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Alle
Foren
Heizlastanalyse für Wärmepumpe im Bestand
Verfasser:
Habedere
Zeit: 26.02.2019 14:40:32
0
2756642
Servus,
ich habe aktuell eine (Niedertemperatur-) Ölheizung mit zwei Heizkreisen in unserer Doppelhaushälfte Baujahr 1993 (nähere Daten weiter unten)
Um etwas weiter zu planen falls diese mal den Geist aufgibt möchte ich gerne meine Heizlast und weitere Parameter analysieren um zukünftig auf eine Wärmepumpe um zu steigen. Problem sehe ich aktuell hauptsächlich in den Radiatoren im OG.
In diesem Zuge habe ich einen Stellmotorregler installiert um die Vorlauftemperatur des Radiator-Kreislaufes zu regeln - zumindest grob. Zusätzlich habe ich 2 Wärmemengenzähler verbaut.
Des Weiteren habe ich mir einen Homeserver (mit ioBroker) gebastelt mit dem ich allerhand Daten loggen kann.

Die Frage ist somit - was sind die wichtigsten Parameter bzw. Kennwerte um eine Abschätzung zu treffen ob mein Haus wäremepumpentauglich ist und welche Heizleistung benötigt wird?

Möglich wäre aktuell:
-Vorlauftemperatur
-Rücklauftemperatur
-Spreizung
-Leistungsverbrauch gesamt
-Aktuelle Leistung
-Gesamtdruchfluss
-Aktueller Durchfluss
-Außentemperatur
-Raumtemperaturen der beheizten Räume
ggf noch weitere Werte...

Diese Werte werden alle in einer SQL Datenbank geloggt. Somit
kann ich zum Beispiel die Heizleistung in Abhängikeit der Außentemperatur darstellen.
Oder einen möglichen Bivalenzpunkt errechnen bzw. loggen wieviel Stunden wir in welchem Termperaturbereich hatten.
Ggf. könnte man hier bereits Anhand von COP-Werten einer Beispiel Wärmepumpe die Effizienz grob nachrechnen und mit Heizöl vergleichen.


Nachfolgend die Daten:
-Doppelhaushälfte Baujahr 1993 (Dach Ost/West)
-ca. 142m³ Wohnfläche
-Lage 945XX – Niederbayern (Normaußentemperatur -16°)
-Öl-Zentralheizung (Viessmann HoriCell, 18-21kW, Trimatik-MC, 2x Grundfos Alpha 2 25-40)
-Warmwasserspeicher 400 Liter (Heizkreis + Solarkreis)
-Schwedenofen Hark 40 (Wohnzimmer; 1,5-7kW Wärmeleistung, zweiter Kaminanschluss im Keller)
-3x Solar auf freistehender Doppelgarage (Ausrichtung Süd; ThermoSolar ES 5910Mini; DC12)
-Energieausweis von 2014 – C; 96,4 kWh/(m²xa)
(Gebäudenutzfläche 229,5m²; Endenergieverb. 96,4 kWh, Primärenergieverbrauch 68,1 kWh)
-Effektiver Heizölverbrauch 1.315l/Jahr (08_2015 bis 08_2018)
-Effektiver Holzverbrauch ca. 2 Ster Hartholz pro Winter
-Stromverbrauch ca. 3300kWh (kein PV vorhanden)
-Holzfenster (Doppelverglasung – angeblich noch gut in Schuss)
-Kunststofffenster Bad, Kinderzimmer#1 und Dachfenster Kinderzimmer #2
-Rollos im EG + OG

Grundriss der Räume etc. in meinem alten Thread

mfg

Verfasser:
sukram
Zeit: 26.02.2019 15:01:28
0
2756649
Der Horicell ist ein Speicher. der Kessel sollte obendraufstehen; Typ & Leistung steht aber auch auf diesen jährlichen Zetteln vom Schorni ;-)

Zitat von Habedere Beitrag anzeigen
-Effektiver Heizölverbrauch 1.315l/Jahr (08_2015 bis 08_2018)
-Effektiver Holzverbrauch ca. 2 Ster Hartholz pro Winter[...]


ergibt ~6kW Heizlast.

Punktgenau --> Auslastungsmessung (<klick).

