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Foren
RGK in 89257 für ca. 10kW und 880qm Grundstück - Meinung und Tipps
Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 29.04.2020 06:39:48
0
2954345
Hallo Community,

wie bereits so oft geschrieben - ein großes Lob an dieses sehr Informative Forum und seinen Mitgliedern!

Zu uns: Junge Familie mit 1 Kind und voll unterkellertem Bungalow BJ 1978.
Es steht eine energetische Sanierung zum KfW70 Haus an. Keller wird freigelegt, Garage abgerissen, Geschossdecke, Außenwände und Kellerboden gedämmt, neue 3fach-Fenster und evtl. eine zentrale KWL verbaut.
Dank euch bin ich mit dem RGK am liebäugeln und habe hierzu auch schon mit einigen Heizungsbauern gesprochen. Leider sind die Meinungen dort so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

Informationen zum Bau:

- PLZ: 89257 Illertissen / Au
- Bungalow mit Garage mit Einliegerwohnung im Keller, Massiv, Kaltdach
- Geplant ein KfW70 Haus
- 880m2 Grundstücksfläche (Eckhaus zur Straße)
- evtl. neue Zentrale Lüftungsanlage
- neue Fußbodenheizung
- Wohnfläche ca. 146m^2 je Geschoss
- 3 Hausbewohner
- Gebäudetyp: freistehend
- Massivdecken
- 2 Vollgeschosse
- Heizungsraum im nordwestlichen Eck des Hauses

Trenchplanner Infos zum Projekt

Die Heizlast lasse ich durch unseren Energieberater berechnen sobald ich mich mit dem Heizungssystem festgelegt habe. Bisher meint er werden wir wohl um die 10kW benötigen.

Könntet ihr mir bei der Auslegung des Ringgrabenkollektors etwas unter die Arme greifen? Ich befürchte nämlich das uns die Grundstücksfläche nicht für die benötigte Heizlast ausreichen wird.

Beste Grüße

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 29.04.2020 07:11:55
0
2954352
Wie viel m2 hat denn das ganze Haus ?

Du wirst bestimmt noch viele Fragen bzgl. Dämmkonzept etc. bekommen, KFW70 ist nicht besonders ambitioniert. Ggfs könnte man nachdem man sich die geplanten Maßnahmen anschaut noch Materialien austauschen oder dicker ausführen.

Vermutlich ist aber die Schätzung zu hoch (lies ruhig mal die anderen WP Sanierungsdiskussionen hier, dann braucht der RGK noch weniger Platz. Denke das wird funktionieren.

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 29.04.2020 08:26:29
0
2954376
Das Haus hat eine Grundfläche von ca. 185 m2.

Zum KfW Standard kann ich nicht viel sagen, da ich als Bäcker nicht ganz abschätzen kann wie sich die Dämmwerte des Hauses entwickeln ;-) aber auf die konstruktive Diskussion freue ich mich.

Ist Zustand:
Wärmeschutz DIN 4108:

1. Umfassungswände
Material:
- Wabenziegel Hlz 1,2/150 0,30 m
- Innen + Außenputz 1,5 + 2 cm

2. Heizkörpernischen
Wabenziegel Hlz 1,2/150 0,30 m
Innen + Außenputz 1,5 + 2 cm

3. Betonteile in Außenwänden
Leichtbauplatten 0,010 m
Styropor 0,025 m
Beton Bn 150 0,265 m
Innen- u. Außenputz 0,035 m

4. Dachgeschoßdecke
Zementestrich 0,040 m
1 Lage Styropor 0,025 m
Betondecke 0,160 m
Putz 0,015 m

5. Kellerdecke
Estrich 0,040 m
Styroporplatten 0,035 m
Betondecke 0,160 m

Soll-Zustand:

Boden gegen Erdreich
U-Wert = 0,30
Keramik 1 cm
Zement-Estrich 6 cm
PUR/PIR 7 cm
Beton 16 cm

Wand gegen Erdreich
U-Wert = 0,27
Beton 30 cm
Polystyrol 12 cm

Wand gegen Außenluft
U-Wert = 0,27
Putzmörtel 1,5 cm
Hochlochziegel 30 cm
Putzmörtel 1,5 cm
Holzfaserdämmplatten 12 cm

Obere Geschossdecke (zum unbeheizten Dach)
U-Wert 0,19
Beton 16 cm
Holzfaserdämmplatten 20 cm

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.04.2020 10:13:32
0
2954428
Hi,

Du hast Werte in die Heizlastabschätzung eingetragen.
23 Grad durchschnittliche Raumtemperatur würe ich für übertrieben
halten, den sehr guten H,t Wert wirst Du wohl nicht erreichen?
Hüllfläche und Bruttovolumen stimmen?

