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Foren
Sanierung Altbau von 1949
Verfasser:
Excel
Zeit: 24.01.2021 14:04:21
1
3096420
Hallo liebes Forum,

dies ist mein erster Beitrag und zuerst möchte ich Danke sagen für die vielen informativen Beiträge, die ich bisher still mitgelesen habe :)

Wir haben für unsere Familie ein Haus im Frankfurter Raum gekauft und möchten dieses vor Einzug nun ordentlich sanieren.

Das Haus wurde ursprünglich 1949 erbaut. 1970 wurde ein weiteres Geschoss ausgestockt, insgesamt gibt es nun 3 Geschosse, oben mit Gaube. Das Haus ist eine Doppelhaushälfte. Die Wohnfläche liegt bei 139 m³.
Verbaut wurde nach vorläufigen Informationen im Keller und Erdgeschoss 38cm Ziegelstein, darüber 24cm Hohlblockstein (HWL 25/50 oder ähnlich, ich kenne mich nicht genau aus mit den Bezeichnungen).

Zur Sanierung gehört neben Innenumbauten auch die energetische Sanierung. Die Wand dürfte wohl auf U-Werte oberhalb von 1W/K*m² kommen, schätze ich, da sie im Originalzustand vorliegt (nur verputzt). Wand fühlt sich innen subjektiv kühl, aber nicht richtig kalt an.

Die Fenster sind 2-fach verglast von 1981 mit Alu-Rahmen. Fühlen sich innen sehr kalt an, und sollen auf jeden Fall getauscht werden. Die Eingangstür ist geschätzt aus den 70er Jahren. Am Eingang existiert auch noch ein kleiner Vorbau.

Das Dach wurde in den 80er nachträglich mit Zwischensparrendämmung gedämmt (ca.10-12cm MW). Balken wurden vom Dachdecker als in Ordnung angesehen, die Dampfsperre ist aber beschädigt, sodass laut seiner Aussage die Dämmung dahinter kaum Wirkung hat, und es wäre auch generell nicht mehr zeitgemäß. Auch die Gaube von 1970 ist nicht gedämmt, die Vormieter sagten, es wäre unter dem Dach im Sommer sehr heiß gewesen.

Die Heizung ist relativ neu, Gas-Brennwert von 2015 (Viessmann Vitodens 200) mit WW-Speicher. Der Verbrauch an Gas durch die beiden Mietparteien lag zuvor bei ca. 18.300 kWh.


Nun die Frage: Welche Sanierungen würdet ihr vorschlagen (Gesamt-Budget für alle Umbauten ca. 150.000€, Angebote Handwerker sind noch offen)?

- Fenster: würde ich gerne tauschen und weiter nach außen setzen an die äußere Kante der Mauer. Macht 3-fach-Glas auf der Nord- und Ostseite sowie 2-fach mit gutem solaren Gewinn nach Süden am meisten Sinn?
- Außendämmung: sind hier 16cm MW sinnvoll? Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Haustür im 90°-Winkel zur Hauswand läuft, welche Lösung ist hier zweckdienlich, um die Breite möglichst zu erhalten?
Kellerdämmung an der Kellerdecke ist schwierig bis unmöglich, da man bereits jetzt als größerer Mensch gerade noch aufrecht stehen kann. Die Kellerwände wollen wir nicht nachträglich dämmen, der Keller ist und bleibt unbeheizt.
- Dach: Hier hat der Dachdecker eine Aufsparrendämmung vorgeschlagen, 16 bis 20cm MW, das vorhandene Dachfenster von 2015 wieder rein, 2 neue kommen dazu. Das Dach wird damit etwas höher, zum Nachbarhaus müsste er dann die Brandmauer erweitern. Die Gaube soll ebenfalls gedämmt werden, da hier noch nichts vorhanden ist an Dämmung.
- Heizung: Hier hat der Heizungsbauer vorgeschlagen, wenn ohnehin umgebaut wird, die alten Heizkörper raus und gleich Fußbodenheizung verbauen. Die Gasheizung erhalten für WW, zur Raumheizung WP (Luft-Wasser, Platz ist vorhanden). Die WP soll dann bis ca. 0°C übernehmen, nur bei sehr kalten Temperaturen soll die Gasheizung unterstützen.
-Belüftung: Mindestens im Wohnraum im EG habe ich eine dezentrale Belüftung geplant. Welches Modell macht hier für die ca. 45-50 m² (ohne Bad) Sinn? Wichtig wäre, dass die Lüftung unmerklich arbeitet. Montage auf der Süd- oder auf der Nordseite besser? Zum Norden hin ist eine mäßig befahrene Durchgangsstraße. Zum Süden ist es ruhig.

