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Elco Ultron 22 - H-Rücklauf steigt bei Brauchwasser?
Verfasser:
Wissenwoller
Zeit: 21.10.2019 16:27:33
0
2842627
Hallo, Forum,
ich bin vor einiger Zeit unbeabsichtigt Hauseigentümer geworden, ein nettes vollunterkellertes EFH, Bj. 99.
Dort ist ein Ultron 22 mit Warmwasserspeicher verbaut, es gibt in fast jedem Raum Radiatoren (auch im Keller), im Hauptbad zusätzlich eine Fußbodenheizung.

Vor kurzem hat der Schornsteinfeger seinen Besuch gemacht, und das einzige was ihm aufgestoßen ist war, das lange keine Wartung mehr am Kessel gemacht wurde.
Nun denn, haben wir also den lokalen Heizungsfachmann bestellt, der das Ding mal 2 Stunden lang bearbeitet hat.
Außerdem ist das Haus im Einzugsgebiet der Gasumstellung, so das der "Erheber" da war und auch diverse Messungen usw. vorgenommen hat.
Leider war ich jeweils nicht da, nur meine Frau, aber die hat sich die Zeit vertrieben und nicht gesehen was die Herren da gebastelt haben.

Jedenfalls ist der Kessel danach ab und an, zuletzt ständig mit F25 oder F27 ausgestiegen, was dem Internet nach Ionisationsprobleme sind. (Eine Anleitung ist im Laufe der Dekaden wohl verlorengegangen...)
Da ich Elektroniker bin, hab ich kurzerhand mal die Steckbrücke gezogen und mein Messgerät reingestöpselt, auch diesen Trick hat mir Google verraten. (An Strom trau ich mich ran, Wasser mit Vorbehalt, Gas auf keinen Fall. Aber hier bin ich ja noch im Strombereich... :) )
Ich komme je nach Modulation und Temperatur auf 2-6µA, keine Ahnung was normal ist, aber jedenfalls kommt der Fehler auch, wenn 5µA schon länger anliegen und *plopp* startet die Kiste neu.
Hier im Forum hab ich den Tipp gefunden, das 2 X2-Kondensatoren defekt sein könnten, also flugs ausgebaut und nachgemessen: 65nF ist mir zu weit weg.
Da ich passende hatte, war das Problem schnell gelöst und die Kiste läuft wieder.
Von daher vielen Dank für den Tipp, der Fachmann wusste nur noch das Steuergerät zu tauschen. Gegen eins von ebay, das sei am billigsten. :(

Nun zum Problem:
Mir sind bei der Beobachtung der Reparatur und Fehlerdiagnose ein paar Dinge aufgefallen, und da ich den Kessel nicht kenne, möchte ich hier um Hilfe bitten.
Zum Aufbau noch:
Der Kessel hat eine Pumpe im Vorlauf, die Heizrohre verschwinden dann direkt in der Decke, der dabenstehende Brauchwasserbehälter hat eine Rücklaufpumpe, die an T-Stücken direkt am Heizkessel abgenommen sind, noch unterhalb der Heizpumpe.
Weitere Ventile oder Mischer gibt es nicht.
Der Kamin ist ein Keramikkamin mit Plastikrohr drin, also "Raumluftunabhängig".
In irgendeiner Anleitung habe ich gefunden, das man auf der LED-Anzeige Ionisationsstrom usw. anzeigen kann. Die Zahl entspricht etwa den µA.
Außerdem habe ich knapp 160000 (hundertsechzigtausend!) Starts und knappe 8000 Betriebsstunden auf der Uhr. Ist das normal?

1.
Der Kessel braucht "sechsunddreißig Versuche" bis der Speicher voll ist. Er fängt an, die Pumpe pumpt, moduliert ein paar mal hoch und runter und fährt dann mit Vollgas in die 80° (LED-Anzeige). Dann über Status 8,0,1,2 direkt wieder bis auf 6, der Speicher macht bei jedem Versuch ein paar Grad gut, aber das kann doch nicht normal sein.
Fehler treten keine auf, nur das er eben etliche Male den Zyklus Warten, Starten, Brauchwasserladung, Nachlauf durchläuft, anstatt den Speicher mit wenig Leistung und langem Lauf vollzumachen.
Gibt es da Einstellungen oder Werte die ich kontrollieren kann?

