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Besteuerung von Einkommen vs. Erbe vs. ...
Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 16.10.2019 07:22:47
1
2840422
Da das nicht zum Ölheizungsverbot passt, es aber schade wäre, wenn diese interessante Diskussion wegen Schließung desselben untergeht - lieber hier extra weiter machen.

Hier die aktuell letzte Seite zur Diskussion

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 16.10.2019 07:55:56
13
2840433
Ich bin ein glühender Anhänger der Erbschaftssteuer.

Hauptsächlich aus folgendem Grund:
wir brauchen Steuereinnahmen. Die sollten so gestaltet werden, dass sie gerecht sind und nicht leistungsmindernd. Gerecht bedeutet dass der, der viel hat, auch viel abgeben kann und muss. Einkommen aus Kapitalerträgen, Erbschaften etc. sollten keinesfalls geringer besteuert werden als solche aus Arbeit.

Angenommen ich erwirtschafte über eine Lebensarbeitszeit ein Einkommen von sagen wir mal 2 Millionen. Nur um eine Zahl zu sagen.
Wenn der Staat seine Einnahmen ausschließlich aus Einkommenssteuern einnimmt dann muss er mein Einkommen hoch belasten. Mir bleibt relativ wenig für Konsum und für die Akkumulation von Vermögen.
Belastet er dagegen das Erbe dann kann er die Einkommenssteuer senken. Mir bleibt mehr Geld übrig das ich entweder verprassen kann oder mit dem ich Vermögen anhäufe. Vermögen in Form von z.B. Aktien oder Immobilien.

Jetzt frage ich jeden von euch: möchtet ihr lieber Steuern zahlen wenn ihr lebt und arbeitet oder dann wenn ihr gestorben seit von dem, was übrig ist.
Meine persönliche sehr starke Präferenz ist: lieber Staat, lass mich etwas mehr in Ruhe wenn ich lebe und arbeite. Dann geht es mir finanziell besser. Wenn ich dann nicht mehr bin kannst du dafür ein größeres Stück von dem Kuchen haben.

In der Praxis ist das Problem mit der Erbschaftssteuer, dass die bar zu entrichten ist. Das ist kein Problem wenn es um Barvermögen, Aktien etc. geht. Es wird aber ein Problem wenn Unternehmen übergeben werden oder wenn ein Haus an Kinder vererbt wird. Viele Erben sind dann nicht in der Lage, eine hohe Erbschaftssteuer aufzubringen.

Das könnte man lösen indem der Staat zum Miterben wird, indem er z.B. 25% des Unternehmens erbt, oder 25% eines Hauses. Das kann man nachrangig ins Grundbuch eintragen.
Die Erschaftssteuer wird also wie eine Hypothek behandelt. Mit einem niedrigen Zinssatz der sich zum Beispiel an der Inflation bemisst, mit Grenzen von z.B. minimal 1%, maximal 4%. Der Erbe muss mindestens den Zins bezahlen, kann die Erbschaftshypothek aber auch tilgen. Hat er sie voll getilgt dann wird die Grundschuld gelöscht.

Wenn z.B. ein Kind ein Haus im Wert von 300.000 Euro erbt dann bekommt der Staat 75.000 Euro Steuer. Der Erbe kann das gleich begleichen, ansonsten wird eine Grundschuld von 75.000 Euro eingetragen. Bei einer Inflation von z.B. 2% zahlt der Erbe dann mindestens 1.500 Euro pro Jahr, kann über den Zins hinaus aber auch das Darlehen tilgen, wenn er die Mittel dazu hat.

Auf diese Art bekommt der Staat einen ordentlichen Anteil. Der Erbe wird nicht übermäßig belastet, es droht nicht der Verlust des Erbes.

Es werden jedes Jahr gigantische Summen vererbt. Sehr ungleich verteilt. Die meisten erben gar nichts oder nur Kleinkram, aber es werden auch sehr große Vermögen vererbt. Es ist mit meinem Empfinden von Gerechtigkeit nicht vereinbar dass diese enormen Vermögenszuwächse der Erben, die auf keiner eigenen Leistung beruhen, vom Staat so gut wie gar nicht berücksichtigt werden, wenn diejenigen, die selbst arbeiten die gesamten Einnahmen des Staates schultern müssen.

Eine geringere Belastung der Lebenden hat zahlreiche positive Effekte. Die Menschen können sich leichter eine Immobilie erwerben, für ihre Altersvorsorge zurück legen. Sie können mehr konsumieren, die Wirtschaft ankurbeln. Und bei geringeren Steuersätzen sinkt der Anreiz zur Vermeidung. Insgesamt wird der Staat und seine Wirtschaft dadurch befruchtet und gestärkt.