Ich habe da mal Werte eingetragen, die mir passender erscheinen
und mal auf 10000 Watt Heizlast geplant, nur um zu zeigen, das das
ginge:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=dJQVUqn4nU5FOapg1taK

Zu den geplanten Massnahmen:

- Boden wird wohl nicht besser gehen, wegen Bauhöhe?
Alukaschiertes PUR/PIR verwenden.

- Wand gegen Erdreich, dickere Dämmung, würde ich sagen, min. 16 cm.
Praktisch nur Materialmehrkosten.

- Wand gegen Aussenluft, Dickere Dämmung, min. 16 cm, anderes
Dämmaterial, Neopor WLG032, das günstiger, als Holzfaser, sein
dürfte und auch besser dämmt.

- Oberste Geschoßdecke, Anderer Dämmstoff, evtl. auch Neopor und
evtl. dicker. Neopor ist wahrscheinlich auch günstiger.

Fenster?

Eine zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung würde die Heizlast
einiges drücken, würde ich aber für beide Wohnungen getrennt aufbauen,
wenn eine vermietet wird.

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 29.04.2020 11:45:45
0
2954490
Moin,

im Altbau ist ein Wendegraben wahrscheinlich besser realisierbar, da sonst die Aushubmengen nicht im Garten unterzubringen sind.

Die Realisierung liefe abschnittsweise vom Wendepunkt (Teilstück M) an in 1 und 2 m Tiefe mit 3 x 300 m 40er Rohr. Welche Heizlast damit genau abdeckbar ist müsste ich simulieren - 8-9 kW sollten machbar sein.

Besonders kostengünstig wäre das allerdings nicht:
- 3 x 300 m Rohr kosten inkl. Verteiler und Solekonzentrat mehr als 2500 EUR
- Für die 140 m Graben baggert ein professioneller Fahrer mit 5t-Bagger um die 30 Std, also 3000 EUR.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 29.04.2020 14:15:25
0
2954587
Danke für die Bearbeitung des RGK. Die Aushubmenge hat ich mir auch schon Kopfzerbrechen bereitet. Unter Zuhilfenahme aller befreundeter Kontakte bin ich hier noch auf keine rentable Lösung gekommen.

Ich möchte den zukünftigen Rückbau und die Ökologie nicht ganz außer acht lassen. Deshalb würde ich dort wo es sich vermeiden lässt gerne auf ökologische Dämm bzw. Baustoffe setzen. Vielleicht kann ich mit meinem Ökobaustoffhändler noch weitere Ideen für eine größere Reduktion des Energieverbrauchs ausarbeiten.

Da das Illertal in welchem sich unser Haus befindet allerdings sehr Bohrfreundlich und anscheinend auch langzeitgeeignet scheint - muss ich wirklich hart mit mir kämpfen einer Brunnenbohrung mit allem drum und dran für 2000€ nicht den Vorzug zu geben.

Wie schätzt ihr die Gegenüberstellung Kosten/Nutzen des RGK/Brunnenbohrung in meinem Fall ein?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.04.2020 14:28:06
2
2954596
Wenn eine Warmwasserwärmepumpe möglich ist, würde ich ihr wegen
der wesentlich geringeren Verwüstungen den Vorzug geben.
Wenn man für 2000,-- einen Förder- und Schluckbrunnen bekommt,
sowieso.

