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Alle
Foren
Autarkes Haus nach Corona
Verfasser:
HolyC
Zeit: 01.08.2020 21:47:09
0
2993619
Liebe Haustechniker,

ich muss zugeben, dass mit dieser ganze Corona Krimi ziemlich nachdenklich gemacht hat. Ich habe vor vielen, vielen Jahren mal meine Diplomarbeit über kritische Infrastrukturen und Ausfallwahrscheinlichkeiten geschrieben und fühlte mich ein wenig erinnert.

Das ganze möchte ich zum Anlass nehmen, den geplanten Neubau für meine vierköpfige Family und mich in der bayrischen Pampa etwas anders zu gestallten.

Euch möchte ich auf diese phantastische Utopie mitnehmen ;-D. Für diesen Wahnsinn bräuchte ich Eure Hilfe. Vielleicht geht es auch gar nicht, aber dann ist das auch ok. Dafür darf es aber auch etwas mehr kosten. Einen Pool oder solchen Kram spare ich mir dafür ;-).

Demnach sollte der Neubau zwei Bedingungen erfüllen:

A) Das Haus sollte ein ganz normales, energie- und ressourcensparendes, stabiles Haus werden, das möglichst wartungsarm ist.

B) Das Haus solle im Falls, dass es von der Versorgung abgeschnitten ist, einfach auch funktionieren. Natürlich nicht so gut, wie in normaler Zeit, aber es sollte auch ohne Strom weitesgehened vor Kälte und Nässe (und Schimmel!) schützen, Wasser liefern und einge Möglichkeit liefern zu kochen. Und das möglichst, ohne, dass etwas kaputt geht. (bei Punkten, die auf B abzielen, setzte ich immer ein [B] dahinter)

So, das sind schon mal hohe Ansprüche :-). Ich weiß, dass ich nicht immer A) und B) erfüllen kann. Dann liegt der Fokus klar auf A)! Aber wenn mit etwas mehr Kapital-Einsatz A) UND B) möglich ist, ist das fein!

Dennoch: Viele Punkte, erfüllen beide Ansprüche und sind auch im normalen Leben hilfreich (z.B. Zisterne oder Grundofen).

Ich fange mal an:


#### Gehäuse/Dämmung ####
=> Hier möchte ich mit einer Frage starten: Wenn ich einen ganz ordentlich gedämmten Keller habe: Unter 4°C sollte der auch bei -20°C AußenTemp nicht landen, oder? Dann würde ich mir den [B]-Heizungspart schenken. Ist war nicht schön, aber 4°C im Keller reichen mit dicken Decken auch zum Überleben, wenn keine Heizung funktionert.[B]

++ Anforderungen ++
- stark gedämmt, aber geringe Schimmelgefahr, auch ohne, dass eine KWL läuft
- seeehr langlebig und stabil, guter Brandschutz
- Keller möglichst nicht unter ~ 8°c, aber auch nicht über 14° (geht das überhaupt?)) [B]
- ein großer Kellerraum, möglichst kühl und trocken zum Lagern von Lebensmitteln [B]

++ Erreichung ++
- 2 Stockwerke + Keller (150m² Wohnfläche reicht)
- kein WDVS, sondern monolithische Bauweise (mit T7 42?)
- Keller auch komplett gedämmt? Aber NICHT beheizt!?
- KWL für den Komfort und zum Energiesparen (sollte auch Kühlen können!), das Haus sollte aber auch ohne, dass diese läuft, schimmelfrei bleiben! [B]



#### Heizung ####
++ Anforderungen ++
- möglichst energiesparend
- ein Teil sollte auch ohne Strom funktionieren (ggf. gar nicht nötig, siehe Dämmung)

++ Erreichung ++
- Solarthermie + Sole-Wasser-Wärmepumpe
- Kleinspeicherofen oder kleinster Grundofen der Welt im Wohnzimmer :-) [B]
---- ALTERNATIV: ein moderner Holzherd, der aber vermutlich zu warm macht und den ich höchstes im Keller sehen würde :-(



#### Sanitär ####
++ Anforderungen ++
- möglichst wenig Wasser aus dem Netz verbrauchen
- großer Wasserspeicher [B]

++ Erreichung ++
- Regenwassernutzung im Haus
- Zisterne [B]



#### Strom ####
++ Anforderungen ++
- möglichst wenig aus dem Netz
- mögilchst ökologisch
- widerspricht etwas der Ökologie: Mit ordentlicher Notstromfunktion, die es mir auch ein paar Monate ohne Netz, meine TaLa-Batterien zu laden

++ Erreichung ++
- was neben der Solarthermie auf dem Dach noch frei ist, sollte mit PV belegt werden
- WR Fronius Symo Hybrid + BYD BBox mit 10kWh [B]
---- ALTERNATIV: E3/DC S10 E Hauskraftwerk? hat auch Notstrom und sollte auch ohne Netz-verfügbarkeit wieder geladen werden.