Was haltet ihr von Solar? STA scheint ja schwierig bezüglich der Wirtschaftlichkeit, aber Photovoltaik müsste doch in Verbindung mit Photovoltaik sinnvoll sein? Das Dach hat insgesamt ca. 55-60 m², Ausrichtung Süd mit ca. 15-20° Drehung nach Osten. Dachneigung 40°. Die Gaube befindet sich auf dem Südteil und nimmt geschätzt 15 m² ein. Der Nachbar hat eine Kastanie im Garten, die etwas weniher als die Höhe des Daches hat, sonst keine Verschattung.

KfW/BAFA-Förderung macht hier ja sicherlich Sinn? Zumal der Heizungsbauer sagte, dass WP, neue Regeltechnik, neue Heizungsrohre, Einbau FBH incl. Bodenbeläge dort als ein Projekt gelten und alles gefördert werden kann. Das würde die Wirtschaftlichkeit natürlich deutlich verbessern.

Ich bin gespannt auf eure Vorschläge und die Diskussion. Für die Beiträge bedanke ich mich im Voraus :)

Verfasser:
schorni1
Zeit: 24.01.2021 21:38:20
2
3096827
Die Fußbodenheizung und die Heizkörper sollten gleich auf WP-taugliche Temperaturen ausgelegt werden, also unter 40 Grad max Vorlauftemperatur. MIR täte es ein bißchen weh, die relativ neue Gasheizung zu tauschen, aber eine WP bekommt man halt SAMT UMBAUAUFWENDUNGEN gefördert. ABER: die WP braucht einen diskreten Aufstellplatz, möglichst so dass sie die Nachbarn nichtmal SEHEN!

Die dezentrale Lüftung würde ICH auch für die Schlafräume vorsehen (oder zumindest Kabel legen, Ausrichtung möglichst immer zur ruhigeren Hausseite, da die Geräte eine gewisse Schallbrücke darstellen.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 24.01.2021 22:01:33
1
3096839
Zitat von Excel Beitrag anzeigen
... alten Heizkörper raus und gleich Fußbodenheizung ...

Da Kellerdeckendämmung kaum möglich ist würde ich im EG, wenn eh' FBH reinkommt üppig(!) Dämmung einbringen und wegen der Aufbauhöhe PUR nehmen. Da kann die FBH auch gleich draufgetackert werden.

Die Gaube würde ich zurückbauen. Dämmtechnisch eine absolute Katastrophe (weil viele Seiten, viel Hüllfläche, viel Raumverlust bei ausreichender Dämmung) und damit eine durchgängige Fläche für die PV schaffen. "Form follows Function".

Grundsätzlich 3-fach Fenster.

Ansonsten ist das schon ein Konzept. Fraglich, ob das mit 150000 € funkt.

Verfasser:
Excel
Zeit: 26.01.2021 07:54:06
1
3097659
Danke für eure Antworten.

Die Gasheizung soll ja erhalten bleiben, sie soll im Tandem arbeiten. WW und Unterstützung bei sehr niedrigen Temperaturen.
Bei der Ausstellung der WP sind wir relativ flexibel. Den nötigen Abstand zum Nachbarn hat der HB auch erwähnt, Sichtschutz ebenso (nur den Luftstrom nicht verdecken).

Danke für den Hinweis mit der Lüftung im Schlafzimmer, das ergibt natürlich Sinn. Welche Geräte arbeiten denn besonders leise (Ca. 15 m2)? Sind Geräte mit Wechsel der Luftrichtung zu empfehlen? Nach dem Schallschutz muss ich mich auch noch kundig machen.

PUR unter der FBH nehme ich auf. Mal sehen was möglich ist, dazu muss ich erst den Boden rausnehmen.

Wie meinst du das mit Gaube zurückbauen? Wieder ein herkömmliches Dach? Das hätte den Nachteil, dass die Hälfte des Raumes darunter nicht mehr vernünftig nutzbar wäre. Zumal die Gaube des Nachbarn dann an einer Seite offen liegen würde, das findet er bestimmt nicht gut. Ich bin gespannt, was der Dachdecker hier im Detail vorschlägt.

