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BAFA-Förderung für Gas-Hybrid bei bestehender STA?!
Verfasser:
StephanBuck
Zeit: 30.06.2020 21:09:59
0
2981355
Hallo,

der Einbau einer neuen Gasheizung kann im Gebäudebestand bei bestehender STA als "Gas-Hybrid-Heizung" gefördert werden.

In den Vorausetzungen heißt es:

"...Bei Solarthermie als regenerativen Wärmeerzeuger, muss die Solarthermieanlage (zur Raumheizungsunterstützung) förderfähig nach diesen Richtlinien [Anm.: =jenen der BAFA] sein...."

In den Voraussetzungen für STA heißt es:

"...Solarthermieanlagen im Gebäudebestand
Mindest-Bruttokollektorfläche für Anlagen zur Raumheizung oder Kälteerzeugung:
Flachkollektoren: 9 m2
...
Solarthermieanlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung müssen mindestens 3 m2 Bruttokollektorfläche und 200 Liter Pufferspeichervolumen aufweisen...."

Wenn eine bestehende STA nun ausschließlich zur WW-Bereitung dient, ist dann eine Gas-Hybrid-Heizung förderfähig oder nicht? Ich habe Zweifel, bzw. bin mir nicht ganz sicher wie der Klammer-Ausdruck "(zur Raumheizungsunterstützung)" in den Voraussetzungen für Gas-Hybrid-Heizungen zu lesen ist.

Danke und Gruß, Stephan

Verfasser:
Regelungsfuzzi
Zeit: 01.07.2020 07:57:50
0
2981436
"Hybrid" heißt doch "zwei Wärmequellen", demnach ist deine Heizenergieerzeugungsanlage ohne solare Heizungsunterstützung nicht hybrid und somit nicht förderfähig.

Genaue Auskunft wird dir die Bafa aber gerne telefonisch geben.

Verfasser:
StephanBuck
Zeit: 01.07.2020 17:00:40
0
2981681
Hallo,

das klingt logisch!
Es ist ja auch eine STA vorhanden. Eben nur zur WW-Bereitung, aber damit auch zur Heizungsunterstützung.
Ich verstehe nur nicht, dass es einmal heißt, man benötige mind. 9qm Flachkollektoren für Raumheizung und an anderer Stelle genügt offenbar ein System zur ausschließlichen WW-Bereitung mit mind. 3qm Fläche + 200 Liter Pufferspeicher!?

Gruß

Verfasser:
fiete
Zeit: 01.07.2020 17:36:22
0
2981698
STA mit Heizungsunterstützung macht nur mit größerer Kollektorfläche Sinn; deswegen die Rahmenbedingungen vom BAFA.

"Eben nur zur WW-Bereitung, aber damit auch zur Heizungsunterstützung."

Entweder NUR zur WW-Bereitung oder zur WW-Bereitung UND mit Heizungsunterstützung. Aber vielleicht kannst du mal Details zu deiner Anlage posten? Dass nachvollzogen werden kann, was vorhanden bzw. möglich ist.

Verfasser:
wplan
Zeit: 01.07.2020 20:26:42
0
2981799
Zitat von StephanBuck Beitrag anzeigen
Hallo,

das klingt logisch!
Es ist ja auch eine STA vorhanden. Eben nur zur WW-Bereitung, aber damit auch zur Heizungsunterstützung.
Ich verstehe nur nicht, dass es einmal heißt, man benötige mind. 9qm Flachkollektoren für Raumheizung und an anderer Stelle genügt offenbar[...]


Vielleicht sollten Sie die Förderung der Solaranlage von der Förderung für eine Gas-Hybrid Anlage unterscheiden, dann wird etwas klarer:

1. Förderung Solaranlage im Bestand. Hier werden Solaranlagen ab 3qm Kollektorfläche gefördert (Heizungsunterstützt mind. 9qm). Es werden aber auch nur die Kosten der Solaranlage mit 30% gefördert.