#### Garten ####
++ Anforderungen ++
- man sollte etwas Obst/Gemüse anbauen können
- er sollte Wasser liefern [B]

++ Erreichung ++
- 5.000 Liter Zisterne (friert die im Winter? Erdreich hat meist nicht unter 4°C?)
--- ALTERNATIV: Pumpensumpf mit Handschengel- und Elektropumpe



So, das erstmal der Aufschlag von mir! Ich bin bei vielen Themen sicher kein Experte, aber habe mich zumindest etwas eingelesen.

Feuer frei für Eure Kommentare und Verbesserungsvorschläge :-).

Verfasser:
Seevetaler
Zeit: 01.08.2020 22:08:07
6
2993626
Dieser Thread wird lustig und sehr lang! Ich besorg mir mal ausreichend Popcorn.
Und nicht vergessen: Es gibt auch Prepper - man weiß ja nie, also wegen Versorgung und so...:-)))

Zeit: 01.08.2020 22:18:52
0
2993630
KISS ... keep it simple.

Gut gedämmt ist Voraussetzung, da geht es auch ein paar Tage ohne jegliche Heizung ohne dass gleich Frost drinnen ist. Ich persönlich bevorzuge zweischalige Bauweise mit Kerndämmung. Robust, kein Streichen, kein neuer Putz - hält ohne nennenswert Pflege so gut wie ewig. Ist aber am Ende auch Geschmacksfrage. Schimmel gibt's durch gute Dämmung nicht, Lüften kann man auch mit Fenstern. Wenn es doch ohne eigenes Zutun erfolgen soll: Fensterfalzlüfter.

Dach voll mit PV - keine ST (braucht auch Pumpenstrom). Mit kleinem Notstromakku der auch die Hausversorgung aufrecht erhält - Strom kann alles. Wärme mit Wärmepumpe. Wärmeverteilung und Wasserversorgung in Gang halten usw.. Kochen kann man immer noch notfalls auf einem Campinggaskocher.

Keller auch gut Dämmen, dann ist der zwar nicht so kühl, dafür würde ich eher einen kleinen Erdkeller (google ...) im Garten als Vorratskammer anlegen.

Zisterne würde ich nur nehmen wenn kein Grundwasser für Brunnen erreichbar.

Wenn man Spaß hat kleinen Grundofen. Wenn ich in meiner recht gut isolierten Hütte angucke was selbst der Ethanol-Dekokamin für Wärme ins Haus bringt Grundofen mit viel Speichermasse und möglichst kleiner Leistung. Der geht auch ohne Strom, gerade bei dem Gedanken an Ausfall auf jeden Fall nicht wasserführend und komplett ohne Strom und elektronische Steuerung funktionierend.

Wenn du noch mehr Ausfallwahrscheinlichkeit kalkulierst: Kleiner Generator der den Notstromakku lädt falls mal länger Stromausfall und länger keine Sonne. Ist aber wieder ein typischer Ausfallgrund wenn der nie benutzt wird.

Wenn es länger kritisch wird: Aufpassen dass es keiner mitbekommt was du hast - würde ich als wichtigstes Kriterium sehen. ;-)

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 01.08.2020 23:00:53
1
2993645
Würde auch sagen: Kein Solarthermie, alles PV. Ermöglicht mehr Autarkie bei Strom.
Wärme kriegst du durch deinen Holzofen, Strom nicht.
Größe Batteriespeicher musst du halt überlegen. Wie viel Grundbedarf brauchst du (Kühlschrank, Gefriertruhe, bisschen LED-Licht, Radio, etwas Strom zum kochen?), wie lange soll das halten?
Wechselrichter muss in jedem Fall Inselbetriebsfähig sein.

Für kühlen Keller den nicht mit in die thermische Hülle dafür die Decke zwischen EG und Keller gut dämmen. Den Keller selbst würd ich trotzdem dämmen, unterm Haus kommst du NIE mehr dran.

