solltest du mindestens Faktor 4 weniger haben :)

Verfasser:
Schorschi81
Zeit: 14.01.2021 07:37:55
0
3087673
Servus HausBauen2020,

ich hatte die gleichen Bedenken wie du und deswegen viel gelesen und hier auch mal in meinem alten Post nachgefragt. Ich habe auch gute 174qm Zementestrich drinnen liegen. Mein Häuschen ist gemauert und vom Baufortschritt fehlt außen noch Abdichtung/Putz, bei den Fenstern zieht es noch teilweise unten, etc.... Allerdings habe ich auf meine Bautür (alte Haustür mit OSB-Seitenteil) einfach 4 oder 6 cm Styropor draufgeschraubt und einmal außen herum mit ner Dose Bauschaum. Innen hängt noch ne Decke da die Tür minimal verzogen ist. Passt!

Ich habe zuerst das OG ausgeheizt und anschließend das EG. Dafür hab ich die Heizung erstmal manuell laufen lassen und den Estrich zuerst so auf 15-16 und dann 18-20 Grad "vorgeheizt". Mein Vorteil ich habe bereits im EG einen (Bau-)Kaminofen stehen der da kräftig mitgeholfen hatte. Begonnen hatte ich Anfang Dezember, da hatten wir auch schon mal -4 bis -6 Grad. Zwischen den beiden Stockwerken hab ich mal 2-4 Tage wieder nur so mit 20 Grad VL geheizt, dachte damit sich der Kollektor evtl. etwas erholen kann...

Fertig war ich jetzt am 07.01.2021 und seit dem lass ich schon auf der späteren Heizkurve laufen. Ich hab Sandboden und mein Kollektor ist Spitz auf Knopf dimensioniert und sicherlich jetzt schon etwas ausgelutscht. Aktuell bin ich immer noch so bei ca. EIN/AUS -0,5/-3,5.

Allerdings musste ich für die Temperatursprünge den Heizstab zulassen. Hatte Ihn auf 3 kW begrenzt. Zum Schluss hab ich glaub ich 30-40 € für den Heizstab an Strom verblasen, der Rest kam alles aus dem Kollektor.

Gruß
Schorschi

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 14.01.2021 07:54:31
0
3087684
Vielleicht sollte man das Haus doch mit BKA und FBH erstmal 3-4 Tage vorheizen, dass es auf Temperatur kommt. Dann BKA zu und Estrichprogramm starten...?
Guter Tipp, Schorschi, merce dafür ;)

Du hast aber nicht das Aufheizprogramm von Nibe genommen, oder?
Du hast einfach manuell vorgeheizt, dann Gas gegeben, und dann wieder manuell langsam runter gefahren?

Verfasser:
orroZ
Zeit: 14.01.2021 12:11:56
0
3087859
bin auf deine erfahrung gespannt. bitte halte mich/uns auf dem laufenden, gerne per pn ;)

Verfasser:
Schorschi81
Zeit: 14.01.2021 13:03:30
0
3087907
Ich manuell erstmal etwas eingeheizt (ca. 18-20°) um die jeweilige Estrichfläche aus dem Winterschlaf zu holen. War vor allem im OG notwendig, da ich im EG ja meinen Kaminofen im Dauerbetrieb hatte und es hier mehr als nur warm war. :-)

Iwo, entweder hier oder im Ösi-Forum gibts ne Anleitung zum Estrichausheizen. Hab dafür natürlich das Programm in der Nibe genommen und dann noch angepasst. Max waren bei mir 36°. Muss aber sagen, dass das bei weitem nicht reicht um die Feuchtigkeit rauszudrücken!!! Habe immer noch täglich gut 2-5cm Wasser an den Fenstern im OG (KWL läuft leider noch nicht).