Wie gesagt soll der Staat insgesamt nicht mehr vereinnahmen. Er sollte aber die Lebenden, Aktiven, die Leistungsträger der Gesellschaft entlasten und diejenigen, die einfach nur Glück haben und kassieren oder ohne Schweiß von Kapitalerträgen leben, einen sehr viel höheren Beitrag leisten lassen. Die Erbschaftssteuer ist ein ganz wesentlichen Beitrag dazu. Schenkungen wären übrigens gleich zu behandeln.

Grüße
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 16.10.2019 08:10:03
1
2840435
PS: der Staat hat im Jahr 2016 zum Beispiel 6,8 Milliarden Steuern eingenommen aus Erbschaften und Schenkungen.

Wie viel genau laufend vererbt oder verschenkt wird, ist nicht bekannt, da die Statistik nur die steuerlich veranlagten Fälle ausweist, während über das Gros der Erbfälle aufgrund hoher Freibeträge nichts bekannt ist. Schenkungen an gemeinnützige Organisationen, Kirchen oder Parteien sind von der Statistik nicht erfasst.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schätzt, dass pro Jahr rund 400 Milliarden Euro Vermögen übertragen werden.


Würde der Staat 25% von 400 Milliarden vereinnahmen dann könnten sonstige Steuern drastisch gesenkt werden.

Grüße
Frank

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.10.2019 09:15:00
0
2840454
Hi,

1. Ich bin auch ein Fan der Vermögenssteuer. Trotzdem ist eine angemessene Umsetzung dieser schwierig.

2. Erbschaftssteuer sehe ich auch ähnlich wie du Feank. Über Details kann man sich gerne streiten. Z.B. würde ich die Besteuerung progressiv machen und Vermögen bis z.B. 100k€ nicht besteuern, wenn diese z.B. an direkte Verwandte gehen. Die Progression kann quasi an Enkommenssteuer (mit einem Faktor) gekoppelt werden. 1/30 des geerbten Vermögens wird über 30Jahre mit entsprechenden Einkommensteuersatz belegt. Oder man darf sofort die Steuerschuld mit reduziertem Steuersatz tilgen.

Grüße Nika

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.10.2019 09:22:41
0
2840458
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Das ist schon eine Gerechtigkeitsfrage. Nicht umsonst lehnte John Stuart Mill ein Erbrecht ab, welches zu einer signifikanten Vermögenszunahme führen würde. Und der war kein Sozialist ;-)

Ich frage mich nur, ob der Schaden hier gerecht vorzugehen nicht größer wäre, als wenn man einfach höhere Steuersätze kassiert.


Man darf nicht übersehen: das Problem einer angemessen hohen Besteuerung des Erbens kleiner Familienbetriebe ist für diese zwar existentiell, in Relation zum gesamten Aufkommen an Erbschaften ist dies aber eher marginal. Allgemein höhere Unternehmensteuern halte ich für grundsätzlich kontraproduktiv. Da bin ich eher mit pflanze123, dass Gewinne von Unternehmen ganz fair auch nur dann besteuert werden können, wenn diese entnommen werden. Das setzt dann aber wirklich eine hohe Erbschaftssteuer voraus.

Mir gefällt immer noch meine Idee mit der Erbschaftsersatzsteuer am besten. Die Unternehmen sollen freiwillig dafür optionieren können, und das wird dann im Mittel etwa 1% Zuschlag auf die Unternehmenssteuern bedeuten. Dafür wäre der Ernschaftsübergang dieses Unternehmens dann von der Erbschaftssteuer befreit.

Ich denke sogar, dass eine steuerliche Gleichstellung aller Einkommensarten, also aus Arbeit, Kapital und Erbschaften, nur ein Etappenziel sein sollte. Tatsächlich sollte Einkommen aus Arbeit am wenigsten besteuert werden, denn es gilt der Grundsatz: Leistung soll sich lohnen!

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.10.2019 09:27:33
0
2840460
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Angenommen ich erwirtschafte über eine Lebensarbeitszeit ein Einkommen von sagen wir mal 2 Millionen. Nur um eine Zahl zu sagen.
Wenn der Staat seine Einnahmen ausschließlich aus Einkommenssteuern einnimmt dann muss er mein Einkommen hoch belasten. Mir bleibt relativ wenig für Konsum und für die Akkumulation von Vermögen.
Belastet er dagegen das Erbe dann kann er die Einkommenssteuer senken. Mir bleibt mehr Geld übrig das ich entweder verprassen kann oder mit dem ich Vermögen anhäufe.


Das ist auch für mich neben der Gerechtigkeitsfrage der entscheidende Punkt: mein Leben wird einfacher und angenehmer. Und die Gesellschaft wird dadurch besser auf die Anforderungen aus Globalisierung und Demographie aufgestellt.