Regenwasserzisterne ist ja für WC und Garten ganz nett, aber für TRINKwasser sehe ich auch eher einen Brunnen. Das kann ja ein Rammbrunnen mit Schwengelpumpe im Garten sein. Da ist keine Vogelsch**** drin und das bietet auch in Regenarmen Zeiten eher ne Versorgung.

Schimmel kommt nicht von Dämmung (im Gegenteil, an wärmeren Wänden kondensiert nicht so schnell was) sondern von Luftdichtheit. Lüften kann man wie gesagt von Hand. Würde trotzdem rechnen, inwiefern man die KWL auch mit Solarakkustrom weiterbetreiben kann, bzw. was das für Akkugröße heißt. Vorteil: Weniger Wärmeverlust gegenüber Fensterlüftung.

Für Notheizung tuts ggf. auch nur Kaminzug plus einen irgendwo rumstehenden und erst bei Bedarf anzuschließender 3,9kW-Ofen. (Natürlich mitsamt passendem Ofenrohr, und mal probeaufgestellt.)

Wegen "monolithisch": Will dich nicht davon abbringen, erwähne es nur immer gern, weil viele WDVS mit Styropor gleichsetzen. Man kann auch WDVS mit Holzfaserdämmung, Steinwolle oder Mineraldämmplatte (ähnlich Ytong-Steine) machen. Diffusionsoffen, Steinwolle und MIneraldämmung auch nicht brennbar.

Sollten elektrische Rolläden angedacht sein, dran denken, dass die ohne Strom auch nicht gehen.
Gerade in Schlafzimmern kritisch - wenn bei einem Brand frühzeitig der Strom fehlt, fällt der Fluchtweg Fenster weg.

Großer Warmwasserspeicher --> Lieber bedarfsgerecht wegen sowohl Legionellen als auch Energieverlust. Wenn deine Möglichkeit, ihn aufzuwärmen, ausfällt, hast du eh nur noch Wärmevorrat für 2-3 mal Duschen. Und gerade wenns länger wäre, wäre duschen aber notwendiger als wenns nur 2 Tage sind.
Oder willst du dann ihn per Entleerungshahn unten als Not-Trinkwasservorrat nutzen? >:-)

Lebensmittel im "Gartenkeller" fänd ich jetzt nicht so prickelnd. Kürzlich schrieb hier erst jemand, dass er oder sein Nachbar bei Schneekatastrophe in den 70ern nicht vor das Haus konnte und deswegen seine Zimmertüren verheizt hat, da er nicht an das Holz im Garten kam.
Ob sich das mit Klimawandel wiederholt, keine Ahnung, andererseits heißt Klimawandel ja auch, Extreme in alle Richtungen werden häufiger.
Außerdem wird's dann eher nicht so genutzt. Und Lebensmittelvorrat lebt ja davon, es ins alltägliche einzubeziehen, damit nix verfällt.

Zu guter letzt, auch wenns nix bautechnisches ist:
- Gewissen Holzvorrat im Haus, nicht nur im Garten --> Siehe zuvor
- Einige Kisten Mineralwasser bevorraten, selbst wenn Handpumpe im Garten --> Siehe zuvor--> Die Schwengelpumpe im Garten geht bei MInusgraden eh nicht
- Besen mit Teleskopstiel, um die PV-Module Schneefrei kehren zu können
- Batterieradio und Taschenlampe und ausreichend passende Batterien, falls wegen Schneekatastrophe irgendwann von PV doch nix mehr kommt
- Genügend Zündhölzer/Feuerzeug um den Ofen auch anmachen zu können
- Vorrat an Medikamenten und Futter für etwaige Haustiere nicht vergessen
- Konkrete Lehre aus Corona: Mehl, Hefe, Klopapier :-)

Verfasser:
SG03
Zeit: 02.08.2020 07:58:04
0
2993677
Für den schlimmsten E-Fall sollte nichts darauf hinweisen, das Bewohner zu Hause sind, also kein Rauch ( Ofen).
Luft-WP fällt aus, weil diese, wenn sie läuft, auf anwesende Bewohner hindeutet. Also, wenn dann Erdwärme dafür nutzen. Solarthermie oder PV ist im Forum ein Glaubenskrieg. Wenn im E-Fall der Wechselrichter abraucht, war's das ja auch. Solarthermie brauchst du zwar Strom, aber der kann aus dem Netz, PV, Generator herkommen. Also auch nicht grundsätzlich falsch.
Lagerkeller auf jeden Fall. Dieser muß kühl sein und nicht zu trocken und auch nicht zu feucht, also schwierig. Hefe einlagern funktioniert nicht !