Verfasser:
Habedere
Zeit: 27.02.2019 07:19:12
0
2756834
danke für deinen Beitrag.

"ergibt ~6kW Heizlast."

Ja da geht es eben schon los - in einem anderen Forum wurd ca. 8-10kW geschätzt ;)
Von dem her wäre mir die genauere "Überprüfung" schon lieber.

Muss zugeben diese Auslastungsmessung kannte ich bisher nicht.
Wobei mir meine jetzige Methode etwas idiotensicherer erscheint ;)
Klar mit gewissen Kosten erkauft, aber das war nicht tragisch...

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 27.02.2019 07:48:46
1
2756844
Verfasser:
Habedere
Zeit: 27.02.2019 12:50:12
0
2756982
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Kennst Du u. a. diesen Thread:[...]


Kannte ich noch nicht - bis jetzt... Hab alles durch inkl. dem Folgethread :)
Da kann ich mir ja schon mal einiges an Analysevorgehen abkupfern ;)

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 27.02.2019 13:31:31
1
2757000
Hallo Bayer

zumindest nehme ich das an, da Habedere in den südlichen Bayerischen Gefilden einen Gruß darstellt.........

Google mal nach neuer Schweizer Formel......
Habe vor 12 Jahren meine Heizung nach der damalig gültigen Formel berechnet und die eingebauten WMZ haben das Ergebnis bestätigt......

Ausser Du hast größere enegetische Sanierungen vor (Fenstertausch, Dach dämmen, Kellerdecke dämmen, Fassadendämmung usw.)

ciao Peter

Verfasser:
Habedere
Zeit: 28.02.2019 07:02:21
0
2757259
Ja mit Bayer liegst du wohl richtig ;)
Hab die simple Formel gestern mal überschlagen da waren es 5,X kW ohne Holz.
Mal sehen was dabei raus kommt.
Größere Aktionen habe ich eigentlich nicht vor. Evtl. Dachboden dämmen oder so...

Verfasser:
tiber
Zeit: 28.02.2019 07:54:56
2
2757273
Moin,

überprüfe mal das Glas deiner Fenster. Bj.93 war noch "normales Isolierglas" üblich, sprich 3,0er Glas.
Ein Wechsel vom Glas bei guten Rahmen ist meist nicht so teuer, und Du kannst in den Genuss von 1/3 Wärmeverlust bei 1,0er Glas gegenüber dem alten kommen. Gleichzeitig die Rolladenkästen vernünftig (nach)dämmen, was man bei Bj.93er Hütten planmäßig nicht hatten. Hilft die Heizlast zu senken und die Behaglichkeit zu steigern.
Dachboden dämmen ist meist auch einfach bzw kostengünstig in Eigenregie machbar und daher ratsam.

Ziel muss sein die VLT möglichst gut unter die 40 Grad zu bekommen, damit eine WP halbwegs vernünftig werkeln kann!

vg tiber

Verfasser:
Habedere
Zeit: 28.02.2019 08:22:05
0
2757280
Zitat von tiber Beitrag anzeigen
Moin,

überprüfe mal das Glas deiner Fenster. Bj.93 war noch "normales Isolierglas" üblich, sprich 3,0er Glas.
Ein Wechsel vom Glas bei guten Rahmen ist meist nicht so teuer, und Du kannst in den Genuss von 1/3 Wärmeverlust bei 1,0er Glas gegenüber dem alten kommen. Gleichzeitig[...]


Servus Tiber,
wie "überprüfe" ich diese denn am besten? Hab mal was von einem Feuerzeugtest gelesen?!
Glas tauschen ist bei uns evlt. etwas schwierig mit Quersprossen...
Die Rolladen sehe ich definitiv als Schwachstelle, durch den Umbau auf Elektro sind diese aber "empfindlich" finde ich. Hatte schon Probleme das der Panzer klemmt, da dieser eigentlich nicht dafür ausgelegt ist. Der Bauraum ist verdammt eng da drin...
Ich hatte mal Fotos mit einer Wärmebildkamera gemacht. Stellt die Tage mal was rein...

Dachboden hatte ich schon fast erledigt^^ Wollte ihn begehbar machen, aber die großen Holzplatten bekam ich nicht durch die mini-Luke.
Werde also im nächsten "normal" dämmen...