Kurz: Leistung muss sich wieder lohnen!

Verfasser:
kleberson
Zeit: 16.10.2019 11:03:21
14
2840486
Hört hört. Leistung muss sich also wieder lohnen.
Ich dachte das wäre dann arroganter Sozialdarwinismus.

Oder definiert man Leistung jetzt nur noch in Relation zu den bösen bösen Erben, natürlich auch völlig egal ob diese das Leben durch Papis Konto genießen oder 18Std täglich arbeiten und selbst am Wochenende erreichbar sind um ein Unternehmen und tausende Familien liquide zu halten?

Der Thread hier wird eh im Sande verlaufen, da sich hier im Grunde nur die treffen, die auf die gleiche Trommel hauen und sich gegenseitig bestärken wie böse doch die "da oben" sind. Gemeinsam werden dann Visionen geschmiedet wie man Gerechtigkeit im 1 Billionen € -Sozialstaat schaffen kann.
Dabei wird dann traidtionell nicht ein Wort verloren, wie man denn die faule Konsumgesellschaft wieder zum Arbeiten und Denken bringt.
Die Lösung liegt ja schließlich auf der Hand: Wir haben nur ein Problem der Umverteilung. Die bösen Erben sind schuld, dass Deutschland im internaitonalen Vergleich mehr und mehr zum Entwicklungsland wird.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 16.10.2019 11:51:17
2
2840497
Bevor eine Vermögenssteuer eingeführt wird, sollte man sich nach meiner bescheidenen Meinung mal intensiv mit der immer noch ungleichen Besteuerung von Einkommen und Kapitalerträgen beschäftigen und diese nicht nachvollziehbare Ungleichheit abschaffen.

Als damals die Kapitalertragssteuer eingeführt wurde, war das Schweizer Bankgeheimnis noch sehr stabil, deshalb die Pauschalierung, zu der es heute -nach Einführung des internationalen Datenauskunftsverfahren, an dem auch die Schweiz teilnimmt- keinerlei Notwendigkeit mehr gibt.

Entweder ist eine Angleichung politisch nicht erwünscht oder sie wurde schlicht vergessen. Würde man die Angleichung vollziehen, könnte es durchaus sein, dass dann eine Vermögenssteuer obsolet ist.

Nächstes Thema: Transaktionssteuer für den Wertpapierhandel. Würde den Spielkasinocharakter der Börse zumindest etwas abmildern.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 16.10.2019 12:12:05
0
2840503
Erbschaftssteuer - finde da fdl1409 Vorschlag nicht so schlecht, bin mir mit der Meinung dazu aber noch nicht so sicher:

Vermögenssteuer: Halte ich aber gar nichts von.

1. Vermögen ist sehr schwer zu bemessen, insb. bei Unternehmenswerten, Kunst etc.
Da ist am Ende so viel Spielraum, dass es kaum fair werden kann.
2. Mal abgesehen von Erbschaft, wurde mein Einkommen (Einkommenssteuer-, Kapitalertragssteuer etc.) doch schon besteuert. Warum soll ich dann nochmal steuern zahlen nur weil ich mir ein Haus kaufe, statt die Kohle zu verprassen?
Wobei man natürlich einwenden könnte, dass der Konsum ja auch mit der Mehrwertsteuer belastet ist, allerdings wird für das Haus aus Grundwererbssteuer etc fällig.

Kapitalerträge könnte man durchaus anders besteuern, aber auhc hier sollte man evt bedenken, dass es doppelt besteuert wird:
1. Das Unternehmen zahlt Steuern auf den Gewinn
2. Der Anteilseigner zahlt Steuern auf die Ausschüttung. In Summe kommt man da auch auf gerne 50%

Illegale Praktiken bzw. auch mögliche legale Umgehensstrategien sollte man erstmal bei der theoretischen Betrachtung außer Acht lassen. Insbesondere ersteres geht immer.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.10.2019 12:30:05
0
2840508
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Erbschaftssteuer - finde da fdl1409 Vorschlag nicht so schlecht, bin mir mit der Meinung dazu aber noch nicht so sicher:

Vermögenssteuer: Halte ich aber gar nichts von.


Da stimme ich im Grundsatz zu, und finde zudem, dass diese sowieso durch eine hohe Erbschaftssteuer völlig unnötig ist. In Unternehmen steckendes Vermögen dient dem weiteren Wachstum des Unternehmens. Das ist unabhängig von der gesamtgesellschaftlichen Diskussion über die Wachstumsideologie zu sehen, denn Unternehmen müssen sich entsprechend der wirtschaftlichen Dynamik entwickeln können, auch wenn es gesamtgesellschaftlich kein Wachstum (mehr) geben muss. Sonst würde ja ein Unternehmen mit neuer, ressourcensparender Technologie im Wachstum behindert, das es aber im Wettbewerb mit ressourcenverschwendenden Technologien aber unbedingt haben muss.