Der Heizstab ging bei mir glaub nur bei den Temperaturhüben ab 32+ mit an und bei den 36 lief er teilweise auf 0,5-1 kW mit. Dafür suppt mein Kollektor halt jetzt den restlichen Winter iwo bei unter 0° rum.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 14.01.2021 13:38:03
0
3087935
Bei mir merke ich ebenfalls, dass es oben deutlich feuchter ist als unten. Die Temperatur ist dabei gleich, aber Feuchtigkeit ist im OG definitiv höher. Im EG sind die Fenster nun nach ca. 6 Wochen seit der Estrichverlegung so gut wie trocken (noch, weil unbeheizt), aber im OG muss man immer noch wischen. Ist aber trotzdem natürlich bei Weitem nicht mehr so viel wie in den ersten 2 Wochen.

Ich habe zwar auch einen Kamin, aber keinen Offen, ist noch alles jungfräulich. Ich werde rein mit der WP heizen müssen.
Dabei erscheint mir deine Vorgehensweise gar nicht so verkehrt. Zuerst paar Tage vorheizen, evtl. beide BKA mitlaufen lassen, damit das Gebäude auf Temperatur kommt und dann los legen. Zuvor natürlich BKA wieder zudrehen.

Ich werde wahrscheinlich auch so bis 35-37°C aufheizen, noch mehr macht keinen Sinn.
Kann man all die Aufheiz-Parameter in der WP ohne Probleme korrigieren?

Ich überlege mir, ein altes Smartphone mit Internet dort zu platzieren und die WP per Hotspot an das Netz anbinden, damit ich sie aus der Ferne bissl beobachten kann. Sollte normal funktionieren, oder?
Die Baustelle ist knapp 30km von Zuhause weg.

Verfasser:
Schorschi81
Zeit: 14.01.2021 13:59:27
0
3087955
Das mit dem Handy finde ich in der aktuellen Situation zu viel des guten :-)
Ich war meist immer dann vor Ort wenn die Temperatursprügen anstanden, was dann zu der Uhrzeit passiert bei der das Programm gestartet wurde. Lief bei mir soweit auch ohne murren durch.

Ich würde dann die BKA noch aus lassen. Kenne dein Haus nicht aber meine hat schon ein paar Tage gebraucht um auf Touren zu kommen und die RL-Temp ganz schön gedrückt. Wie gesagt hab ich Mauerwerk mit noch vermeintlich vielen Fehlstellen an denen es nach innen zieht und Wärme flöten geht. Hab auch schon gezweifelt ob ich nicht doch in meiner Heizlast nen Fehler gemacht hab und somit die Auslegung verbockt habe da ich mit guten 26 VL keine oder nur ganz knapp unter den 20° RT kratze. Rechnerisch sollten da min. 21° auf der Uhr stehen. Wird sich aber wohl erst im nächsten Winter zeigen....

Also:
- BKA aus
- FBH im entsprechenden Geschoß auf 18-20° bringen
- Bodentrocknung starten und durchlaufen lassen
- FBH im nächsten Stockwerk auf Temp bringen (evtl Verschnaufpause für den Kolli)
- Bodentrocknung erneut starten
- fertig

So habs ich gemacht.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 14.01.2021 15:07:17
0
3088020
Beide Geschosse gleichzeitig wird nicht gehen, meinst du?
Ich habe nicht mehr viel Zeit, der Fliesenleger kann schon kaum erwarten, bis er fliesen darf.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 14.01.2021 17:20:21
1
3088107
Hallo Hausbauen2020,