Verfasser:
Exergie
Zeit: 28.02.2019 10:16:53
0
2757318
Zitat von Habedere Beitrag anzeigen
Dachboden hatte ich schon fast erledigt. Wollte ihn begehbar machen, aber die großen Holzplatten bekam ich nicht durch die mini-Luke.
Werde also im nächsten "normal" dämmen...


@Habedere,
den Dachboden begehbar machen, solltes Du nicht so schnell aufgeben. Das erleichtert die Isolierarbeiten stark.
Am Besten Du sägst Dir die Holzplatten, für die Luke, passend zurecht.

In Deinem anderen Thread hast Du die Heizkreisverteiler geposted.
Sehen die immer noch so aus ?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass für die einzelnen Heizkreise ein hydraulischer Abgleich gemacht wurde.
Du solltes Dir mal heutige Heizkreisverteiler anschauen, mit Durchflussanzeige und Ventileinstellung je Heizkreis.
Bei einem Einsatz einer WP wäre das aber Voraussetzung, für eine korrekte Funktion der Wärmeverteilung, im Haus.

Du schreibst: Zusätzlich habe ich 2 Wärmemengenzähler verbaut.
Die WMZ zeigen Dir doch auch die Wärmeleistung(in kW), Wärmemenge (in kWh) und den Wärmestrom m³/h an.
Einfach mal die Daten tägl. aufschreiben + Außentemp..
Aus diesen Daten kannst Du doch leicht Deine aktuelle Heizlast ermitteln, wenn der Kamin nicht in Betrieb ist.

Grüsse
Rainer

Verfasser:
Habedere
Zeit: 28.02.2019 13:50:16
0
2757405
Puhh.. da müsste ich rund 30m² Platten klitzeklein schneiden^^ das tuh ich mir nicht an...
Der einzige Grund warum ich es eigentlich begehbar haben wollte ist, falls mal PV rauf kommt, damit man da oben besser spazieren kann.
Aber dann rolle ich die Isolierung einfach wieder zu Seite :)

Die Heizkreisverteiler sehen definitiv noch so aus!
An dem hydraulischem Ablgeich zweifle ich ehrlich gesagt auch etwas...
Der hydraulische Ablgeich wäre Vorraussetzung oder neue Heizkreisverteiler komplett?

Ja die WMZ sollen sowieso als Basis der Anlayse dienen.
Bei den letzten Beiträgen sind wir meiner Meinung nach etwas abgeschweift ;)
Mir gings nur darum ob es noch weitere Werte oder Abhängigkeiten voneinander gibt welche ich ermitteln soll.
Da alles digital geloggt wird, kann ich die Wärmeleistungen bzw. -bedarf direkt in Abhängikeit der jeweiligen Aussentemperaturen darstellen.
Ich könnte auch eine extra Markierung setzen oder im Graphen darstellen sobald der Kaminofen in Betrieb ist. Nur die verheizte Holzenergie müsste ich manuell eintragen ;)

Verfasser:
tiber
Zeit: 28.02.2019 15:13:46
1
2757430
M.E. sollte die WP auch so ausgelegt sein, dass sie im 24 Std. Durchheizbetrieb zur Not auch ohne das Zuheizen mit Holz die Hütte warm hält. Dann wird es wohl auch bei rd. 7- 7,5Kw Heizlast über den Jahreswärmebedarf betrachtet incl. Holz auskommen.
Ich finde es dennoch empfehlenswert mal an sehr kalten Tagen nahe der AuslegungsAT auch den Tagesbedarf an Wärme zu betrachten, um auch darüber die Heizlast zu berechnen. Daraus ergibt sich die Heizlast unter Extrembedingungen und unabhängig von der überschläglichen Betrachtung über den Jahreswärmebedarf. Sicher kann man die WP dann auch etwas knapper auslegen, da man ggf. den Heizstab für die wenigen Ausnahmetage hätte, bzw dann eben auch den Holzofen feuern kann, bzw die Heizlast noch durch spätere Dämmmaßnahmen verringern kann.
Als Bsp ich habe einen Wärmebedarf bei viel solaren Gewinnen von rd. 20000 kwh p.a.. An sehr kalten Tagen ohne Sonne wurden laut WMZ auch 240kwh benötigt, also Heizlast 10KW.