Ich persönlich bin ein Fan von Zellulosedämmflocken, wesentlich weniger
graue Energie, als Holzfaserdämmplatten.
Zusammen damit und mehr Dämmhöhe, könnte man sehr gute Dämmwerte
auf der obersten Geschoßdecke erreichen. Vielleicht muss auch nicht alles
begehbar sein.
https://daemmraum.de/produkte/bauteile/expander-mit-der-bodentasche.html

"Ökologische" Dämmstoffe tragen mir auf der Wand, bei guten Dämmwerten,
im Bestand eher zu viel auf. Mit guten Dämmwerten müßte da die Fenster-
einbauebene auf jeden Fall verlegt werden, damit es nicht zum
"Schießscharteneffekt" kommt.
Allerdings ist die Verlegung dämmtechnisch eh zu empfehlen.
https://www.glaswelt.de/aus-der-praxis/planung-der-einbaulage-optimierte-fenstermontage-der-daemmebene

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 29.04.2020 14:52:49
1
2954606
Moin,

wenn bei Dir in der Nachbarschaft schon gute Erfahrungen mit Wasser/Wasser-WP gemacht wurde, dann ist das die beste Lösung, speziell wenn das Grundwasser nur wenige Meter tief zu finden ist und eine Saugheber-Lösung umgesetzt werden kann, die nur wenig Pumpenstrom verbraucht. Wichtig ist halt, dass das Wasser geeignet ist und den Wärmetauscher langfristig schont.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
nicijan
Zeit: 29.04.2020 15:27:13
0
2954623
Zitat von PeterLustig Beitrag anzeigen
Da das Illertal in welchem sich unser Haus befindet allerdings sehr Bohrfreundlich und anscheinend auch langzeitgeeignet scheint - muss ich wirklich hart mit mir kämpfen einer Brunnenbohrung mit allem drum und dran für 2000€ nicht den Vorzug zu geben.


Das Wasser bei euch hat eine sehr hohe elektrische Leitfähigkeit,
>700 mikrosiemens, das kann langfristig zu hohen Instandhaltungskosten führen.
Hinzu kommt eine erforderliche Systemtrennung zwischen Grundwasser und Wärmepumpenkreis, woraus sich die Effizienz sichtlich verschlechtert. Durch die Systemtrennung erhöht sich der Wärmepumpenpreis um etwa 30%

Ich würde nicht aufs Geld schauen wegen des preiswerten Brunnen Angebotes sondern auf Langfristigkeit und da ist ein Kollektor im Vorteil. Einmal erschlossen hast du für mehrere Jahrzehnte deine Ruhe.
Auf deinem Grundstück kannst du selbst einen RGK erschließen. Wenn dir das mit dem Aushub oder überhaupt die Eigenleistung Sorge bereitet, frage bei einem Fachbetrieb an und lasse dir gewerbliche Kollektorkonzepte anbieten.

Da sind für weniger als 10.000 Euro auf deinem Grundstück ohne großen Aushub und Platzbedarf bis zu 16KW Wärmepumpenleistung möglich. Vater Staat fördert solche Vorhaben mit 35% und dadurch hat man vielseitige Optionen.

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 30.04.2020 16:08:50
0
2955155
Was meinst du mit gewerblichen Kollektorkonzepten? Energiezaun oder so?
Und welche Größenordnung hat die elektrische Leitfähigkeit des Wassers auf die Instandhaltungskosten? Mit was ist da ca. zu rechnen?

Verfasser:
crink
Zeit: 30.04.2020 16:27:15
3
2955166
Hallo Peter,

die "gewerblichen Kollektorkonzepte" sind die Kollektoren, die nicijan Dir schlüsselfertig anbieten möchte, was er aber aufgrund des Eigenwerbungsverbots hier im Forum nicht darf. Deshalb kommt der Hinweis von mir, da ich aufgrund haarsträubender Vorgeschichte definitiv nicht im Verdacht stehe, Werbung für nicijan machen zu wollen ;-)

Viele Grüße
crink

Verfasser:
nicijan
Zeit: 01.05.2020 09:54:19
1
2955429
Zitat von PeterLustig Beitrag anzeigen
Was meinst du mit gewerblichen Kollektorkonzepten? Energiezaun oder so?
Und welche Größenordnung hat die elektrische Leitfähigkeit des Wassers auf die Instandhaltungskosten? Mit was ist da ca. zu rechnen?