bei der momentanen Außentemperatur zuerst das Haus aufheizen, hier kannst du die BKA dazu nehmen. Das Programm hier so umsschreiben das man bei 10° beginnt, steigern in 2-3° Sprüngen auf 20°.
Ab hier dann das Programm starten, BKA abschalten.
Habe ebenfalls im Winter ausgeheizt, habe hier die Baustahltüre innen mit EPS Platten zwischen den Metallwulzen ausgekleidet und möglichst gut abgedichtet.
Hier an den offenen Stellen zum Ziegel etwas Stoffwolle eindrücken.
Wir haben 173m² ausgeheizt und auch unser RGK hatte noch nicht fixe Verlegetiefe, war daher auch angespannt da noch keine Erfahrungswerte vorhanden waren.
Denke du wirst meine Beiträge im ESH Forum gelesen haben, 5° Sprünge wie im Programm hinterlegt sind bei der Außentemperatur nur mit Heizstab in der Zeitspanne möglich. Hier das Programm anpassen, statt 5° hier 3° oder nur 2° hier verwenden.
Würde auch zuerst versuchen die Nibe 1255 auf Werkseinstellung also 90Hz aus zu heizen.
Die Sole-Eingangstemperatur hier beachten, der Fallschirm greift bei ca- 1° Sole EIN, hier ist Sole Aus bei -3°.
Den RGK kannst du mit der SWP nicht zerstören, geht aber sehr leicht mit einem Bagger. Auch wenn du hier ein paar Grad ins Minus kommst, was ich stark bezweifle, ist noch Reserve fürs anschließende Heizen vorhanden.
Was sicher funktioniert ist geschossweise hier vor zu gehen, die SWP schafft mit Mühe und 2° Sprüngen auch das kpl. Haus.

Wolfgang

Verfasser:
Neoplan
Zeit: 14.01.2021 21:36:20
0
3088293
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Beide Geschosse gleichzeitig wird nicht gehen, meinst du?
Ich habe nicht mehr viel Zeit, der Fliesenleger kann schon kaum erwarten, bis er fliesen darf.

Dein Fließenleger muß erst die Feuchtigkeit vom Estrich messen, voerher macht der garnix. Um die Gelegreife festzustellen, gibts extra ein Prüfverfahren und ein Messblatt dafür ( lass dir das aushändigen) bevor der Estrich nicht auf 2% runter getrocknet ist, kommt da nix drauf.
Das Aufheiz Programm der Anlage ist bestens dazu geeignet. Handyverbindung kannste weglassen, du musst eh auf den Bau und lüften ! Die Feuchtigkeit muss raus.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.01.2021 06:43:33
0
3088378
Ne, Prüfung ist klar, das hat er mir auch so mitgeteilt, dass er erst vorbei kommt und die Prüfung macht, erst dann wird gefliest, wenn das Ergebnis passt.
Das Blöde ist nur, all die Handwerker sind halt momentan voll bis zum Gehtnichtmehr. Er sagte mir, am besten ziehen wir es noch im Februar durch, weil er ab März dann wieder so voll ist, dass es eng wird. Drum gebe ich jetzt allen Gas, dass sie ihr Zeug so schnell wie möglich fertig bringen, dass ich aufheizen kann. Dann kommt ja noch der Maler dazwischen, der wird auch locker eine Woche, wenn nicht länger, benötigen.

Ich hoffe, dass ich Ende nächster Woche mit dem Aufheizen beginnen kann. Allerdings ist bei mir im Angebot noch die Inbetriebnahme von Nibe dabei. Keine Ahnung, wann er kommen will, aber ewig auf ihn warten werde ich sicher nicht, ich muss so schnell wie möglich aufheizen, sonst kriege ich keine Handwerker mehr und kann nicht einziehen.
Es fehlt im Haus nicht mehr viel, Fliesen, Böden, Malern, Innentüren, Sanitär und man kann schon einziehen.

Aber zurück zum Thema Aufheizen.
Wolfgang, du weißt genau, wie viel Wert ich auf deine Meinung lege. Aber du kennst mich sicherlich auch mittlerweile, wie vorsichtig ich bin :)))
Wenn ich von etwas keine oder wenig Ahnung habe, dann gehe ich es sehr vorsichtig mit sehr viel Respekt an. Oft habe ich im Nachhinein über meine Ängste gelacht, das war z.B. die Sache mit dem RGK Verlegen. Aber egal, alles Vergangenheit.