Verfasser:
ET76
Zeit: 02.08.2020 08:50:15
0
2993687
Bau dir nen Geodom Earthship.
Mehr Autarkie geht nicht.

Verfasser:
gutefrage
Zeit: 02.08.2020 09:48:13
0
2993704
Hallo HolyC

Denen in der bayrischen Pampa willst es aber richtig zeigen. Die warten schon auf Dich das Du die Natur verschandelst.
Und hänge die Klingel 2 Meter hoch das ja keiner bei dir klingelt ( der könnte ja Hunger haben )

Gutefrage

Verfasser:
geiz3
Zeit: 02.08.2020 09:54:29
1
2993708
Wieso sollte der User "HolyC" die Natur verschandeln ?

Verfasser:
Rumpelkiste
Zeit: 02.08.2020 10:28:02
0
2993717
KISS

Heizöltank mit Heizöl und Heizöl fähiges Dieselnotstomaggregat + paar Ersatz und Wartungsteile. Grad der Autarkie beliebig wählbar (Füllmenge). Man hat Strom, Wärme. Mit bissle Bastellei kann man die Abwärme des Notstromers bestimmt über einen WT in das Heizsystem des Hauses einbringen.

Verfasser:
geiz3
Zeit: 02.08.2020 10:50:21
0
2993719
Welches Dieselaggregat sollte nicht mit Heizöl laufen?

Verfasser:
HolyC
Zeit: 02.08.2020 13:15:24
0
2993773
@Allesgenauwissenwollender

> KISS ... keep it simple.

Das ist genau mein Ziel. Unabhängig von den beiden Zielen. Im besten Fall ist alles wartungsarm und (soweit wie möglich) unkaputtbar :-).

> zweischalige Bauweise mit Kerndämmung.
Ja, hatte ich auch nachgedacht, ist aber sehr teuer. Ist aber möglicherweise unkaputtbarer als Poroton?

Wg. der Solarthermie: Da gehts mir gar nicht um Szenario B, sondern um maximal Energieeffizient. Ist das nicht für Warmwasser recht clever? Sonst brauche ich ja einen Heizstab?!

> Grundofen mit viel Speichermasse und möglichst kleiner Leistung

Das war die Idee. Auf jedenfall unter 2 kW und genau: Nicht wasserführend.


@Didi-MCR52

> Vogelsch****

Hatte ich auch schon in Kopf. Wäre dann halt so. Mit Wasserfilter (habe den wegen Outdoor Aktivitäten sowieso), sollte das gehen. Wäre ja auch auf viel Wasser verteilt. Aber Brunnen wäre auch meine präferierte Lösung.

> inwiefern man die KWL auch mit Solarakkustrom weiterbetreiben kann

Mir ist wichtig, dass die Bude auch ohne KWL nicht schimmelt. Besser wäre natürlich, wenn die läuft, aber mein Ziel ist es, auch ohne gut klar zu kommen. Deswegen bin ich aktuell eher bei KfW 55 als bei KfW 40...

> Man kann auch WDVS mit Holzfaserdämmung, Steinwolle oder Mineraldämmplatte (ähnlich Ytong-Steine) machen. Diffusionsoffen, Steinwolle und MIneraldämmung auch nicht brennbar.
> Sollten elektrische Rolläden angedacht sein, dran denken, dass die ohne Strom auch nicht gehen.


Das hatte ich eigentlich bewußt ausgenommen, aber vllt. ist das tatsächlich gar nicht so schlecht.

1-2 Rolläden auf jeden Fall ohne Strom. kenne ich aber auch gar nicht anders.

> - Einige Kisten Mineralwasser bevorraten,...

Ja, die BKK-Check-Liste habe ich sowieso immer im Keller. Leider noch im Mietskeller :-D. Aber das wollen wir ja ändern :-).


@SG03

> Für den schlimmsten E-Fall sollte nichts darauf hinweisen, das Bewohner zu Hause sind, also kein Rauch ( Ofen).

Ja, du hast Recht. Das wäre der absolute worst case. Ich gehe in meinen (minimal wahrscheinlichen) Annahmen von einem kooperativen Szenario aus. Ist ja ein kleines Dorf. Mein Ziel wäre, dass alle sich gegenseitig helfen.