Hydr. Abgleich hin oder her, bei voll aufgedrehten Thermostaten bzw Err einmal prüfen, wie weit Du mit der VLT runtergehen kannst. Ich war auch bei mir verblüfft, dass die damalige VLT am Gaskessel von 55 bis auf gut wärmepumpentaugliche 35 Grad per optimierter Hydraulik und im 24 Std. Heizbetrieb selbst bei den Heizkörpern reduziert werden konnte- allerdings eher mildes Rheinland mit AuslegungsAT -10 Grad, die selten erreicht wird.
Gleichzeitig die Volumenströme am WMZ feststellen. Die Wp braucht niedrige VLT und hohen Volumenstrom, um die benötigte Wärme in die Heizflächen zu jagen. Bei 7KW und 4 Grad Spreizung hast Du um die 1500L/h. Ggf. müssen in zu kalten Räumen dann kleinere Heizkörper gegen größere getauscht werden.
Wenn Du die ganzen Daten loggst, hast Du ja gute Infos und kannst am Öler etwas spielen bzw an den Pumpen...

Vg tiber

Verfasser:
Habedere
Zeit: 01.03.2019 08:16:57
0
2758586
Ich hatte eigentlich vor den Holzofen gegen einen kanalisierbaren Pelletofen zu tauschen. Die Holzerei geht mir etwas auf den Senkel...
Den zweiten Kanal wollte ich dann in den Flur/Treppenhaus leiten.
Von dort aus lässt sich normal gut das OG beheizen.
Aktuell haben wir bereits tagsüber die Schlafzimmertüren im OG offen.
In unserm Schlafzimmer ist die Heizung komplett aus und wir hatten den
ganzen Winter ca. 17°-19°. In den Kinderzimmer lief recht selten die Heizung.
Sollte es mal sonderlich kalt gewesen sein, haben wir bei geöffneter Wohnzimmertür den Holzhofen etwas höher geheizt. Ruckzuck gings in den Kinderzimmern nach oben.
Einen Pelletofen könnte ich notfalls so steuern, dass bei einer gewissen Außentemperatur der Ofen automatisch ins Treppenhaus feuert. (Ggf. wenn Raumtemperaturen unter X und Türen offen).
Generell ist es aber wichtig dann das OG besser zu dämmen, da der Flur dann ziemlich als "Temperaturpuffer" verwendet wird...

Ich habe jetzt einfach mal am Stellmotorrelger 40° eingestellt und schau mal was passiert.
Aber irgendwie ist eh seltsam - fast jedes mal wenn ich in den Heizraum gehe ist der Regler offen und die Temperatur steht trotzdem zwischen 30° und 40°.
Habe das Gefühl der Kessl springt vieel seltener an.
Dann schau mich mir die Durchschnittwerte nach einer Woche an und dann versuche ich mal die ersten Nachjustierungen.
Bei dem mittlerweile recht mildem Wetter wird eh nicht all zu viel zu sehen sein...

Weil du sagst "am Öler spielen" - was kann ich denn da groß einstellen?!
Der moduliert ja selbst oder?

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 01.03.2019 09:04:35
1
2758608
Bitte beachten, dass die Schweizer Formel nicht für Teilbeheizung gilt.

Wenn also mit der Heizung nur wenige Räume beheizt werden und z.B. das OG so gut wie gar nicht, dann ist die Abschätzung nach der Schweizer Formel nicht zu gebrauchen.

Insofern wäre es wichtig zu wissen, wie das Haus tatsächlich beheizt wird, denn der aktuelle Heizölverbrauch passt nach meiner Auffassung nicht so recht zu dem Wärmebedarf / m² Wohnfläche lt. Energieausweis.

2 Ster Hartholz sind äquivalent zu 400 l Heizöl und entsprechend bei der Schweizer Formel zu berücksichtigen. Da die Solaranlage die Wärmeerzeugung für WW beeinflusst, ist die auch entsprechend "einzupreisen".

1993 war noch vor der WSchVO von 1995, insofern sind ~6 kW bei dem geposteten Dämmzustand nach meiner bescheidenen Meinung eher unrealistisch und sprechen deshalb eher für eine Teilbeheizung des Hauses.