2.
Während der Fehlersuche hatte ich die eine oder andere Abdeckung offen.
Mir ist dabei aufgefallen, das es manchmal etwas eigenartig aus dem inneren riecht.
Ich vermute das es Abgas ist das durch irgendeine Undichtigkeit austritt, ein säuerlich feucht-muffiger Geruch, keine trockene Hitze. Gas ist es ebenso nicht, das kenn ich.
Wenn die Abdeckungen offen sind, müffelt der Raum manchmal etwas.
Mit geschlossenen Deckeln ist die Verbrennung manchmal unruhig, das Gebläse scheint sich zu verschlucken, man riecht aber nichts. Aber wir hatten auch etwas unruhiges Wetter, evtl. gab es Windstöße.

3.
Wenn die Brauchwasserladung läuft, steigt in der Zeit das Thermometer am Rücklauf der Heizung an, die Temperatur liegt etwas unter der des Speichers.
Dabei pfeifts in den Rohren, wenn man den Absperrhahn der Pumpenbaugruppe sperrt, hört das auf.
Das Wasser will also lieber durch 50m Heizungsrohre und meist geschlossene Thermostatventile als durch den Wärmetauscher des Kessels...

Was kann ich machen oder kontrollieren, oder was muß ich dem Heizungsfachmann sagen?
Er scheint mir relativ planlos zu sein, nach dem Schornsteinfeger gibt es kaum noch Ultrons und der Monteur ist der Einäugige unter den Blinden.
Jedenfalls hatte er nachdem ich ihm vom F25/27 berichtet habe kurzerhand die beiden Temperaturfühler am Brennerblock getauscht. Hat natürlich das Problem nicht behoben... Rechnung habe ich noch nicht, das dauert bei ihm gerne mal 6 Wochen...

Danke für's Lesen dieses Romans, und schon im Voraus Danke für jeden Tipp.
Ich hab momentan andere Sorgen wie mich um eine neue Heizung kümmern zu können, und evtl. lautet das vernichtende Urteil der Gasumrüstung auch "gibt's nix mehr für, brauchen se neu".

Verfasser:
beerpid3
Zeit: 22.10.2019 13:25:42
0
2843036
Hallo,

erstmal Hut ab für die genaue Beschreibung der Problematik.
Sehr gut!

Zum 1. Punkt:

Die Hohen Startes in der Warmwasserbereitung, liegt wahrscheinlich daran das die Durchströmung im Speicherladekreis nicht passt.
Hier müssten Sie prüfen ob die Umwälzpumpe in Ordnung ist bzw. richtig läuft, wenn dort eine HE Pumpe verbaut ist muss diese auf eine feste Drehzahlstufe gestellt werden.

Zum 2. Punkt:

Bei dem Geruch könnte es wie Sie schon gesagt haben um Abgase handeln.
Hier könnte das interne Abgasrohr, die Abdichtung vom Wärmetauscher zur Kondensat Wanne oder der Deckel der Reinigungsöffnung defekt oder Undicht sein.
Dieses würde ich von einem Kundendienst Techniker z.B. direkt von elco prüfen lassen.
Was auch zu den Störungen F 25 / F 27 führen kann.

Zum 3. Punkt

In dem Fall der Fremdzirkulation sollten die Rückschlagklappen geprüft werden da diese eine solche Zirkulation verhindern sollen.

Ich würde Ihnen generell dazu raten einen Techniker von elco zu bestellen, Die Jungs kennen sich mit den Anlagen aus und bringen die Anlage schnell wieder auf Vordermann.

Ich hoffe das meine Tipps im Vorfeld etwas weiterhelfen konnten.

Mfg

Verfasser:
Reggae
Zeit: 22.10.2019 14:27:56
0
2843077
Zitat von Wissenwoller Beitrag anzeigen
Der Kessel braucht "sechsunddreißig Versuche" bis der Speicher voll ist. Er fängt an, die Pumpe pumpt, moduliert ein paar mal hoch und runter und fährt dann mit Vollgas in die 80°[...]


Das ist zu oft, auch bei schlechter Hydraulik.
Meine Vermutung - er ist verkalkt

Gruß Arne

Verfasser:
Wissenwoller
Zeit: 22.10.2019 15:39:31
0
2843140
Der Kessel ist in den beiden Tagen seit Erstellung der Frage morgens wieder mit F25 ausgestiegen, ein reset hilft den ganzen Tag... :(
Obwohl alle Deckel ab sind und das Fenster ein bissel gekippt.