> Lagerkeller auf jeden Fall. Dieser muß kühl sein und nicht zu trocken und auch nicht zu feucht, also schwierig.

Das ist mein Thema! Keine Ahnung, wie ich einen solchen Keller am besten hinbekommen...


@ET76 / gutefrage

Ich möchte nicht durchdrehen, keine Umwelt verschandeln (gehe sogar gegen Klima-Erwärmung regelmäßig mit auf die Strasse) und bin eigentlich sehr gesellig und ganz nett :-).

Es geht also nicht um Apokalypse, sondern um ein Szenario mit geringer Wahrscheinlichkeit, dass die Zeiten irgendwann wieder härter werden. Deshalb möchte ich die Themen gleich minimal mitabdecken können. Wenn man schon mal ordentlich Geld für ein Haus hinlegt, dann sollte es auch die nächsten 100 Jahre stehen können und Versorgung gewährleisten, auch wenn unsere hochkomplexe Welt mal feststellt, dass sie an manchen stellen vielleicht zu komplex ist.

@Rumpelkiste

> Heizöltank mit Heizöl und Heizöl fähiges Dieselnotstomaggregat + paar Ersatz und Wartungsteile.

Ja, das möchte ich eben nicht. Ist vermutlich sicherer für worst case Szenarien, paßt aber nicht zum gewünschten Baustil (nachhaltig). Bei dem Thema liegt mein Fokus mehr auf Szenario A.

Verfasser:
HolyC
Zeit: 02.08.2020 13:55:03
0
2993789
@Didi-MCR52

> Für kühlen Keller den nicht mit in die thermische
> Hülle dafür die Decke zwischen EG und Keller gut
> dämmen. Den Keller selbst würd ich trotzdem
> dämmen, unterm Haus kommst du NIE mehr dran.

Das hatte ich auch überlegt. Aber ist es denn nicht ganz hilfreich, wenn z.B der Boden des Kellers nicht gedämmt wird, um hier die Erdtemperatur mitzunehmen? In Sommer kühlend, im Winter wärmend?

Falls ich mal lange Zeit keine Heizung und -15°C habe, kühlt doch auch das gedämmte Haus aus, oder nicht? Oder reicht Sonnenwärme durch Fenster und humane Wärme aus, um dann zumindest über 10°C zu landen? Spreche jetzt von Szenario ohne Ofen; das wäre mir am liebsten, weil ich nicht extra nen Schornstein bräuchte (KISS) ... also kein Ofen und kalt, aber nicht erfrieren.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 02.08.2020 14:30:57
1
2993801
Ja, wenn das Haus einen geringen Wärmebedarf hat, dann reichen die inneren und Solaren Gewinne locker aus um >10 Grad im Haus zu halten.

Ich persönlich würde immer wieder mit WDVS bauen. Man kann einfach die Vorteile von massiven steinen mit der Dämmwirkung von modernen Materialien kombinieren.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.08.2020 15:22:05
1
2993817
Ich würde sagen, für die Zielsetzung, Passivhaus mit großer PV-Anlage,
großem Batteriespeicher und Wärmepumpe.
Dazu ein, zwei Katalytöfen, Gaskocher und Gasflaschen für Netzausfall.

Das massive Passivhaus braucht sehr lange um spürbar Temperatur
zu verlieren und wenn es länger knackig kalt ist, gibt es allgemein
auch solare Gewinne für passive Wärme über die Fenster und Strom
aus der PV.

Oder so mit Ofen:
https://www.stadtzeitung.de/region/augsburg-stadt/lokales/tage-passivhauses-id171294.html

Grüsse

winni

Verfasser:
JoergW
Zeit: 02.08.2020 17:53:02
0
2993867
Moin,

was spricht gegen einen Notbrunnen unter dem Keller?
jenachdem, wie tief der GW Spiegel liegt, reicht dann auch die Handpumpe.
Wasser auch im Winter, bei Schneearm und Frost ist die Handpumpe nach 2 Frostnächten hin.

Wenn Gasflaschen, die aber nicht im Keller lagern.

Dorf, Ländlich ..... da sollte Diesel üblich sein, zumindest bei den Ureinwohnern.

Evtl. reicht es ja noch für einen Lagerkeller unter dem Keller da sollten dann nahezu
keine Probleme bekommen, außer bei zuviel Wasser.

eine vernünftige Antenne im Dachbereich planen, so das auch ausländische Sendestationen im normalen Radio zu Empfangen sind.
Ohne Strom kein Internet .... ggf. noch ein Funkgerät.

