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Foren
Umfassende Beratung zur Heizungssanierung
Verfasser:
Bacchus
Zeit: 21.11.2020 10:51:14
0
3046765
Liebe Haustechnik-Experten,

ich bräuchte Eure Expertise bei der Sanierung unserer Heizung. Wir haben ein Haus Baujahr 2003 erworben und hat 179 m² (+ 20 m²). Durch den Bau unserer PV – Anlage (22,45 kWp), der BAFA – Förderung und dem gleichzeitigen Rumzicken der noch bestehenden Ölheizung, hat sich der Austausch ebendieser mit einer Wärmepumpe geradezu aufgedrängt.

Wir haben ins (fast) jeden Raum eine Fußbodenheizung mit Einzelraumthermostaten. Das Haus hat 2 Stockwerke, keinen Keller. Im Erdgeschoss befindet sich eine Garage mit begehbaren Haustechnikraum. Dort soll der Warmwasserspeicher rein. Das Außengerät der Wärmepumpe kommt passend dazu an die Außenwand des Technikraumes.

Im 1. Stock gibt es einen circa 20 m² großen Raum, der von den Vorbesitzern als Speicherraum benutzt wurde und nicht ausgebaut war. Dementsprechend findet sich hier noch keine Fußbodenheizung. Diesen habe ich jetzt wohnlich gemacht und soll auch bald beheizt werden, daher die (+ 20 m²) oben.

Die Heizlastberechnung liegt mir leider nicht raumweise vor. Ich habe nur eine Heizlast für den gesamten Wohnbereich mit 20.304 kWh Heizung + 7.325 kWh Brauchwasser, gerechnet mit 55° Vorlauf und 45 ° Rücklauf, gefunden.

Als Angebot habe ich eine Vaillant VWL 125/6 arotherm plus mit uniTower, Anlagethermostat und Heizungsregler VRC + Erweiterungsmodul VR70 vorliegen. Der 20 m² - Raum soll durch einen Cosmo E2 – Heizkörper beheizt werden, der auch an die neue Heizung angeschlossen wird.

Der Brauchwasserspeicher soll 185 Liter betragen.

Im Angebot sind auch 11 smarte Thermostate enthalten. Auf diese würde ich aber nach allem, was ich im Forum gelesen habe, verzichten. Ich würde die Stellmotoren mit der neuen Heizung dann vom Netz nehmen und nach einem hydraulischen Abgleich + Heizkurve + Zeitschaltregelung steuern.

Folgende Fragen habe ich:

Sind die Heizung und der Brauchwasserspeicher (für 3 bis 4 Personen) richtig ausgelegt?
In welchen Räumen empfiehlt sich überhaupt ein Einzelraumthermostat?
Kann man die Arotherm plus irgendwie in ein SmartHome einbinden, so dass ich die Heizkurve etc. bequem per App ändern kann? Es gibt da von Vaillant eine Lösung. Diese kann man aber meines Wissens nicht in Apple Homekit integrieren.
Ist die Beheizung des 20 m² - Raumes mit einem Heizkörper ausreichend? Macht es eventuell Sinn, dort eine Fußbodenheizung zu verlegen? Welche Möglichkeiten seht Ihr da?

Danke fürs Durchlesen und Eure Expertise!

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 21.11.2020 11:31:35
1
3046802
Hi,

der Wärmebedarf ( 20.000kwh + 7000kwh) ist nicht die Heizlast. Allerdings kann man daraus grob die Heizlast ermitteln. 27000kwh sind grob über den Daumen gepeilt 9-10kw Heizlast. Ist das der Reale Verbrauch der letzen Jahre?

Erscheint mir nämlich relativ viel.

Benötigt ihr wirklich 55° VL Temperatur? Das wäre für eine WP sehr viel, technisch vielleicht möglich aber sehr unwirtschaftlich.

Diesen Winter hättest du noch die Möglichkeit das auszuprobieren. Also alle Stellmotoren von den Verteilern entfernen und mal zu testen welche Vorlauftemperaturen wirklich benötigt werden wenn ihr 24/7 gleichmäßig durchheizt.

Einzelraumregler machen in keinen Raum Sinn.

In dem alten Speicherraum solltet ihr daher auch besser FBH oder alternativ Wand und/oder Deckenheizung einbringen wenn irgendwie möglich.

Gibt es Energetische Schwachstellen die man mit einfachen mitteln verbessern könnte? Wie ist z.b. die Garage zu den Wohnräumen gedämmt?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 21.11.2020 11:38:24
1
3046810
Die xxx kWh sind keine Heizlast sondern der Jahres Energie bedarf!!

Die Heizlast wird bei 6 bis 7 kW liegen

Wieviel Öl wurd denn bisher im Jahr verbraucht?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.11.2020 11:52:21
1
3046819
Anstatt dem Cosmo E2 sollte eine Wandheizung installiert werden!

Ich konnte bisher leider noch keine Leistungsdiagramme bzgl. der Modulationsfähigkeit finden können, würde aber sagen, der ausgewählte Monoblockmaschinentyp könnte bei den Gegebenheiten von der Verdichterleistungsfähigkeit fast etwas zu üppig sein.