Ich würde hier aktuell eher von ~10 -12 kW Heizlast ausgehen, "zeitgenössische" Bauweise vorausgesetzt, auf die man hinsichtlich der geposteten Dämmstandards schließen kann.

Um klar zu sehen, sollte man versuchen, alte Bauunterlagen (Wärmeschutznachweise aus der Bauphase sind da sehr wertvolle Datenquellen) auszuwerten und mit diesen Daten zu einem Ing.-Büro für Technische Gebäudeausrüstung zu gehen, um eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen zu lassen, dann sieht man klarer.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 01.03.2019 09:33:43
0
2758618
@Habedere.
Dumm nachgefragt: "Welche Quelle soll denn eigentlich angezapft werden? Willst Du thermische Energie aus Luft oder der Erde bzw. unterirdischem Wasser pumpen?"

Verfasser:
Habedere
Zeit: 01.03.2019 10:27:42
0
2758644
@Texlahoma:
Ich würde mich persönlich eher auf die Messungen verlassen als auf Berechnungen.
Sei es die Schweizer Formel, oder eine Heizlastberechnung nach DIN EN.
Man kann wohl viel rechnen wenn der Tag lang ist, aber Fakt sind doch die Zahlen und Werte die mir schwarz auf weiß vorliegen oder?
In meinem anderen Thread sind die einzelnen Geschosse dargestellt inkl. der einzelnen Beheizung. (Schlafzimmer komplett unbeheizt ist diese Saison neu^^) Natürlich ist das Haus nicht zu 100% beheizt. Die Temperatur im gesamten Keller (außer Waschraum) ist definitiv ausreichend. Es sind aber alle Türen geöffnet zur Luftzirkulation und Wärmeaustausch. Es gibt also keine wirklich kalte Bereiche.
Hier stellt sich mir noch die Frage im Falle meiner Tests und/oder zukünftiger Beheizung ob ich ALLE Heizkörper etc. im ganzen Haus laufen lassen soll, nach dem Motto - "mehr Fläche erfordert niedrigere VLT" ?!
Die folgend (leicht) beheizten Kellerräume würden dann ja auch das Treppenhaus + EG/OG und die Kellerdecke mitheizen.

Das mit dem Energieausweis habe ich mir auch schon gedacht, allerdings wurde dieser zum Hausverkauf vom Vorbesitzer erstellt. Evtl. hatte er ganz andere Heizgewohnheiten...
Die geschätzen 2 Ster Hartholz sind natürlich auch mit Vorsicht zu genießen.
Denn abgesehen vom wohl schlechten Wirkungsgrad, wurde teils ziemlich unwirtschaftlich geheizt! Zum Beispiel um das OG etwas mit zu heizen und WAF ;)
Da waren 26-27° im Wohnraum keine seltenheit ;)

Mit Bauunterlagen siehts wohl ganz schlecht aus - hier habe ich nur den Bauplan :)

@low:
Am liebsten wäre mir natürlich ein Ringgrabenkollektor. Der wird mir wohl leider nicht auf das Grundstück passen :( Als nächstes wäre eine Erdsonde interessant, da meine Firma bzw. der Konzern diese auch durchführt. Kosten sind aber wahrscheinlich trotzdem ziemlich hoch... Grundwasser kommt auf Grund der Lage und des möglichen Grundwasserschutzes wohl nicht in Frage.
Tja was bleibt wäre eine Luftwärmepumpe ;)
Deswegen auch immer die Anspielung auf die Außentemperaturen...

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 01.03.2019 11:06:30
0
2758663
Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist eine Berechnung ;-) und ist DIE Methode der Wahl zur Bemessung eines neuen Wärmerzeugers.

Deine Schilderung bestätigen meinen Verdacht hinsichtlich Teilbeheizung des Hauses. Insofern vergiß die Schweizer Formel zur Heizlastabschätzung am besten ganzen schnell.

Aus dem, was Du so schreibst entnehme ich, dass Dir der Ölverbrauch / -preis ein Dorn im Auge ist. Kann ich nachvollziehen. Und genau da würde ich zunächst mal ansetzen und Heizkreise (hydraulischer bzw. thermischer Abgleich) und Wärmerzeuger (Optimierung der Heizzeiten und der Heizkurve) mit geringinvestiven Mittel bestmöglich optmieren.