Grüßle

Verfasser:
nikolat
Zeit: 02.08.2020 18:07:37
0
2993869
Ich würde sagen lasttragende Strohballenhaus mit Jumboballen : https://www.atelierschmidt.ch/oekologie

Sonst PV Vollbelegung.

Keller/Bunker seperat mit versteckten Eingang dort Brunnen, Lebensmittel vorräte. Willst du Atomkriegsicher sein? Mit volltreffer ist in der Pampa eher nicht zu rechnen. Vielleicht nen Meter StahlBeton drüber und Haus drauf. Je nach Geld Holzvergaser bis Elektrolyse für Strom.

Wird nicht billig Apokalypse Haustechnik ist teuer.

Verfasser:
geiz3
Zeit: 02.08.2020 18:37:16
1
2993874
Zitat von JoergW Beitrag anzeigen
Moin,

was spricht gegen einen Notbrunnen unter dem Keller?

In Bayern würde ich mein Haus neben einer Brauerei bauen.
Einen Nottunnel bis in den Bierkeller.

Dann hat man genügend Flüssigkeitversorgung
und heizen braucht man im Bierkeller auch nicht.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 02.08.2020 19:24:51
0
2993893
Zitat von SG03 Beitrag anzeigen
Für den schlimmsten E-Fall sollte nichts darauf hinweisen, das Bewohner zu Hause sind, also kein Rauch ( Ofen).

Sehe ich anders. Es werden in dem Falle (egal ob Pandemie oder großflächiger Stromausfall) wohl mehr oder weniger alle Leute zuhause sein. Für Plünderungen ist dann eher ein unbewohntes Haus anfällig.
Oder natürlich eines, das sichtlich als einziges Strom hat. Also nicht hell erleuchtet oder laufender Fernseher bei offenen Rolläden.
Dunkel aber rauchender Kamin dürfte in so einer Situation bei fast allen Häusern der Fall sein.

Zitat von SG03 Beitrag anzeigen
Luft-WP fällt aus, weil diese, wenn sie läuft, auf anwesende Bewohner hindeutet.

Fällt aus, ja, aber in meinen Augen, weil sie auf "der hat Strom" hindeutet.

Zitat von SG03 Beitrag anzeigen
Wenn im E-Fall der Wechselrichter abraucht, war's das ja auch.

Redundanz: Zwei kleine statt einem großen Wechselrichter. Im Havariefall hat man halt nur noch halbe Leistung.
Aber guter Einwand, ja.

Zitat von SG03 Beitrag anzeigen
Lagerkeller auf jeden Fall. Dieser muß kühl sein und nicht zu trocken und auch nicht zu feucht, also schwierig.

Für Mehl trocken.
Für alles was Konserve ist halt ich das für eher egal.
Für was braucht man "nicht zu trocken" - ggf. Obst?
Aber man kann ja auch zwei Räume machen, in einem Luftentfeuchter und im anderen Luftbefeuchter aufstellen, wenn man meint.
(Meine Eltern haben sich auch Mehl gekauft. In dem Kellerraum wo das lagert, wird alle 1-2 Wochen mal der eh vorhandene elektrische Luftentfeuchter für paar Stunden eingeschaltet. Wenn man das im Bedarfsfall nicht mehr kann mangels genug Strom is ja egal, aber bis dahin.)

Zitat von SG03 Beitrag anzeigen
Hefe einlagern funktioniert nicht !

Trockenhefe schon.

Zitat von HolyC Beitrag anzeigen
Wg. der Solarthermie: Da gehts mir gar nicht um Szenario B, sondern um maximal Energieeffizient. Ist das nicht für Warmwasser recht clever? Sonst brauche ich ja einen Heizstab?!

Statt Heizstab Wärmepumpe nehmen, macht viel mehr Wärme aus einer kWh Strom als ein Heizstab. Wärmepumpe hast du für die Hausheizung dann ja eh.
Solarthermie hast du im Sommer halt massiv nicht nutzbare überschüsse. Und im WInter kriegst du von Photovoltaik auch bei diffusem Licht noch etwas Strom, wenn du bei Solarthermie kaum mehr für Warmwasser nutzbare Temperaturen runterkriegst.