Eine Erbschaftssteuer, die mindestens so hoch ist wie Steuer auf Arbeitseinkommen, ist da unkritisch, und die wenigen Probleme damit lassen sich leicht lösen.

EIn Einwand allerdings: in einer Demokratie ist es nötig, die dynastische Verfestigung großer Vermögen zu verhindern. Mindestens nach drei bis vier Generationen sollten große Vermögen wieder in die Gesellschaft zurück geflossen sein.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.10.2019 12:33:15
0
2840511
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Kapitalerträge könnte man durchaus anders besteuern, aber auhc hier sollte man evt bedenken, dass es doppelt besteuert wird:
1. Das Unternehmen zahlt Steuern auf den Gewinn
2. Der Anteilseigner zahlt Steuern auf die Ausschüttung. In Summe kommt man da auch auf gerne 50%


Nein, da wird nichts doppelt besteuert. Die Aktionäre erhalten eine Steuergutschrift in Höhe der bereits bezahlten Unternehmenssteuern. Diese Rückzahlung war ja bei beim "Cum Ex" Betrug die wesentliche Geschäftsgrundlage. Man hat sich diese mehrfach ausbezahlen lassen.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 16.10.2019 13:05:10
0
2840522
Der Thread hier wird eh im Sande verlaufen, da sich hier im Grunde nur die treffen, die auf die gleiche Trommel hauen und sich gegenseitig bestärken wie böse doch die "da oben" sind.

Das hast du irgendwie falsch verstanden. Ich habe rein gar nichts gegen den Staat und "die da oben". Was nicht bedeutet dass es nichts zu verbessern gäbe.

Die bösen Erben sind schuld, dass Deutschland im internaitonalen Vergleich mehr und mehr zum Entwicklungsland wird.

Auch falsch verstanden. Niemand hat etwas gegen die Erben. Werde selbst einmal etwas erben, und ich werde alles vererben was ich in meinem Leben erwirtschafte.

Vermögenssteuer: Halte ich aber gar nichts von.

Ich auch nicht. Prinzipiell sollten alle anderen Steuern auf Einkommen zu bemessen sein dass eine zusätzliche Vermögenssteuer nicht notwendig ist.
Außerdem bietet eine Vermögenssteuer viele Fluchtmöglichkeiten. Die siedeln sich dann auf dem Papier in irgendwelchen Steueroasen an.
Mit der Erbschaftssteuer ist das einfach. Und zumindest für Immobilienbesitz gibt es da keine Vermeidungsmöglichkeiten.

Nächstes Thema: Transaktionssteuer für den Wertpapierhandel. Würde den Spielkasinocharakter der Börse zumindest etwas abmildern.

Unbedingt ja. Eine Finanztransaktionssteuer ist noch notwendiger als eine richtige Erbschaftssteuer. Leider im nationalen Alleingang sehr schwierig durchzusetzen. Das Geld geht sonst einfach woanders hin.

in einer Demokratie ist es nötig, die dynastische Verfestigung großer Vermögen zu verhindern. Mindestens nach drei bis vier Generationen sollten große Vermögen wieder in die Gesellschaft zurück geflossen sein.

Zustimmung. Eine scharfe Erbschaftssteuer ist der richtige Weg dazu. Weshalb sollte der Staat, wenn Susanne Klatten und ihr Bruder einmal nicht mehr sind, nicht einen Teil der BMW Aktienpakete bekommen? Für die Nachkommen bleibt noch mehr als genug. Der Staat als Miterbe hält sich aus dem Geschäftsbetrieb raus. Er kann Aktien veräußern oder sammelt ein Vermögen an und partizipiert von den Gewinnen. In Norwegen gibt es einen Staatsfond, der die Mittel aus dem Öl und Gasgeschäft für das norwegische Volk verwaltet. Weshalb sollte es nicht auch einen deutschen Staatsfond geben, der aus Erbmasse gespeist wird?

Grüße
Frank

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 16.10.2019 13:24:09
1
2840527
Zitat von kleberson Beitrag anzeigen
Hört hört. Leistung muss sich also wieder lohnen.
Ich dachte das wäre dann arroganter Sozialdarwinismus.

Oder definiert man Leistung jetzt nur noch in Relation zu den bösen bösen Erben, natürlich auch völlig egal ob diese das Leben durch Papis Konto genießen oder 18Std täglich arbeiten und selbst am Wochenende erreichbar sind um ein Unternehmen und tausende Familien liquide zu halten?