Frage:

- bis wie kalt kann ich max. bei der Sole gehen?
Ich habe mir ja die Staubcosol BE Ethanol-Sole von Santherr für den Kolli geholt, die ist bis -10°C freigegeben. Wann soll ich am besten aufhören bzw. auf was begrenzen? Max. -5°C Sole-EIN?
Die Vereisung auf der Oberfläche, falls sie käme, werde ich momentan eh nicht sehen können, weil alles eh gefroren ist und es liegen 15cm Schnee oben. Außer es hebt sich was deutlich, dann sehe ich das schon. Aber der Garten ist eh nicht fertig, deswegen ist es egal.
Ich würde am liebsten zuerst beide Geschosse versuchen aufzuheizen, weil wie gesagt Zeitdruck. Wenn die Nibe das nicht schaffen sollte, werde ich entweder den Heizstab aktivieren oder dann doch geschossweise aufheizen, werden wir sehen.

Dass ich den Kolli nicht überlasten kann, habe ich mittlerweile verstanden. Ich denke, wir ziehen eh erst im Frühling ein, deswegen werde ich nach dem Aufheizen nicht ganz normal weiter heizen, +15°C IT reichen in der Regel, Hauptsache das Haus kühlt nicht ganz aus. So kann sich dann der Kolli vom Stresstest bissl erholen.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 15.01.2021 07:48:20
1
3088404
Hausbauen2020,

aus meiner Erinnernung weiß ich den genauen Energiebedarf vom Ausheizen nicht mehr, war etwas um 4500KWh. Wir hatten auch sehr kalte Tage und Nächte damals, falls die momentanen tiefen Temperaturen bleiben würde ich mit einem solchen Wert rechen. Habe auch geschossweise ausgeheizt, hatte einfach bammel, keine Erfahrung mit der Quelle sowie SWP, einfach Neuland und viel learning by doing.
Ein wesentlicher Punkt der hier zu beachten ist die Sole Eingangstemperatur vom RGK, wenn diese bei deinem Boden auf -3° ist, wäre Sole Aus -7° da diese her auf 4° Spreizung regelt. Nach meiner Kenntnis ist in der Nibe 1255 eine Temperaturbegrenzung programmiert, die SWP regelt automatisch die Leistung zurück.
Mit deinen Bodenverhältnissen sollte das nicht passieren obwohl nicht überall die vorgesehene Überdeckung vorhanden ist.
Bei einer Bohrung muss man wesentlich sensibler hier ran gehen, hier kann man einen Schaden anrichten.
Bin mal gespannt wie dein HB hier nach dem Ausheizen seine Bedenken und prognostizieren Kosten erklärt. Nach meiner Kenntnis wird es richtig teuer wenn man wie üblich direkt mit Strom ausheizt.
Deine SWP dürfte hier eine AZ über 4 erreichen, bei 5000KWh sind dies 1250KWh also ca. 375.-€. Deine FBH Auslegung ist mir bekannt, hier muss nur noch thermisch nach geregelt werden.
Was perfekt wäre auch für andere, kannst du einen Stomzähler hier installieren?

Wolfgang

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.01.2021 08:22:02
0
3088416
Hallo Wolfgang,

ich hoffe, dass alles klappt. Ich lege auf der Baustelle mein altes Smartphone hin, damit ich Internet dort habe und versuche die Nibe in das Netzwerk einzubinden. Wie man die Einbindung in Uplink schafft, muss ich mich noch informieren. Ich möchte das System aus der Ferne im Auge behalten können, so bin ich beruhigt.

Wie meinst du das mit dem Stromzähler? Ist da normal im Baustromkasten kein Zähler drin, anhand dessen ich den Stromverbrauch kontrollieren kann?
Wenn nein, kann ich meinen Elektriker schon fragen, ob er was zu Experimentzwecken dazwischen installieren kann, vielleicht macht er das auch.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 15.01.2021 09:25:16
0
3088446
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Hallo Wolfgang,

ich hoffe, dass alles klappt. Ich lege auf der Baustelle mein altes Smartphone hin, damit ich Internet dort habe und versuche die Nibe in das Netzwerk einzubinden. Wie man die Einbindung in Uplink schafft, muss ich mich noch informieren. Ich möchte das System aus der[...]