Zitat von HolyC Beitrag anzeigen
Hatte ich auch schon in Kopf. Wäre dann halt so. Mit Wasserfilter (habe den wegen Outdoor Aktivitäten sowieso), sollte das gehen. Wäre ja auch auf viel Wasser verteilt. Aber Brunnen wäre auch meine präferierte Lösung.

Wenn man die Scheißerei krieg, ist ja auch nicht grad ideal in so einer Situation. Filter na gut, aber zumindest dann zusätzlich abkochen.

Ein Rammbrunnen lässt sich ja bei Gelegenheit auch einfach nachrüsten. Und ein paar Kästen Mineralwasser halte ich trotzdem für Sinnvoll.

Sollte hoher Grundwasserstand sein und Wasser-Wasser-Wärmepumpe eine Option, hätte man es aber gleich mit erschlagen. Mit passendem "Entleerungsventil" ggf. sogar Indoor?

Zitat von HolyC Beitrag anzeigen
Mir ist wichtig, dass die Bude auch ohne KWL nicht schimmelt. Besser wäre natürlich, wenn die läuft, aber mein Ziel ist es, auch ohne gut klar zu kommen. Deswegen bin ich aktuell eher bei KfW 55 als bei KfW 40...

Mir ist nicht klar, inwiefern schlechtere Dämmung hier "helfen" soll? Luftdichtheit wird sich ja nicht unterscheiden, nur U-Wert?
Und wie gesagt, auch ohne KWL schimmelt die Bude nicht, wenn man von Hand lüftet. Ganz ohne Lüftung wird jegliche Bude schimmeln.

Schlechtere Dämmung läuft deinem Ziel zuwider, auch ohne jegliche Heizung nur mit internen und solaren Gewinnen nicht einzufrieren.

Zitat von HolyC Beitrag anzeigen
Das hatte ich eigentlich bewußt ausgenommen, aber vllt. ist das tatsächlich gar nicht so schlecht.

1-2 Rolläden auf jeden Fall ohne Strom. kenne ich aber auch gar nicht anders.

Ausgenommen von dem Thema hier meinst du?
Ich hab einfach mal alles dazugeschrieben was mir einfiel ;-)

Zitat von HolyC Beitrag anzeigen
Ja, du hast Recht. Das wäre der absolute worst case. Ich gehe in meinen (minimal wahrscheinlichen) Annahmen von einem kooperativen Szenario aus. Ist ja ein kleines Dorf. Mein Ziel wäre, dass alle sich gegenseitig helfen.

Wie gesagt, ich halte die Annahme "Haus soll nicht bewohnt aussehen" nicht für zutreffend. Wenn alle in der gleichen Lage sind, sind unbewohnte Häuser eher das Ziel von Plünderern. Und eben Häuser, die als einzige ersichtlich nicht betroffen sind.

Deswegen auch mit Solarstrom im Überfluss nicht weitermachen als wär nix.

- Außenbeleuchtung/Bewegungsmelder abschalten --> Entsprechend abschaltbar planen
- Fernseher, elektrisches Licht nur bei geschlossenen Rolläden
- elektrische Rolläden am besten gar nicht bewegen - oder zumindest nicht wenn offensichtlich Leute draußen zusehen
- Evtl. nicht mehr an die Sprechanlage gehen sondern direkt an die Türe. Eigentlich gar nicht reagieren, weil die Klingel dürfte ja auch nicht mehr gehen. Evtl im Falle eines Falles einen Klingelknopf einer Funk-Klingel neben den "echten" Klingelknopf hängen - die kann glaubwürdig mit Batterie gehen.
- Elektrischen Torantrieb möglichst nicht nutzen
- automatische Gartenbewässerung oder Brunnen, so geplant, abschalten.
- Keine Wäsche sichtbar zum trocknen raushängen :-)
- Hörbares Elektrowerkzeug (Säge, Bohrer, aber genauso Küchenmaschine) vermeiden. Küchenmaschine braucht man dann zum Brot backen klar. Aber nur bei geschlossenen Fenstern.

(Spart nebenbei alles auch den Strom für wichtigeres.)

Zitat von HolyC Beitrag anzeigen
Das hatte ich auch überlegt. Aber ist es denn nicht ganz hilfreich, wenn z.B der Boden des Kellers nicht gedämmt wird, um hier die Erdtemperatur mitzunehmen? In Sommer kühlend, im Winter wärmend?

Im Sommer kühlend wohl ja.

Im Winter wärmend nehme ich eher nicht an. Dein Keller wird vermutlich nicht kälter werden als Erdtemperatur, und dann ists egal ob mit oder ohne Dämmung.