Auf jeden Fall solltet ihr die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen so optimal wie möglich für's effiziente und materialschonende Wärmepumpen nutzen! Dazu möglichst alle Einzelheizkreisen konsequent 24/7 ohne Einzelraumregelung betreiben, um mit geringstmöglichem mittlerem Heizwassertemperaturniveau fahren zu können.!

Unser im Bereich Norm-Außentemperatur -14°C freistehend gebautes Einfamilienhaus ist etwa 3 Jahre älter. Es sind für ungefähr 250 qm beheizte Fläche maximal etwa 7 kW Heizleistungsbedarf an mehreren zusammenhängenden kältesten Tagen gegeben. Per Wärmemengenzählern ist in den Jahren 2016 bis 2019 ein thermischer Energiebedarf zwischen 17.184 und 18.744 kWh pro Jahr ermittelt worden.

Bei uns sind leider nur rund 110 qm Fußbodenheizungsflächen vorhandenen und daher sind einige Räume ausschließlich mit "normalen" Heizkörpern auf Temperatur zu halten.

Trotzdem funktioniert es, dass maximal +35,xC° Vorlauftemperatur gefahren wird, um die gewünschte thermische Behaglichkeit in den einzelnen Räumen halten zu können.

Verfasser:
sukram
Zeit: 21.11.2020 12:11:32
2
3046837
Zitat von Bacchus Beitrag anzeigen
Die Heizlastberechnung liegt mir leider nicht raumweise vor. Ich habe nur eine Heizlast für den gesamten Wohnbereich mit 20.304 kWh Heizung + 7.325 kWh Brauchwasser, gerechnet mit 55° Vorlauf und 45 ° Rücklauf, gefunden.[...]



Woher stammen die Zahlen? Wäre katastrophal.

Mein 47jähriger Kessel verbrennt solo 26.000 kWh im 3-Jahresschnitt, und die Bausubstanz ist tls. weitere ~170j älter... allerdings wärmste Ecke Germaniens.

Verfasser:
Bacchus
Zeit: 22.11.2020 14:00:32
0
3047541
Ich habe einen schönen Zettel, vermutlich noch vom Architekten, der nicht die Heizlast, sondern die Endenergie berechnet hat. Ich habe mal die anderen Daten in den Trenchplanner eingegeben und damit die Heizlast schätzen lassen.

( https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=u5DxfVOruQudNQb7crsN )

Ich komme mit Warmwasser + Lüftung auf 10698 kWh pro Jahr. Bis jetzt wurden ~ 3500 Liter Öl verbraucht. Allerdings hat in dem Zeitraum die Wärmepumpe auch durchgeballert (Warmasser war noch auf 70°C gestellt, Vorlauf auf 55 °C). Ich habe jetzt einen Vorlauf von 45° eingestellt und Warmwasser auf 50 °C gemacht und es geht wunderbar. Vermutlich würde sogar weniger gehen.

Wir haben noch einen neuen Speckstein - Ofen für das Wohnzimmer + Küche, der die Heizung ein gutes Stück entlasten kann.

Ich habe kurz mit dem Gedanken eines Ringgrabenkollektors gespielt. Aber ich komme nicht auf die geforderten ~ 11000 kWh. :( Hat wer ne Idee? Wie viel effizienter ist ein Ringgrabenkollektor im Vergleich zu einer LWWP?

Also prinzipiell wäre eine Fußbodenheizung besser in dem 20 m² - Raum). Was haltet ihr von einer Dünnschicht - Fußbodenheizung und kennt jemand ein gutes System, das man ggf. sogar in Eigenregie einbauen könnte?

Ich muss allerdings sagen, dass der Raum trotz fehlender Heizung bis jetzt gar nicht wirklich kalt war. Darunter befinden sich nämlich die gut beheizten Wohnbereiche.

Verfasser:
Bacchus
Zeit: 22.11.2020 17:03:42
0
3047670
Oha. Gerade mal im Geoportal NRW nachgeschaut. Da wir lehmigen Schluffboden haben, wäre meine jetzige Ringgrabenkollektor-Planung sogar überdimensioniert. o.O

Könnte jemand von Euch da drübergucken, ob ich groben Unfug bei der Planung gemacht habe? Wenn nein, würde ich auf Erdwärme umschwenken!

Verfasser:
jogi54
Zeit: 23.11.2020 21:22:07
1
3049550
Zitat von Bacchus Beitrag anzeigen
Oha. Gerade mal im Geoportal NRW nachgeschaut. Da wir lehmigen Schluffboden haben, wäre meine jetzige Ringgrabenkollektor-Planung sogar überdimensioniert. o.O

Könnte jemand von Euch da drübergucken, ob ich groben Unfug bei der Planung gemacht habe? Wenn nein, würde ich auf Erdwärme[...]


Du hast einen senkrechten Slinky geplant - das geht nur gut, wenn der Boden bis -2,5m auch bindig ist und keine Sandschichten hat. Sonst wird es schwierig, einen so schmalen und tiefen Graben zu baggern.
Ich habe einen solchen senkrechten Slinky im September bei mir gemacht, aber mich nur deshalb dran gewagt, weil ich wusste, dass mein Boden bis unten sehr bindig ist. Ich hatte ein paar Jahre vorher meinen Keller abschnittsweise bis zum Fundamentfuß freigelegt und mit 28cm Foamglas isoliert.