Mit gewerblichen Kollektorkonzepten sind Erschließungen gemeint, die mit erheblich weniger Platz zurechtkommen als andere Konzepte, da in die Tiefe erschlossen wird.
Beispiel

Auf dem abgebildeten Grundstück werden 8 Häuser mit 8 x 6 KW Nibe Wärmepumpen versorgt. Insgesamt sind da 50 KW Erschlossen worden auf einer Gesamtfläche mit 20 x 50m (1000m²). Das schafft aktuell kein anderes Kollektorsystem.

Eine Ausführung erfolgt normalerweise durch erfahrene Mitarbeiter, weil die Ansprüche gegenüber flächiger Freizeiterschließungen höher zu sehen sind. Im Forum gibt es dennoch einige Bauherren, die das Profisystem erfolgreich in Eigenregie ausgeführt haben.

Eine gewerbliche Ausführung gegenüber einer Eigenerschließung hat den Nachteil deutlich höherer Kosten.

Für eine Erschließung vom Profi spricht, durch den geringen Platzbedarf ergibt sich ein Mehrwert eines verbleibenden Grundstückes für zusätzliche Objekte wie Pool oder bsp. der Werterhalt bei Verkauf eines Bauplatzes...

Was Crink mit der haarsträubenden Vorgeschichte meint, sind meine regelmäßigen Einwendungen gegen bestimmte Erschließungsformen in Eigenregie wie die Nutzung einer Baugrube, oder zu knappe Abstände zu Kellerwänden und benachbarten Grundstücken oder bestimmte Herleitungsformeln zu Heizlasten und Kollektorleistungen im Trenchplaner. Diese Dinge sieht jemand der das jeden Tag ausführt und das Geld seiner Kunden verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzt, gelegentlich anders.

Zur Wasserqualität gibt es Branchenerfahrungen, das > 630 Mikrosiemens in einem absehbaren Zeitfenster (5 bis 8 Jahre) ein Wärmetauscher gewechselt werden muss. (ca. 3000 Euro)

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 10.05.2020 17:48:39
0
2959708
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Wenn eine Warmwasserwärmepumpe möglich ist, würde ich ihr wegen
der wesentlich geringeren Verwüstungen den Vorzug geben.
Wenn man für 2000,-- einen Förder- und Schluckbrunnen bekommt,
sowieso.

Ich persönlich bin ein Fan von Zellulosedämmflocken, wesentlich[...]



Diese Bodentaschen klingen sehr interessant, zumal unsere Bodenplatte im Keller einen Niveauunterschied von ca. 10 cm aufweist und mir der Aufbau mit Schüttung zum Ausgleich und dann die 7cm Alukasch. PUR Platten + 7cm Estrich eine Raumhöhe von 2,13 m übrig lässt. Aber diese von dir genannten Bodentaschen zielen wohl eher auf den Dachausbau aus oder nicht?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.05.2020 19:26:32
0
2959754
Könntest Du im Prinzip genauso auf einem Kellerboden einbauen,
nur Estrich geht darauf nicht, würde ich stark vermuten und Du
brauchst mehr Dämmhöhe mit Zelluloseflocken, als mit PUR,
um auf einen vergleichbaren Dämmwert zu kommen.
Ohne Estrichhöhe machbar.

Ein Dielenboden würde dazu passen.

Heizung vielleicht dann als eingeputzte Wandheizung?

Grüsse

winni

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 19.05.2020 11:20:02
0
2964132
Jetzt plagt mich aber auch etwas die erste Heizlasteinschätzung meines Energieberaters. Er meinte ich könnte mit 10 kW Heizlast rechnen. Um die zusammenhänge zw. Heizlast, RGK, Aushub, Verlegetiefe, Verlegebreite etc. genau zu planen hinterfrage ich gerade die geschätzten 10 kW.

Mit dem Wärmebedarf-Rechner von Ubakus.de komme ich auf eine max. Heizleistung von 6.81 kW. Diese sind aber ohne Brauchwasser wie ich meine.

Damit wäre für mich eine Nibe S1255 6 anstelle der S1255 12 möglich. Die 6er lässt sich anscheinend ja bis 7,5kW freischalten.