Hallo Haubauen2020,

in der Installationsanleitung, kannst du dir von der webseite runterladen, stehen Angaben über den Anschluss zur SWP.
Beim Nibe uplink musst du dich anmelden und darfst gleich noch etwas an Money abdrücken. Die Fa. Nibe ist hier schlauer im Vergleich zu anderen, man kann als Konzern viele Daten und auch Erkenntnisse bekommen und der Kunde zahlt dafür noch.
Das Monotoring verhalf den RGK auch zur Verbreitung, großen Erfolg und Renaissance der Erdwärmenutzung.

Wolfgang

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.01.2021 13:53:07
1
3088624
Anscheinend gibt es momentan Nibe Uplink 5 Jahre als Premium Version gratis, wenn man seine Wärmepumpe anmeldet.
https://www.nibe.eu/de-de/produkte/mobile-apps/myuplink

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 15.01.2021 14:36:26
0
3088657
steht zwar bei nur für nibe s-serie, aber immerhin..

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 15.01.2021 15:41:47
1
3088685
Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
Ein wesentlicher Punkt der hier zu beachten ist die Sole Eingangstemperatur vom RGK, wenn diese bei deinem Boden auf -3° ist, wäre Sole Aus -7° da diese her auf 4° Spreizung regelt.


Wäre es beim Estrichausheizen nicht sinnvoller die Solepumpe auf eine sehr kleine Spreizung zu stellen um die Belastung des Kollektors zu minimieren? Den erhöhten Stromverbrauch der Solepumpe müsste man dann natürlich in Kauf nehmen.

Verfasser:
SebDob
Zeit: 15.01.2021 17:50:52
0
3088752
Nach meinem Kenntnisstand soll man nicht mit Erdwärme das Estrichheizprogramm fahren. Damit entzieht man dem Boden zuviel Wärme, was das ganze Gefüge auf lange Zeit beeinflussen wird. Schau mal ob du in der Richtung was nachlesen kannst.
Bei Erdwärme kannst du es auch vergessen, ohne den Heizstab. Meine Bauleiterin meinte, immer "ausschliesslich" nur mit Heizstab bei Erdwärme.

http://erdwaerme-zeitung.de/bauaustrocknung-mit-waermepumpen/

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.01.2021 17:55:26
2
3088755
Das kann bei Erdwärmesonden ein Problem werden, Seb.

Bei oberflächennahen Kollektoren kann man da nichts kaputt machen,
wenn die Aussenanlagen noch nicht angelegt sind oder nur Gartenerde
über dem Kollektor liegt.

Deine Bauleiterin sollte sich schlauer machen, damit ihre Bauherr/innen
nicht unnötig Strom verbraten.

Grüsse

winni

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 15.01.2021 17:57:18
0
3088758
Hallo Michael,
die Nibe regelt nach meiner Kenntnis hier automatisch auf 4° Spreizung aus,
Die Energiemenge jene hier die WP aus der Quelle entzieht ist bei 5°, 4° oder 3° Spreizung identisch, es wird nur weniger Pumpenstrom benötigt. Bei größerer Spreizung entziehe ich etwas mehr Energie aus dem Anfang des Grabenkollektors.

Würde hier beide Geschosse zusammen ausheizen, das muss die SWP und der Kollektor auch an Leistung erbringen. Man geht eigentlich nur einige Grad über die geplante Maximaltemperatur. Wenn man hier bis auf 35° aufheizt, sind schon einige Grad am Puffer enthalten. Hier wurde BKA und FBH auf beiden Etagen vorgesehen, kann mir nicht vorstellen das hier 32° Vorlauf nötig sind.