@beerpid3
Danke für das Danke. :D
Ich dachte eine detaillierte Beschreibung hilft bei der Fehlersuche.
Zu den Pumpen:
Beide Kreise haben eine 3-Stufen-Pumpe von Grundfos, den genauen Typ kann ich nachsehen, wenn es hilft.
Die Pumpen laufen leicht und leise, die Stromaufnahme ist etwas weniger als auf dem Schild angegeben,
Der Strömungswächter im Kessel (in Reihe zum Gasdruckwächter geschaltet) kommt sofort wenn die an sind.
Beide Pumpen stehen auf 3.
Ob die Durchströmung passt kann ich nicht sagen.
Wie ist es mit der Programmierung? Der Speicher sollte 55 oder 60° haben, warum läuft der Brenner ab 65° auf volle Leistung hoch und schaltet dann ab? Der könnte doch auch runtermodulieren und etwas weitermachen... So wäre mein Verständnis einer Regelung.

Zum Geruch:
Dann musste da doch warme Luft rauskommen? Die Dichtung der Reinigungsöffnung ist zwar schon was mitgenommen, aber da müffelt es nicht. Der Übergang rund um den WT zur Bodenwanne ist auch unauffällig, riechen tut es m.E. hinten links, also da wo das Steigrohr ist. Spricht für internes Abgasrohr, oder?
Kann ich was tun? Man kommt da ja schlecht dran um was zu sehen.

Zur Fremdzirkulation:
Wo ist da eine Rückschlagklappe versteckt?
Ernst, ich kann nichts sehen, auf der rechten Seite ist die Pumpe, auf der linken Seite der Baugruppe anstatt der Pumpe ein gleich langes Rohr.
Ist da was getarntes drin?

Wegen des WKD:
Wie komm ich da dran, und wo liegen da die Kosten?
Der Schorni hat uns empfohlen, den jetzigen Fachmann zu behalten, auch wenn der etwas schlunzig ist, weil er eben der einzige ist der sich noch auskennt.
Ich hab keinen Vertrag oder so, der WKD ist doch sicher sauteuer?

@Reggae
Wer ist verkalkt?
Der WT im Brenner? Soweit ich gelesen habe ist das das Todesurteil für der Gerät?
Bitte genauer ausführen...
Es steht hier ernst im Raum ob man noch eine Zeit damit lebt und dann eh tauschen muss wg. der Gasumstellung, oder ob das reparabel ist (und sich lohnt).

Verfasser:
Reggae
Zeit: 23.10.2019 07:49:56
1
2843440
Wenn der Wärmetauscher im Speicher verkalkt ist,
findet nur eine geringe Übertragung statt.
Meine Vermutung ☺

Verfasser:
beerpid3
Zeit: 23.10.2019 13:37:15
1
2843575
Hallo

Zum Geruch am Abgasanschluss hinten links im Gerät, hier scheint entweder das Abgasrohr oder die Dichtung einen schaden zu haben.

Die Rückschlagklappen sind entweder mit in den Absperrschiebern (ein Bauteil) oder separat in den Rohleitung eingebaut.

Die Nummer um einen Techniker von elco zu bestellen wäre die 07471 / 187 187, dort können auch die Kosten erfragt werden.
Ich würde diesen Kundendienst auf jeden fall an die Anlagen bestellen, da sich die Jungs echt auskennen mit den Geräten und ihnen schnell helfen können.

Verfasser:
Wissenwoller
Zeit: 27.10.2019 21:57:48
0
2845564
Schlechte Neuigkeiten. :(

F 71, Reset hilft ein paar Starts/Stunden.
Steht nicht in der Anleitung.
Hat jemand eine, die mir sagt was das ist?

Es gibt hier einen uralten Post im Forum, Antwort nur "wegschmeißen".

Verfasser:
Wissenwoller
Zeit: 28.10.2019 06:09:27
0
2845609
Update:
heute morgen F71 nicht mehr resetbar.
Maschine startet bis 3 und dann neu, kein Übergang auf 4, wo normal der Glühstab kommt, das ganze 3 oder 4 mal, dann F71.

Verfasser:
beerpid3
Zeit: 29.10.2019 14:14:26
1
2846325
Hallo,

die Störung " F71" besagt das ein Interner Systemfehler an dem Geräte vorliegt. was in Richtung des Feuerungsautomaten geht.

Hier kann man nur versuchen das Gerät für ca. 5 - 10 min die Anlage Stromlos zu machen, wieder einschalten ggf. entstören. Wenn der Fehler dann wieder auftritt ist der Feuerungsautomat ( MPA ) defekt und muss getauscht werden. wobei es diesen wohl schon fast nicht mehr gibt.

Besten Gruß und viel Erfolg

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