Ich frage mich, ob du dir bewußt bist, dass in einer Marktwirtschaft nicht die Leistung den Preis determiniert, sonder die Angebots- / Nachfragerelation. Insofern ist schon der Ausspruch, dass Leistung sich wieder lohnen muss, ohnehin ...

Zitat:

Der Thread hier wird eh im Sande verlaufen, da sich hier im Grunde nur die treffen, die auf die gleiche Trommel hauen und sich gegenseitig bestärken wie böse doch die "da oben" sind. Gemeinsam werden dann Visionen geschmiedet wie man Gerechtigkeit im 1 Billionen € -Sozialstaat schaffen kann.
Dabei wird dann traidtionell nicht ein Wort verloren, wie man denn die faule Konsumgesellschaft wieder zum Arbeiten und Denken bringt.
Die Lösung liegt ja schließlich auf der Hand: Wir haben nur ein Problem der Umverteilung. Die bösen Erben sind schuld, dass Deutschland im internaitonalen Vergleich mehr und mehr zum Entwicklungsland wird.



Fühl dich frei durch sachlich orientierte und inhaltlich fundierte Beiträge die Diskussion zu bereichern. Der obige Kommentar gehört leider nicht dazu.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 16.10.2019 13:48:47
0
2840535
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
[...]


Nein, da wird nichts doppelt besteuert. Die Aktionäre erhalten eine Steuergutschrift in Höhe der bereits bezahlten Unternehmenssteuern. Diese Rückzahlung war ja bei beim "Cum Ex" Betrug die wesentliche Geschäftsgrundlage. Man hat sich diese mehrfach ausbezahlen lassen.


Bist du dir da sicher, dass du es richtig verstanden hast? Normal hast du Freibeträge (und wenn du ein Investmentfonds bist evt sogar höhere bzw. in dem Fall keine Besteuerung bzw. darfst es gegen mehr gegenrechnen) wenn du eine Dividende erhälst. Darauf zahlst du Abgeltungssteuer und diese kannst du dir dann zurückerstatten lassen wenn du die z.B. unter den Freibeträgen bist.
Nun wurden aber die Aktien am Ex-Tag zig mal hin- und her verkauft und man (bzw. zumindest das Finanzamt) wusste nicht mehr wer wirklich die Dividende erhalten hat und auch Abgeltungssteuer abgeführt hat. Es haben aber mehrere diese Steuer zurückgefordert, obwohl sie eben nur von einem bezahlt wurde.
Wenn ich in Deutschland über 801 € Kapitalerträge habe (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) zahle ich Abgeltungssteuer + Soli...nix mit Steuergutschrift.

Und wer hier Unternehmen anders besteuern möchte:

Es gibt das schöne Beispiel einer Cash-GmbH. Statt 1 Mio € an meine Kinder zu vererben, gründe ich eine Unternehmen, welches 1 Mio EK und 1 Mio Cash hat, sonst nichts. (Klar kommen etwas Gründungskosten etc hinzu, aber die werden vernachlässigbar)
Und das nun anders besteuern, als die reine Vererbung des Geldes / Immobilien etc?
Das kann man nun in unterschiedlichen Schattierungen durchführen, aber prinzipiell ist ein Unternehmen auch gleich zu behandeln.
Von der Bewertung mal ganz abgesehen, wenn man nur eine HGB-Bilanz hat, welche kaum reale Werte wiederspiegeln dürfte (und das auch gar nicht soll!)

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.10.2019 13:52:23
0
2840538
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
2. Mal abgesehen von Erbschaft, wurde mein Einkommen (Einkommenssteuer-, Kapitalertragssteuer etc.) doch schon besteuert.[...]

Mit diesem Argument kannst du im Grunde bei jeder Steuer kommen.

Kapitalertragssteuer? Das Unternehmen hat die Gewinne doch schon versteuert
Gewinnsteuer? Marge ist doch ein Teil des Produktpreises und wurde mit USt versteuert.
USt? Ich habe doch mein Gehalt/Kapitalertrag schon versteuert
etc.
Irgendwann wurde jedes Geld schon nunmal besteuert.

Andererseits
1. muss der Staat sich finanzieren und das kann man nicht vernünftig z.B. nur mit USt. machen.
2. die Steuern dienen auch zum Steuern, Reduzierung der Ungleichgewichte in der Gesellschaft und Beseitigung von Fehlanreizen im Markt (z.B. die allseits beliebte CO2-Steuer;-))

Grüße Nika

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 16.10.2019 13:58:34
5
2840541
Wenn in Norwegen Bodenschätze zum Volksvermögen zählen, dann ist es unabdingbar, die monetären Gewinne auch dem Volk zuteil werden zu lassen.

Eine derartige Wertschöpfung ist in Deutschland quasi nicht existent.