Wolfgang

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 15.01.2021 18:48:00
2
3088792
Zitat von MichaelKo Beitrag anzeigen
Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
[...]


Wäre es beim Estrichausheizen nicht sinnvoller die Solepumpe auf eine sehr kleine Spreizung zu stellen um die Belastung des Kollektors zu minimieren? Den erhöhten Stromverbrauch der Solepumpe müsste man dann natürlich in Kauf nehmen.


Nö....

Bis zum latenten Bereich sollte man im COP Optimum fahren. Sinn war es ja mit Umweltwärme zu heizen :-)

Dann kann man den Verlauf abwarten bis Soleausgang -3 erreicht. Hier sollte das erste Drittel anfangen zu vereisen. Je nach Wetterlage kann der Kollektor auch stagnieren ( viel Regen )

Blödsinnig wäre es im Vorwege irgendwelche Maßnahmen zu treffen, welche den Kollektor schönen ohne "dass er am Ende ist"

Dafür ist später immer noch Zeit....

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 15.01.2021 19:25:43
1
3088811
Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
Hallo Michael,
die Nibe regelt nach meiner Kenntnis hier automatisch auf 4° Spreizung aus,
Die Energiemenge jene hier die WP aus der Quelle entzieht ist bei 5°, 4° oder 3° Spreizung identisch, es wird nur weniger Pumpenstrom benötigt. Bei größerer Spreizung entziehe ich etwas mehr[...]


Die Energiemenge ist natürlich identisch. Mein Gedanke war eher das man den Kollektor dann gleichmäßig in den latenten Bereich zieht. Die spreizung kann man bei der Nibe einstellen, genauso wie eine feste Pumpenleistung wenn man will.

Aber Peter hat schon eine Antwort gegeben und hat aufgeklärt. Ich hatte halt gedacht bis zum latenten Bereich minimal schlechter cop und im latenten Bereich sehr lange nutzbar ohne das ein paar Meter absacken.
Habe aber selber ja leider keine Erdwärme und daher auch keine praktischen Erfahrungen damit.

Verfasser:
cacer
Zeit: 15.01.2021 19:55:48
0
3088846
du startest mit unbelastetem erdreich. da ist noch keine wärme raus und wird am anfang mehr liefern wie ein kollektor, der schon 3 monate belastet wurde.
wenn normal ausgelegt wurde und nicht spitz auf knopf, wirst du die minus 5 am eingang niemals erreichen.

ibn kannst du selber, da gibts bei nibe ein protokoll für.
wenn der heizi dir beiseite steht ist das kein problem.

bei mir gabs garkeine ibn. der heizi hat mich allein gelassen und ich hab nur versucht streng nach protokoll vorzugehen.
los gings im februar 19 (aber ohne estrich) bei fast 8C sole ein.

hab ein auge auf die soletemp und gib sie hier durch. das klappt ohne probleme.

Verfasser:
SebDob
Zeit: 15.01.2021 20:08:37
0
3088854
Bei mir hat der Estrichleger vorgegeben... Der steht schlussendlich auch für seine Arbeit gerade.

Aktuelle Forenbeiträge
reglerprofi schrieb: Eindeutig JA! Das Objekt/Haus verliert die Wärmeenergie und nicht die "VL-Temperatur der Heizung". Für eine ausgeglichene Energiebilanz, also Wärmeverluste durch Wärmeerzeugung und -verteilung ausgleichen...
HFrik schrieb: nun, das mit dem Überdimensionieren ist halt wie mit jeder Daumenregel: will man es ganz gut machen muss man die Grenzen kennen. An dem Gebäude an dem ich gerade persönlich herumbaue habe ich recht viel...
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Nibe S1255-6 PC + RGK: Inbetriebnahme, Estrich aufheizen & Bedenken
Verfasser:
SebDob
Zeit: 15.01.2021 20:08:37
0
3088854
Bei mir hat der Estrichleger vorgegeben... Der steht schlussendlich auch für seine Arbeit gerade.
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