Bei näherer Betrachtung wird da sicherlich noch einiges gehen. Und für eine WP sind hydraulisch gut funktionierende Heizkreise ohnehin ein Muß.

Verfasser:
Habedere
Zeit: 01.03.2019 12:34:42
0
2758701
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Aus dem, was Du so schreibst entnehme ich, dass Dir der Ölverbrauch / -preis ein Dorn im Auge ist.[...]


Sagen wir mal so - ich bin natürlich nicht sonderlich begeistert. Weniger geht immer ;)
Allerdings habe ich jetzt nicht vor die Heizung raus zu schmeißen, nur um mit einer WP möglichweise mehr zu sparen...
Ich möchte mich in erster Linie darauf vorbereiten, wenn sie denn wirklich raus muss aufgrund Defekt/Totalschaden.
Der hydraulische abgleich steht auf meiner Agenda, sobald das logging mal läuft.
Dann kann ich vll eher erkennen wo noch Handgriffe zu tun sind.
Bzw. muss ich mich erst mal einlesen wie ich das ganze überhaupt anstelle^^

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 01.03.2019 17:55:41
0
2758813
Zitat von Habedere Beitrag anzeigen
... was bleibt wäre eine Luftwärmepumpe ;)
Deswegen auch immer die Anspielung auf die Außentemperaturen...
Wenn Wärmequelle Luft ... dann klemm doch ganz simpel zwei der preiswerten Panasonic WH-MDC05H3E5 Monoblocks an Deine Hausheizkreishydraulik.

Damit hast definitiv ausreichend thermische Leistungsfähigkeit (2x modulierender Kältemittelkreis + je ein 3 kW Heizstab) und zudem ist, wenn nur eine der beiden ausschließlich mit minimaler Verdichterleistung läuft, der geringe Wärmebedarf bei höheren Außentemperaturen kein Problem!

Verfasser:
Habedere
Zeit: 01.03.2019 19:45:53
0
2758842
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von Habedere Beitrag anzeigen
[...]
Wenn Wärmequelle Luft ... dann klemm doch ganz simpel zwei der preiswerten Panasonic WH-MDC05H3E5 Monoblocks an Deine Hausheizkreishydraulik.

Damit hast definitiv ausreichend thermische Leistungsfähigkeit (2x modulierender Kältemittelkreis + je ein 3 kW Heizstab) und zudem ist, wenn[...]


Da will ich quasi hin - wenn möglich aber nur eine Panasonic ;)

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 01.03.2019 19:57:48
0
2758844
Raumtemperierung über Heizkörper mit einer WH-MDC05H3E5 bei NAT -16°C und Trinkwassererwärmung ... das wird monovalent nicht funzen ... monoenergtisch knirsch.

Da würde der "Normalo" dann wohl die WH-MDC09H3E5 nehmen ... ich persönlich finde die Variante mit zwei der WH-MDC05H3E5 aus mehreren Gründen (z.b. parallele Raumtemperierung und Trinkwassererwärmung) von Vorteil.

Verfasser:
Habedere
Zeit: 01.03.2019 20:14:02
0
2758850
Darum betreibe ich den Aufwand ;)
Mal sehen wo der Weg hinführt...
Habe mir schon gedacht dass eine 5er wohl nicht reicht.
Aber wieviel Dampf ich letztendlich benötige möchte ich mal ausloten.
Heizkörper sind nur im OG, wo recht wenig geheizt wird - zumindest aktuell.
Das EG hat komplett Fußbodenheizung.

Das richtige Datenlogging beginnt ab heute - sofern alles klappt.
Die WMZ sind nun seit 9 Tagen aktiv.
Verbraten auf dem HT-Kreis 173 kWh und auf dem NT-Kreis 285 kWh.
Macht einen täglichen Schnitt von ca. 51 kWh.
Man muss sagen dass es aber tagsüber relativ warm und sonnig war.


Verfasser:
lowenergy
Zeit: 02.03.2019 07:15:14
1
2758915
Zitat von Habedere Beitrag anzeigen
... Heizkörper sind nur im OG, wo recht wenig geheizt wird - zumindest aktuell.
Das EG hat komplett Fußbodenheizung ...
Das ist ja dann ähnlich wie bei uns.