Warum aber sollte ich in meinem Leben Leistung erbringen, Vermögen für meinen Ruhestand aufbauen, damit es nach einem möglicherweise unerwartet frühen Ableben mit der Gießkanne verteilt wird? Am Ende ist jeder sich selbst am nächsten und wer hierzulande ehrlich wirtschaftet, Betriebsvermögen aufbaut, seine vergleichbar hohe Steuerlast zahlt, sich das Hirn zermatert, der wird am Ende von den sozialen Umverteilern in den Allerwertesten getreten.
Wenn ich für Dritte Leistung erbringe, dann am ehesten für Menschen, die mir nahestehen, sprich Familie, aber nicht für Hinz und Kunz, die es versaufen, verrauchen oder verfressen, gemeinhin für Lifestyle Produkte mit fernöstlicher Wertschöpfung verleben.

Wohl dem, der sein Leben lang alles verkonsumiert und die Staat auf der Tasche liegt.

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 16.10.2019 14:03:25
1
2840542
Etwas perverser ist die direkte Doppelbesteuerung: Auf die Mineralölsteuer kommt an der Tanke gleich noch die MwSt. drauf (man bezahlt also 19% Steuer auf die Steuer), und trotzdem sitzen alle in ihren Autos :-)

Verfasser:
kleberson
Zeit: 16.10.2019 14:13:19
0
2840547
@Nicole
Ich frage mich, ob du dir bewusst bist, dass Leistung im Grunde nichts anderes als ein Angebot ist.
Egal ob Person, Unternehmen oder Sachen. Jeder bietet eine bestimmt Leistung für einen bestimmten Preis an.
Daher haben Luxusgüter und Rammschwaren eine entsprechende Nachfrage.
Daher haben Ölheizungen und Wärmepumpen eine entsprechende Nachfrage.
Daher haben Hilfskeulen und Poliere eine entsprechende Nachfrage.
Daher haben Elektromotoren und Verbrennungsmotore eine entsprechende Nachfrage.

Wer etwas anbietet, dass trotz hohem (oder sogar überhöhtem) Preis eine hohe Nachfrage erzielt, der ist ganz vorne dabei. Siehe Iphone, siehe Nationalspieler, siehe Spezialchirurgen, siehe McKinsey usw.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.10.2019 14:57:33
0
2840561
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Warum aber sollte ich in meinem Leben Leistung erbringen, Vermögen für meinen Ruhestand aufbauen, damit es nach einem möglicherweise unerwartet frühen Ableben mit der Gießkanne verteilt wird? Am Ende ist jeder sich selbst am nächsten und wer hierzulande ehrlich wirtschaftet, Betriebsvermögen aufbaut, seine vergleichbar hohe Steuerlast zahlt, sich das Hirn zermatert, der wird am Ende von den sozialen Umverteilern in den Allerwertesten getreten.
Wenn ich für Dritte Leistung erbringe, dann am ehesten für Menschen, die mir nahestehen, sprich Familie, aber nicht für Hinz und Kunz, die es versaufen, verrauchen oder verfressen, gemeinhin für Lifestyle Produkte mit fernöstlicher Wertschöpfung verleben.


Nun, es liegt in der Natur der Gene, dass diese egoistisch sind. Deshalb finde ich es auch völlig OK, dass man für die Träger seiner Gene bessere Ausgangspositionen erreichen will, indem man beispielsweise Vermögen schafft und diesen vererbt.

Allerdings übersehen Leute wie Du regelmäßig, dass wir in einer extrem arbeitsteiligen Welt leben, in der niemand Einkommen erzielen und ein Vermögen ganz alleine schaffen kann. Jede Art von Einkommen und Vermögensbildung setzt bei uns immer Infrastruktur und Leistungen anderer voraus. Deshalb ist es völlig OK, Arbeitseinkommen und Erbschaften zu besteuern. Der Staat nimmt Dir nur einen vertretbaren Teil Deines Einkommens, um die Infrastruktur usw zu schaffen und die für die Erzeilung Deines Einkommens notwendigen Wirtschaftsverhältnisse zu sichern.

Warum soll der Staat das beim Vererben nicht genau so halten? Deinen Erben wird es sicher lieber sein, z.B. 70% des ererbten Vermögens behalten dürfen als gar nix.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.10.2019 15:02:53
2
2840566
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Mal abgesehen von Erbschaft, wurde mein Einkommen (Einkommenssteuer-, Kapitalertragssteuer etc.) doch schon besteuert. Warum soll ich dann nochmal steuern zahlen


Ich hoffe, ich hab' Dich da jetzt nicht falsch verstanden. Du lehnst die Erbschaftssteuer ab, weil Du das vererbte Vermögen aus schon versteuertem Einkommen gebildet hast?