~150m Grabenlänge erscheint mir für 3 x 40mm x 300m viel zu lang. Da sind in der Liste ja nur selten Slinkys

Ich habe für 3,8kW max. Heizleistung gerade mal ~40m Grabenlänge + ~10m An-/Verbindungsstücke und darin 1 x 32mm x 300m verbuddelt.

Meine Nibe S1155-6 PC läuft seit 9.10.2020 abends und hat bis heute Abend 910kWh Hz und 182kWh WW bedient und 199kWh Strom verbraucht (AZ 5,5).

Wirklich Ahnung vom Ringgrabenkollektor habe jedoch andere...

LG jogi

Verfasser:
Bacchus
Zeit: 24.11.2020 08:12:56
1
3049731
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von Bacchus Beitrag anzeigen
[...]


Du hast einen senkrechten Slinky geplant - das geht nur gut, wenn der Boden bis -2,5m auch bindig ist und keine Sandschichten hat. Sonst wird es schwierig, einen so schmalen und tiefen Graben zu baggern.[...]


Gibt es eine maximale Länge für Slinkys? Oder muss ich dann einfach dickere Rohre nehmen?

Die Sandschichten kann ich abklären. Schwiegervater wohnt nebenan und hat auch eine Erdwärmepumpe mit Kollektoren (vor 13 Jahren) eingebaut. ;)

Verfasser:
HFrik
Zeit: 24.11.2020 09:51:02
1
3049791
Nun, die Länge ist dadurch limitiert dass man eigentlich eine turbulente Strömung für einen guten Wärmeübergang Rohrwandung-Sole haben will. Mit den modulierenden Wärmepumpen relativiert sich das aber.
Da aber ein dickeres Rohr auf der Baustelle kaum mehr handhabbar wird, würde man dann, wenn langer gerader Graben möglich ist, eine gerade Verlegung der Slinky-Verlegung vorziehen, weil man dann mit gleichem Rohr noch mehr Boden erschließt. D.h. die 300m DN32 passen hydraulisch zur WP und können auf der Baustelle noch bewegt werden, 300m DN 40 auch noch, schau mal in die anderen Threads ob mein Gedächtnis die Längen richtig ausgespuckt hat, von Crink gibt es da einen FAQ-Thread zum Ringgrabenkollektor. (Ich bin hier auch nur der Lückenfüller, nicht der Ringgrabenexperte :-) )

Verfasser:
jogi54
Zeit: 24.11.2020 16:18:26
1
3050048
Zitat von Bacchus Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]


Gibt es eine maximale Länge für Slinkys? Oder muss ich dann einfach dickere Rohre nehmen?

Die Sandschichten kann ich abklären. Schwiegervater wohnt nebenan und hat auch eine Erdwärmepumpe mit Kollektoren (vor 13 Jahren) eingebaut. ;)


Zunächst will ich dir mal links zum Thema aus diesem Forum empfehlen (Dyarne ist wohl einer derjenigen, die den Ringgrabenkollektor erfunden haben und in Österreich und auch Deutschland befördern):

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/207602/Ringgrabenkollektor-fuer-Anfaenger
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/200110/Ringgrabenkollektor-Grenze-der-Moeglichkeiten
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/186030/Ringgrabenkollektor-Zukunft-der-Erdwaerme

gibt noch mehr threads, aber da erfährst du das Wichtigste, samt Bildern.
------------
Mein Slinky ist wohl die untere Grenze 1 x 32mm x 300m, der Druckverlust ist jedoch relativ hoch, was den COP verschlechtert. Verringern kann man den Druckverlust durch Parallelschaltung von 2 oder 3 Rohren (0,5 bzw. 0,33 facher Druckverlust) oder durch die Vergrößerung des Querschnitts von 32mm auf 40mm.

Die maximale Länge, von der ich gelesen habe, war 400m allerdings mit 40mm Durchmesser, damit der Druckverlust nicht zu groß wird.

Die Ringgrabenkollektoren versuchen, die Energie aus einer Fläche zu generieren - so, wie du deine Schleifen da geplant hast (viel zu wenig Schleifen auf die Länge), wird die Fläche garnicht genutzt.

LG jogi

Verfasser:
Bacchus
Zeit: 25.11.2020 11:12:23
0
3050490
Also sollten 3x40 bei 175 Meter Schlauchlänge doch ausreichend sein, oder? Oder wäre 4x30 besser? Wie meinst du das mit den Schleifen? Den Verlauf mehr mäanderförmig auslegen?

Laut Schwiegervater sind hier mindestens bis zu seinem Kellerfundament Lehm. Danach kommt Kies. Bei ihm gab es aber keine Probleme, dort die Gräben zu buddeln. (er hat wohlgemerkt Flächenkollektoren).

Danke für die LInks! Ich lese mich mal durch!

Aktueller Entwurf:

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=B8EkNTgd2vZrn5cbVSEw

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