Unsere im Verhältnis zur jeweiligen Raumheizlast einigermaßen großzügig dimensionierten Heizkörper in Keller- und Dachgeschoss müssen im Vorlauf generell nur mit etwa 2 bis 3 Kelvin mehr Wassertemperatur als die Bodenwärmeaustauschfläche im Erdgeschoss angefahren werden, seit dem mit der in unserer Panasonic WH-MDC05F3E5 integrierten Hocheffizienzumwälzpumpe konsequent ausreichend hoher Volumenstrom in sämtlichen Einzelheizkreisen zu realisieren ist. Auch an mehreren zusammenhängenden kältesten Tagen (etwa 7 kW max. Heizleistungsbedarf ... -14°C NAT) genügt, u. a. auch wegen dem 24/7 Energieeintrag ins Hausheizkreiswasser, für die Heizkörper eine Vorlauftemperatur von +35 Grad Celsius.

Die Spreizung von Vor- und Rücklauf der Fußbodenheizung im Erdgeschoss ist übrigens höchstens nur knapp 2 Kelvin. Meistens sind eher nur etwas mehr als 1 Kelvin Temperaturdifferenz in dem FbH-System mit den 6 Einzelheizkreisen. Durch das dabei dann ein Volumenstrom von bis zu 1.150 l/h zirkuliert.

Verfasser:
Habedere
Zeit: 02.03.2019 08:40:19
0
2758928
Ahh sehr detailliert - werde ich mir mal näher ansehen.
Die Vorlauftemperatur der FBH kann ich nur über einen mech. Regler grob einstellen.
Diese schwankt wohl je nach Kesseltemperatur.
So schwankt auch die VLT des HT-Kreises. Hier regulier ich aber über den elektronischen Stellmotorregler, welcher natürlich auch etwas Reaktionszeit benötigt ;)
Deine 1,1m³/h werde ich wohl nicht schaffen - im HT Kreis vorher mal kurz getestet bis max. 0,3X. Ob die Pumpe der FBH stärker ist müsste ich mal prüfen.

Verfasser:
tiber
Zeit: 02.03.2019 12:41:53
1
2759024
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Raumtemperierung über Heizkörper mit einer WH-MDC05H3E5 bei NAT -16°C und Trinkwassererwärmung ... das wird monovalent nicht funzen ... monoenergtisch knirsch.

Da würde der "Normalo" dann wohl die WH-MDC09H3E5 nehmen ... ich persönlich finde die Variante mit zwei der WH-MDC05H3E5 aus[...]


Genauso sehe ich das auch, Kann im Übrigen bestätigen, dass die für 90er Jahre Hütten typische Fbh und Heizkörperkombination im Heizkörperheizkreis um die 2-3 Grad mehr VLT benötigt, insbesondere bei niedrigen AT.
Ich selbst habe die gleiche Konstellation, EG mit Fbh, OG Radiatoren. Die von unten nach oben aufsteigende Wärme bringt es mit sich, dass die Radiatoren gar nicht so viel mehr an VLT brauchen.
Hier dürfte es mit 2 der kleinen Monoblöcke fast nur Vorteile geben, und deine Heizlast dürfte abgedeckt sein. Und wenn mit 10KW überdimensioniert, hat das wegen dem Modulationsbereich auch keinen Nachteil. Eines wird aber sicher sein, eine 5KW Maschine wird incl. WW nicht reichen! Ob Du bei zwei 5KW WP letztendlich 7, 8 oder 9KW Heizlast hast, ist dann m.E. doch wurscht. In der Übergangszeit kann und sollte es eine WP schaffen. Bei mir funzt es in der Übergangszeit auch so, dass die FBh Geisha mit etwas niedrigerer eingestellter Heizkurve auch die Radiatoren mit genug Wärme versorgt. Heute Vormittag bei AT 7 Grad eine AZ von 6, und die Hütte auch ohne solare Gewinne warm. Die Heizkörper Geisha steht nun auf OFF. Die startet erst wieder, wenn die Heizlast über 5 KW hinausgeht.
Weiter kannst du bei Kälte in den Genuss kommen, dass eine WP das WW bereitet, die andere immerhin noch die Heizkreise bedienen kann.
Ok, nachteilig gegenüber einer leistungsstärkeren Einzel-Wp ist der Mehraufwand bei der Anbindung bzw der Platzbedarf.