Falls das Dein Argument war, dann zeugt das von extremer Fehleinschätzung. Die Erbschaftssteuer muss nicht der Verstorbene bezahlen, sondern der Erbe. Die Erbschaft ist ein das Vermögen des Erben steigerndes Einkommen, und muss deshalb vom Erben versteuert werden. Der Erbe hat bis dahin noch gar nichts davon versteuert.

Hierzulande werden nicht Dynastien besteuert, sondern - Ehegattenveranlagung ausgenommen - Einzelpersonen. Wenn ich beim Bäcker ein Brötchen kaufe, dann bezahle ich das auch aus versteuertem Einkommen, und trotzdem muss der Bäcker den Gewinn, den er damit macht, nochmals versteuern. Beim Erben ist das nicht anders.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 16.10.2019 15:44:43
0
2840583
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
[...]


Ich hoffe, ich hab' Dich da jetzt nicht falsch verstanden. Du lehnst die Erbschaftssteuer ab, weil Du das vererbte Vermögen aus schon versteuertem Einkommen gebildet hast?

Falls das Dein Argument war, dann zeugt das von extremer Fehleinschätzung. Die Erbschaftssteuer muss[...]



Das bezog sich alleine auf die Vermögenssteuer.
Zur Erbschaftssteuer bin ich mir noch nicht sicher, würde es aber auch wie du als "Einkommen" sehen und entsprechend besteuern.

Es ist übrigens keineswegs in allen Ländern so, dass er Erbende besteuert wird. In Großbritannien wird zum Beispiel das Erbe als solches besteuert... viel Spaß damit, dass dem deutschen Fiskus zu erklären und wer dann das Besteuerungsrecht hat..

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 16.10.2019 15:48:47
2
2840585
Zitat von kleberson Beitrag anzeigen
@Nicole
Ich frage mich, ob du dir bewusst bist, dass Leistung im Grunde nichts anderes als ein Angebot ist.
Egal ob Person, Unternehmen oder Sachen. Jeder bietet eine bestimmt Leistung für einen bestimmten Preis an.
Daher haben Luxusgüter und Rammschwaren eine entsprechende Nachfrage.
Daher haben Ölheizungen und Wärmepumpen eine entsprechende Nachfrage.
Daher haben Hilfskeulen und Poliere eine entsprechende Nachfrage.
Daher haben Elektromotoren und Verbrennungsmotore eine entsprechende Nachfrage.

Wer etwas anbietet, dass trotz hohem (oder sogar überhöhtem) Preis eine hohe Nachfrage erzielt, der ist ganz vorne dabei. Siehe Iphone, siehe Nationalspieler, siehe Spezialchirurgen, siehe McKinsey usw.


Selbst wenn man unterstellen würden, dass Leistung ein Synonym für Angebot ist, hast du den Kern der Preisbildung nicht verstanden.

Szenario 1: Wir sind in der Lage dich kostenlos zu klonen. D.h. du und deine Fähigkeiten und Fertigkeiten sind plötzlich unbegrenzt verfügbar.

Gemäß der Marktgesetze wird der Lohn für deine Arbeit in den Keller rauschen. Hat sich deine Leistungsfähigkeit, dein Angebot irgendwie verändert?

Szenario 2: Wir erschießen morgen alle Friseure, bis auf einen. Gemäß der Marktgesetze wird sein Lohn nach oben gehen. Hat sich dessen Leistung, Angebot irgendwie verändert?

Das einzige was sich verändert hat, ist die Relation von Angebot und Nachfrage. Deshalb verdienst du als Ingenieur relativ viel und sofern deine Arbeit nicht automatisierbar ist, ein Fachkräfteschub kommt, das Unternehmen mittels deiner Arbeit Verlust erwirtschaftet, wird sich daran auch nichts ändern.

Der Preis bildet sich durch die Relation von Angebot und Nachfrage. Wenn es eine große Wirtschaftskrise gibt und du entlassen wirst und nichts mehr findest, dann heißt das nicht, dass du keine Leistung erbringen kannst. Dann hast du einfach nur Pech und dann hilft dir der Sozialstaat. Nennt sich Arbeitslosenversicherung.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.10.2019 16:00:44
0
2840588
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Es ist übrigens keineswegs in allen Ländern so, dass er Erbende besteuert wird. In Großbritannien wird zum Beispiel das Erbe als solches besteuert... viel Spaß damit, dass dem deutschen Fiskus zu erklären und wer dann das Besteuerungsrecht hat..


Das Erbe wird dann wie eine juristische Person behandelt, also wie z.B. eine GmbH. Das wäre nicht weiter kompliziert auch bei uns realisierbar. Ich denke, dass man dabei dann gewisse Sachen wie z.B. eine Erbschaftsauschlagung einfacher und sicherer durchführen kann. Bei uns muss man sich ja idR blind entscheiden, ob man ein Erbe annimmt oder nicht.