2. Förderung Gas-Hybrid im Bestand. Also z.B. Gasheizung mit einer Solaranlage. Hier als Bedingung wäre: der 2.Wärmeerzeuger mit regenerativer Energie muss mindestens 25% des Wärmebedarfs abdecken. Beide Wärmeerzeuger müssen eine gemeinsame Steuerung besitzen, so viel ich weiß.

Also wenn wenn Ihre Solaranlage 25% des Wärmebedarfs abdeckt, kann die Gasanlage jetzt zusätzlich gefördert werden. Pro qm Bruttokollektorfläche können Sie 635 Watt annehmen. Ihre bestehende Solaranlage muss natürlich die BAFA Richtlinien erfüllen.

Auszug BAFA:
"Der regenerative Wärmeerzeuger (Solarthermieanlage, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage) darf bereits vorhanden sein oder muss mit der Gas-Brennwertanlage installiert werden"

Verfasser:
StephanBuck
Zeit: 01.07.2020 21:05:39
0
2981812
Hallo,

dann mache ichs mal konkret ;)
Aktuell:
- Ölheizung (die ggf. durch eine Gasheizung ersetzt werden soll)
- Daten zur STA:
- 3 Flachkollektoren: Weishaupt WTS-F1 K1
- Bruttokollektorfläche: 7,74m²
- Aperturfläche: 6,96m²
- STA dient ausschließlich zur WW-Bereitung

Die Bedingung zur Förderung einer Gas-Hybrid lautet hier, dass die STA einen Anteil von mind. 25% bezogen auf die "Heizlast" des Hauses hat. Bei 6,96m² x 635W/m² entspräche das 4,42kW. Die Heizlast des Hauses schätze ich mit 15kW, d.h. 29% > 25%. Diese Bedingung hätte ich also erfüllt, oder rechne ich was falsch?

Allerdings muss eben die bestehende STA für sich bereits förderefähig sein, damit die Gas-Hybrid förderfähig ist.

Also bei STA nachschauen:
Fakt ist: Es sind weniger als 9m²! Allerdings ist es eben auch keine STA für Raumheizung...
Die 3m² bzw. 200Liter Pufferspeicher, wie es bei den STA ausschließlich zur WW-Unterstützung steht, sind natürlich kein Problem!

Mich stört der Satz bei den Bedingungen für die Gas-Hybrid, wonach die "Solarthermieanlage (zur Raumheizungsunterstützung)" förderfähig sein muss.

Wäre nun eine Gas-Hybridheizung mit meiner STA förderfähig oder nicht?

Danke und Gruß,
Stephan

Verfasser:
wplan
Zeit: 01.07.2020 22:01:39
0
2981831
Oben haben Sie geschrieben, dass es eine WW-Solaranlage ist und damit auch zur Heizungsunterstützung?

Gegenfrage: kann Ihre Solaranlage ausschließlich zur WW-Bereitung die 25% des Wärmebedarfs für die Heizung abdecken und wie wollen Sie es nachweisen?

Ansonsten steht doch ganz klar unter Voraussetzungen für eine Gas-Hybrid Heizung: die Solarthermieanlage zur Raumheizungsunterstützung wäre förderfähig.

Verfasser:
fiete
Zeit: 02.07.2020 10:06:46
1
2981968
Zitat von StephanBuck Beitrag anzeigen
Wäre nun eine Gas-Hybridheizung mit meiner STA förderfähig oder nicht?

So wie du deine STA beschrieben hast: klares Nein. Zum einen ist die vorhandene Kollektorfläche zu klein (neben dem genannten 25% Mindestsbeitrag zur Heizlast des Hauses ist die vom BAFA geforderte Mindestgröße eine Grundvoraussetzung) und zum anderen fehlt die Heizungsunterstützung (isolierte WW-Erzeugung zählt nicht).

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