Mein Gedanke ist die Nutzbarkeit für andere Zwecke, später mal Hobbyraum, Gästezimmer, zusätzliches Kinderzimmer wenn mehr Nachwuchs kommt als geplant... Alles in Familie erlebt, mit nachträglich ausgebautem Keller. Klar kannst du statt unter der Bodenplatte auch unterm Estrich dämmen, aber dazu musst du zumindest genug Höhe haben.

Selbst wenn, zumindest den luftberührten Teil des Kellers bis ich sag mal 30-50cm unter Geländeoberkante würde ich in jedem Fall dämmen. Da kommt auch im Sommer wärme rein und im Winter die kälte.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dazu ein, zwei Katalytöfen, Gaskocher und Gasflaschen für Netzausfall.

Bei den Katalytöfen bin ich skeptisch. Verbrennungsabgase und auch dabei entstehende Feuchtigkeit ist beides keine gute Idee im Innenraum.

Gaskocher und Gasflaschen (dazu dann noch Gasgrill, damit die Gasflaschen auch sonstigen Nutzen haben ;-) hingegen find ich ne gute Idee.

Und die Richtung Passivhaus ist vermutlich auch gut.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 02.08.2020 19:27:25
0
2993894
Zitat von JoergW Beitrag anzeigen
eine vernünftige Antenne im Dachbereich planen, so das auch ausländische Sendestationen im normalen Radio zu Empfangen sind.

Da ist denke ich eine handelsübliche Satellitenschüssel zielführender. Das mit ausländischen Sendern ist je nach Grenzabstand nur sehr eingeschränkt möglich.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.08.2020 19:32:01
3
2993897
Ein Passivhaus hat zwingend eine Lüftungsanlage mit Wärme-
rückgewinnung und die kann mit ihrem kleinen Verbrauch über
die Batterie mit PV laufen.
Da sehe ich den Gasofen unkritisch.

Aber ansonsten, erstens kommt es anders und zweitens als
man denkt...
:-)

Grüsse

winni

Verfasser:
pinot
Zeit: 02.08.2020 19:59:12
5
2993909
Ich verstehe nicht, dass bei diesem Thema die Nachbarn immer zu Feinden gemacht werden
Da ist der nächste Gedanke dann Totschiessgerät?
Nee, Schwengelpumpe einfriersicher im Keller
Holz- oder Gaskocher und sich um die Nachbarn kümmern

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 02.08.2020 20:06:43
1
2993915
Holzkohlegrill? Ist doch die einfachste Lösung und kann man auch im Alltag nutzen :D

Verfasser:
nikolat
Zeit: 02.08.2020 22:27:29
0
2993975
Zitat von pinot Beitrag anzeigen
Ich verstehe nicht, dass bei diesem Thema die Nachbarn immer zu Feinden gemacht werden
Da ist der nächste Gedanke dann Totschiessgerät?
Nee, Schwengelpumpe einfriersicher im Keller
Holz- oder Gaskocher und sich um die Nachbarn kümmern


Im Falle ne tödlicher Pandemie z.B. Ebola willst aber nicht wirklich mit den Nachbarn zusammen sitzen und die bekochen. Wenn es schlimmer kommt und die nix zu essen haben freuen die sich sehr wenn du mit den teilst. Wenn nicht könnte es unschön werden. Naja die meisten hier mit ihrem Haustechnikwissen können ja dann dem lokalen Warlord dienen und so ihre Brötchen verdienen.😉

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.08.2020 22:33:11
2
2993976
Irgendwie grusselig, wie sich das Thema entwickelt...

Mad Max?
:-.)

Grüsse

winni

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 02.08.2020 22:39:16
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Ja, wichtig ist ein funktionierendes Haus, ausreichend Tiere und Landwirtschaft. Dann kann man ganz gut überleben.

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Joerg Lorenz schrieb: Hallo morpeuse Einen WW-Lauf löst Du aus, indem Du eine Anforderung generierst. Schnelladung ist eine Möglichkeit. Du hast bei Deinem hydraulischen Aufbau nur die Pumpe in der WP und das ist gut...
Alexesw schrieb: Mir fehlt jetzt noch der passende Pufferspeicher für den Kessel, der dann ja "ST-SteamBack-ready" sein muss. Gibt es einen Schichtenspeicher ohne Wärmetauscher, der genügend Anschlüsse für Pelletkessel,...
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