Kurze Infos zum Haus:
L-Bungalow
Grundfläche: 184,5qm
Dachneigung: 30°
Drempelhöhe: 0,25m
Gesamt-Fensterfläche: 40qm
NAT: -12,5°C
Höhe: 513m

Das sind die Werte welcher unser Energieberater als anzustreben sieht:


Querschnitt:


Flächen EG und eigentlich 1zu1 beheizter Keller:


Hier eine Geodaten Ansicht des Grundstücks:



Mein Favorit wäre nach wie vor der RGK nach Forumsmanier. Oben hatte mir bereits "winni 2" mit dem überarbeiten meines RGK sehr geholfen. Ich denke aber das die Heizlast verringert werden kann und ggf. dann auch die Auslegung des RGK.

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=SyMN1Pu1dlggCzYeZ5Hs

Wie sehr ihr die 10kW Heizlast in meinem Fall?

Grüße
PeterLustig

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.05.2020 12:29:54
2
2964156
Hallo,

in Firefox sehe ich da keine Daten/Bilder?

Was Energieberaterprogramme nebenher an Heizlast auswerfen,
ist öfters unbrauchbar.
Da würde ich eher Deiner Ubakus-Berechnung trauen.
Wären dann mit Warmwasser für 4 Personen ca. 7,3 kW Heizlast.

Graben könnte so aussehen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=Qw4gdcYBOfJvT4IDq6Hr

Grüsse

winni

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 29.05.2020 07:50:00
0
2968521
hier nun die Bilder wie oben beschrieben:

Werte seitens des Energieberaters:


Grundriss EG (entsprechen etwa auch dem beheizten Keller):



Querschnitt vom L-Bungalow auf das L-Ende:


Screenshot Grundstück vom Geoportal:


und hier die Flächenberechnung auf Basis der alten Pläne:

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 29.05.2020 08:32:02
0
2968531
Vielen Dank Winni für die Bearbeitung. Gefällt mir sehr gut.
Der RGK steht und fällt meiner Meinung nach gerade einfach mit der Heizlast des Hauses.
Ich bekomme diese Woche noch eine "Heizlastberechnung" von meinem Energieberater. Ich habe jedoch etwas misstrauen an die Qualität der Ausarbeitung und dementsprechend auch der Daten.
Wenn ich mich richtig eingelesen habe muss ich aber genau bei diesem Schritt genaue Daten haben um die Wärmepumpe entsprechend der Heizlast + WW zu dimensionieren, richtig?

In zwei Wochen kommt schon der Bagger für die Perimeterdämmung und Kellertrockenlegung. Den Hausanschluss könnte ich dann vorbereiten. Was haltet ihr von der "Ringraumdichtung" von Muggenhumer, sollte ich diese in ein HT100 Rohr ins haus verlegen oder besser Eigenbau mit PU-Schaum und HT?

Werde in diesem Atemzug die genaue Bodenbeschaffenheit mit der Fingerprobe und Fotos nachliefern.

Ich will den RGK sehr - habe allerdings Bange das er mit unseren Gegebenheiten nicht umzusetzen ist. Ich bleibe dran.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.05.2020 11:41:34
0
2968589
Hi,

Genaue Daten sind nie verkehrt, aber bei einer Sanierung bleibt
da eine gewisse Grauzone und das ist auch kein Problem,
denke ich.
Weil eine übliche Heizlastberechnung keine internen und solaren
Wärmegewinne berücksichtigt, bleibt da eh ein großer Spielraum
im gut gedämmten Haus.

Bei der Dämmung gibt es keine Änderungen?
Ich finde die U-Werte alle nicht besonders ambitioniert, ausser
Fenster-U-Wert, der okay ist.
Warum sollte man eine Sanierung schlechter, als einen Neubau
dämmen, wenn man die Bauteile eh angeht?
der Mehraufwand ist im wesentlichen etwas mehr Materialeinsatz.

Wenn es kein drückendes Wasser gibt, würde ich mir Ringraum-
dichtungen sparen und mit Dichtmitteln arbeiten.