Fenster laufen dann in Tendenz auf 3-fach hinaus. Mal sehen, soviel Budget am Ende bleibt für all die Maßnahmen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 26.01.2021 08:21:52
2
3097667
Bei den Fenstern geben sich 2-fach und 3-fach bei den Kosten heute nicht viel.
Der Keller sollte wenigstens eine Dämmschürze bekommen, sonst gibt es unten am EG eine ganz böse Wärmebrücke. Je tiefer man kommt desto besser, denn das ersetz / unterstützt dann auch die Dämmung des Erdgeschossbodens. (Die Wärme die vom EG in den Keller kommt kann aus diesem nicht mehr so leicht raus, der Keller wird wärmer und weniger Wärme strömt aus dem EG ab).

Verfasser:
Excel
Zeit: 28.01.2021 21:05:30
1
3099452
Bei den Fenstern vergleichen wir auch mal, was diese im Vergleich kosten. KfW soll eingehalten werden. Fraglich, ob das mit 2 fach überhaupt gelingt.

Die Wärmepumpe zusammen mit Heizung und Rohren könnte aber in Summe zu teuer werden. Eventuell verzichten wir auch erstmal auf die WP, und nutzen vorerst nur die Gasheizung. WP käme dann später.

Die Dämmschürze ist eine gute Idee. Da sowieso eine Außendämmung gemacht werden soll, bietet es sich an.
Zu diesem Thema: da die Wände im Keller stellenweise feucht sind, müssen wir an manchen Stellen ohnehin aufgraben. Was für ein Material empfiehlt sich hier? Bitumen + XPS? Vorrangig soll die Feuchtigkeit raus, Wärmedämmung aber natürlich willkommen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 29.01.2021 11:14:21
2
3099688
Beim Arbeiten ohne Handwerker: abschlagen von Überstehendem, Eben verputzen, dann Bitumendickbeschichtung, dann Perimeterdämmung, i.d.R. XPS der passenden Druckfestigkeitsklasse. Wenn man ableiten kann Drainage mit einlegen.

Verfasser:
Excel
Zeit: 23.02.2021 11:12:53
0
3115923
In den letzten Tagen war es etwas chaotisch rund um die Planung.
Der Energieberater vertritt die Meinung, dass man als Heizung einen Schichtenspeicher einbauen soll (HB hat einen "Oskar" angeboten mit 700l). Solarthermie dann 10 m2 zur Unterstützung. Die bessere Hälfte findet das nicht gut. Ich sehe das Problem, dass man dann einen großen Teil des Jahres riesigen Überschuss hat und die Wirtschaftlichkeit leidet. Der Speicher plus Solarthermie soll 16.500€ kosten.

Kann sich das überhaupt rechnen?
Wäre es nicht die bessere Variante, dann Photovoltaik zu installieren plus Wärmepumpe? Oder verhindert das die Regelung zum KfW Effizienzhaus?
Würde dann auch ein kleiner Speicher genügen oder gar der vorhandene (glaube Vitocell 100 150l)?

Den Keller dämmen wir nun von außen mit XPS aufgrund der Feuchtigkeit. Hilft gegen den Wärmeverlust und Wärmebrücken natürlich auch. Und unter dem Haus ist das Abwasserrohr an vielen Stellen defekt, das wird jetzt repariert.

Der Fußboden im EG ist übrigens mit ca. 4-5 cm Styropor gedämmt, wie die Probebohrung ergab. Damit ist das Problem der nicht möglichen Kellerdeckendämmung verringert.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 24.02.2021 01:15:50
1
3116281
bezüglich KfW Effizienzhaus muss man rechnen. PV darf ja heute mit eingerechnet werden. Und eventuell findet sich ein Heizungsbauer der eine Jeisha montiert, wenn es eine preiswerte WP sein soll, die ggf. bivalent mit bestehender Gasheizung läuft. Die Suche kann sich aber schwierig gestalten.
Schichtenspeicher passt zur ST, aber leider schlechter zur WP, da muss man bei der hydraulischen Einbindung ein wenig aufpassen. Dämmungsmäßig sollte das alles schon ganz gut zusammenpassen.

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