Was eben wichtig ist, dass beide(!) WP im Parallelbetrieb dann auch genug Wassermenge umwälzen und sich bei den Abtauvorgängen nicht gegenseitig negativ beeinflussen, dass es zu Störungen kommt.
Über die letztendlich vorliegende Heizlast würde ich mir nicht mehr den Kopf zerbrechen, zumal es ja auch nicht ganz genau feststellbar ist, wieviel das Zuheizen mit Holz bringt bzw wieviel Kwh hier noch zuzurechnen wären. Ansonsten einen möglichst trüben, kalten Tag abwarten, Holzofen Tags zuvor schon aus und sehen, wieviel durch die WMZ geht.

Aktuelle Forenbeiträge
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Alexesw schrieb: Mir fehlt jetzt noch der passende Pufferspeicher für den Kessel, der dann ja "ST-SteamBack-ready" sein muss. Gibt es einen Schichtenspeicher ohne Wärmetauscher, der genügend Anschlüsse für Pelletkessel,...
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Heizlastanalyse für Wärmepumpe im Bestand
Verfasser:
tiber
Zeit: 02.03.2019 12:41:53
1
2759024
Zitat:
...
Raumtemperierung über Heizkörper mit einer WH-MDC05H3E5 bei NAT -16°C und Trinkwassererwärmung ... das wird monovalent nicht funzen ... monoenergtisch knirsch.

Da würde der "Normalo" dann wohl die WH-MDC09H3E5 nehmen ... ich persönlich finde die Variante mit zwei der WH-MDC05H3E5 aus[...]

Genauso sehe ich das auch, Kann im Übrigen bestätigen, dass die für 90er Jahre Hütten typische Fbh und Heizkörperkombination im Heizkörperheizkreis um die 2-3 Grad mehr VLT benötigt, insbesondere bei niedrigen AT.
Ich selbst habe die gleiche Konstellation, EG mit Fbh, OG Radiatoren. Die von unten nach oben aufsteigende Wärme bringt es mit sich, dass die Radiatoren gar nicht so viel mehr an VLT brauchen.
Hier dürfte es mit 2 der kleinen Monoblöcke fast nur Vorteile geben, und deine Heizlast dürfte abgedeckt sein. Und wenn mit 10KW überdimensioniert, hat das wegen dem Modulationsbereich auch keinen Nachteil. Eines wird aber sicher sein, eine 5KW Maschine wird incl. WW nicht reichen! Ob Du bei zwei 5KW WP letztendlich 7, 8 oder 9KW Heizlast hast, ist dann m.E. doch wurscht. In der Übergangszeit kann und sollte es eine WP schaffen. Bei mir funzt es in der Übergangszeit auch so, dass die FBh Geisha mit etwas niedrigerer eingestellter Heizkurve auch die Radiatoren mit genug Wärme versorgt. Heute Vormittag bei AT 7 Grad eine AZ von 6, und die Hütte auch ohne solare Gewinne warm. Die Heizkörper Geisha steht nun auf OFF. Die startet erst wieder, wenn die Heizlast über 5 KW hinausgeht.
Weiter kannst du bei Kälte in den Genuss kommen, dass eine WP das WW bereitet, die andere immerhin noch die Heizkreise bedienen kann.
Ok, nachteilig gegenüber einer leistungsstärkeren Einzel-Wp ist der Mehraufwand bei der Anbindung bzw der Platzbedarf.

Was eben wichtig ist, dass beide(!) WP im Parallelbetrieb dann auch genug Wassermenge umwälzen und sich bei den Abtauvorgängen nicht gegenseitig negativ beeinflussen, dass es zu Störungen kommt.
Über die letztendlich vorliegende Heizlast würde ich mir nicht mehr den Kopf zerbrechen, zumal es ja auch nicht ganz genau feststellbar ist, wieviel das Zuheizen mit Holz bringt bzw wieviel Kwh hier noch zuzurechnen wären. Ansonsten einen möglichst trüben, kalten Tag abwarten, Holzofen Tags zuvor schon aus und sehen, wieviel durch die WMZ geht.
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