Grüsse

winni

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 07.06.2020 22:50:14
0
2972911
hallo zusammen,
hallo winni,

die heizlastberechnung ist da, juhu.
meine erwartungen und laien-berechnungen haben sich erfüllt und laut DIN EN 12831 bräuchte ich eine norm heizlast 6840 W.

hier die heizlast ohne die einzelnen räume:
Heizlast

@winni:

du meintest weiter oben einmal ob die werte zur
- durchschn. Raumtemp.
- H,t Wert
- Hüllfläche
- Bruttovolumen
stimmen.

laut heizlastberechnung sollten folgende werte stimmen:
beheizte Wohneinheitsfläche 290,4 m2 // 23,6 W/m2
beheiztes Wohneinheitsvolumen 728,3 m3 // 9,4 W/m3
Wärmeübertragende Umfassungsfläche 740,0 m2
Spezifischer Transmissionswärmeverlust 0,25 W/(m2K)

wie komme ich auf die durchschn. raumtemperatur wenn ich so viele räume mit untersch. temperaturen habe?

die hüllfläche bzw. die "Wärmeübertragende Umfassungsfläche" haben sich zu deinen daten jedoch stark verändert.
wie kann ich nun die heizlast mit dem RGK überein bringen?

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 08.06.2020 20:35:04
0
2973246
Heute war der Bagger da um den Keller frei zu legen.
Im Garten haben wir dann mal 170cm tief ein Loch ausgehoben und ich konnte jetzt die Fingerprobe nach Wikipedia machen.
[img]https://
[/img]

Meiner Meinung nach haben wir in 150cm tiefe eine Art Lehm-Schluffe oder sogar Ton-Schluffe.
[img]https://
[/img]
[img]https://
[/img]

Bei 100cm in etwa gleich nur das vereinzelt größere Körner zu spüren sind.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.06.2020 23:47:05
1
2973304
Hallo Peter,

mit dem Gebäudevolumen komme ich noch nicht klar, scheint mir für
die Aussenflächen zu klein?
Vielleicht ist das das Nettovolumen, ohne Wände, Decken, Böden?

Ich hab da mal 1000 m3 angesetzt und dann kommen ca. 9000 Watt
Heizlast bei raus. Die Bilder sehe ich nicht aber mit "sandiger Lehm"
nach Deiner Beschreibung auf der sicheren Seite, denke ich.
Das würde dann so passen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=RflNgj7Wrk4gdpkL03hh

In einem ordentlich gedämmten Haus gibt es normal keine sehr
unterscheidlichen Raumtemperaturen. Da sind z.B. die nach DIN
angesetzten Flurtemperaturen 15 Grad völlig sinnfrei.
Ich denke, mit Durchschnitt 21 Grad ist man realistisch aufgestellt,
ausser man ist von Afrika nach Deutschland umgesiedelt. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
PeterLustig
Zeit: 15.08.2020 18:26:14
0
2998843
Hallo zusammen,

ich habe gerade nochmal einige Daten in der Heizlastabschätzung und im letzten Entwurf eingetragen und aktualisiert. Lieder komme ich mit den Fehlermeldungen nicht ganz klar.

Entwurf August

Es verlaufen z.B.
Strom, Telekom und Regenwasser jeweils über dem Kollektor und
Abwasser und Trinkwasser unterhalb des Kollektors.


Die Position der Strom und Telekom Leitungen sind genau bekannt und könnten vorsichtig freigelegt werden. Regenwasser kann ich nach dem verlegen des Kollektors zum Schacht führen und alle Leitungen die unterhalb liegen sollten doch keine Rolle spielen oder nicht?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.08.2020 19:03:35
0
2998855
Hi,

mit der kleineren Heizlast kann der Kollektor vereinfacht werden.
Fehlermeldungen Kabel kannst Du ignorieren, aus dem Bereich
Abwasser und Frischwasser solltest Du Dich mit Slinkys raus-
halten:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=zluWn6c8KP2VR5BcE8yW

Die reale Heizlast,nach internen und solaren Wärmegewinnen,
wird unter 7 kW liegen und so würden mit einer passenden
Wärmepumpe, z.B. die genannte S1155, auch 2-mal 32er Rohre
reichen, statt der von mir eingetragenen 2-mal 40er Rohre.

Grüsse

winni

Verfasser: derGerät
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RGK in 89257 für ca. 10kW und 880qm Grundstück - Meinung und Tipps
Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.08.2020 20:02:31
0
2998867
Rechne doch mal vor, wie sich das rechnet???

Wärmepumpe + Luftwärmetauscher + Graben soll billiger
sein, als Wärmepumpe + Graben?

Grüsse

winni
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