Unser Rechtssystem kennt in einigen Fällen was vergleichbares. So kann man beispielsweise gegen "den Nachlass" vollstrecken lassen. Das ist dann keine Vollstreckung gegen den Erben!

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 16.10.2019 16:50:15
2
2840600
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
[...]

Allerdings übersehen Leute wie Du regelmäßig, dass wir in einer extrem arbeitsteiligen Welt leben, in der niemand Einkommen erzielen und ein Vermögen ganz alleine schaffen kann. Jede Art von Einkommen und Vermögensbildung setzt bei uns immer Infrastruktur und Leistungen anderer voraus. Deshalb ist es völlig OK, Arbeitseinkommen und Erbschaften zu besteuern.


Diese Gegenleistung erbringt ein jeder Bürger/Unternehmer bereits mit seiner regelmäßig wiederkehrenden Steuerlast. Meist dann, wenn er auf Basis dieser gesellschaftlichen Infrastruktur etwas erwirtschaftet.

Warum man nun seine eigenen Infrastruktur (teilweise) aufgeben soll, damit irgendwelche Almosen und Wahlgeschenke verteilt werden können, leuchtet mir nicht ein.

Erst eine gewisse Kapitalbindung bietet Handelsspielraum und gerade im Bereich Mittelstand die Möglichkeit, auch künftig Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum zu sichern. Von Rathäusern und Behörden geht jedenfalls kein gesellschaftlicher Zugewinn und Wohlstand aus.

Warum sollte ich bei einem geerbten, vermieteten Wohnraum, der sowieso vielfach (aufgezwungen energetisch) sanierungsbedürftig ist, noch gleich mal 25% an Vater Staat abgeben? Das ist gänzlich unhaltbar, im Grunde Enteignung und in Grundzügen Sozialismus.

Schnell aquirierte Vermögen (Finanzmarkt, Kunst, Sport, ...) sind doch oft nach wenigen Generationen komplett verprasst. Schaut euch Boris Becker oder ähnliche Gestalten an.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 16.10.2019 17:27:28
1
2840611
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen

Warum sollte ich bei einem geerbten, vermieteten Wohnraum, der sowieso vielfach (aufgezwungen energetisch) sanierungsbedürftig ist, noch gleich mal 25% an Vater Staat abgeben? Das ist gänzlich unhaltbar, im Grunde Enteignung und in Grundzügen Sozialismus



Wenn Klassiker des Liberalismus sogar das Vererben weitgehend verhindern wollten, sollte man kritisch darüber nachdenken, ob man eine Erbschaftssteuer als Sozialismus bezeichnet. Marx lehnte das Konzept der Erbschaftssteuer sogar explizit ab, da es nur an Symptome herumdoktere, die Ursache - nämlich das Privateigentum an Produktionsmittel .- jedoch nicht thematisiere.

Eine Erbschaftssteuer ist spätestens seit der Antike in diversen Reichen erhoben worden, auch von daher verbietet sich die Verwendung dieses Begriffes.

Es ist eine Unsitte, wenn heutzutage einfach von Sozialismus, Planwirtschaft, Faschismus, Diktatur und Ähnlichem geredet wird, obwohl der Gegenstand damit nicht charakterisiert, sondern nur diffamiert werden soll.

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Besteuerung von Einkommen vs. Erbe vs. ...
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 16.10.2019 17:27:28
1
2840611
Zitat:
...

Warum sollte ich bei einem geerbten, vermieteten Wohnraum, der sowieso vielfach (aufgezwungen energetisch) sanierungsbedürftig ist, noch gleich mal 25% an Vater Staat abgeben? Das ist gänzlich unhaltbar, im Grunde Enteignung und in Grundzügen Sozialismus


Wenn Klassiker des Liberalismus sogar das Vererben weitgehend verhindern wollten, sollte man kritisch darüber nachdenken, ob man eine Erbschaftssteuer als Sozialismus bezeichnet. Marx lehnte das Konzept der Erbschaftssteuer sogar explizit ab, da es nur an Symptome herumdoktere, die Ursache - nämlich das Privateigentum an Produktionsmittel .- jedoch nicht thematisiere.

Eine Erbschaftssteuer ist spätestens seit der Antike in diversen Reichen erhoben worden, auch von daher verbietet sich die Verwendung dieses Begriffes.

Es ist eine Unsitte, wenn heutzutage einfach von Sozialismus, Planwirtschaft, Faschismus, Diktatur und Ähnlichem geredet wird, obwohl der Gegenstand damit nicht charakterisiert, sondern nur diffamiert werden soll.
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