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Neubau Einfamilienhaus Dämmung Dach / OG-Decke
Verfasser:
Mat3004
Zeit: 12.01.2020 21:07:15
0
2890168
Hallo Zusammen,

wir wollen im März mit dem Bau eines Einfamilienhaus beginnen. Der Architekt hat nachfolgenden Dachaufbau geplant (die abgehängte Decke ca. 15 cm fehlt in der Zeichnung). Der Architekt wollte ohne OG Decke bauen, was uns aber nicht gefallen hat, da wir mehr Stauraum wollten (keinen Keller) und uns die Räume auch zu hoch waren.



Nachdem ich die Heizlast berechnet habe, musste ich feststellen, dass der Dachboden im Winter bei -16°C immer noch ca. 15°C haben wird. Aus diesem Grund habe ich nochmal eine Dämmung (Holzlatten + OSB-Platte + 50 mm Zellulose eingeblasen) mit eingerechnet und komme bei -16°C auf ca. 5°C. Der Zellulosedämmstoff soll gleichzeitig mit den Dachsparren eingeblasen werden. Da ich wir eine zentrale KWL verbauen werden, werde ich auch noch Zu- und Abluft hochlegen und wahrscheinlich einen Feuchtefühler einbauen.

Was haltet Ihr von dem Dachaufbau?

Kann der Bereich bei der Fußschwelle einfach abgedichtet werden? Wird verdammt eng…

Was haltet Ihr davon, dass die Dampfbremse als OSB-Platte (OSB 3, Nut und Feder + verklebt) ausgeführt wird?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Grüße
Matthias

Verfasser:
winni 2
Zeit: 13.01.2020 13:48:24
1
2890454
Hallo Mathias,

ich denke, da könntest Du einen Haufen Geld sparen, wenn der Dachstuhl
nicht gedämmt würde, sondern die oberste Geschossdecke?
als Lager funktioniert das auch ohne Dämmung bei mir leider gut, da
sammelt sich immer mehr Plunder an....:-)

Ansonsten kannst Du das so machen, ich würde aber mehr Dämmung
aufbringen, wenn schon, denn schon und 12,5 mm OSB auf Balken(?)
ist zu instabil.
Ich finde da bauphysikalisch Rauspunddielen, wegen der vielen Meter
Fugen, besser, als OSB.

Bei der Fusspfette muss da eigentlich nichts gross abgedichtet werden.

Grüsse

winni

Verfasser:
Mat3004
Zeit: 14.01.2020 00:06:04
0
2890885
Hallo Winni,

danke für deine Antwort. Wir waren heute beim Architekten, Der Architekt bespricht sich mit dem Energieplaner und macht einen Vorschlag.

Verfasser:
loli
Zeit: 14.01.2020 05:42:23
2
2890903
Und ich würde mir die Zwischen-Dämmung komplett sparen und die volle Stärke unterm Dach packen. So ein warmer Stauraum hat definitiv Vorteile, wenn man sonst kein Platz hat (es ist ja kein Keller da!)

Unnützes Zeug sammelt sich nur, wenn man unnützes Zeug auf niemehr Wiedersehen da hoch schleppt. Wenn das immer entweder zu kalt oder zu warm da oben ist, dann hat man keine Lust sich die Sachen anzusehen - ist irgendwie logisch.

Wenn ich bedenke was die Citi-Lager hier bei uns pro m² Lagerfläche aufrufen..., dann macht es auf jeden Fall Sinn, sich eine brauchbare Fläche im eigenen Haus zu schafen.

Gruß

PS: Wenn man den Raum da oben "kalt" lässt, dann ist es auch nicht unbedingt vom Vorteil (energetich gesehen), die kalte (bzw. im Sommer die hieße) Luft durch die KWL zu schicken...

Verfasser:
winni 2
Zeit: 14.01.2020 10:47:35
1
2891024
loli,

so findet halt jeder das toll, was er hat....:-)

Eine Dämmung der obersten Geschossdecke ist schon rein geometrisch
wirksamer und billiger, als die Dachdämmung. Die Dachfläche + evtl.
Giebel stellt eine einiges größere wärmeverlierende Fläche dar.

Unser Dachboden wird fast täglich begangen, weil da auch Wäsche
getrocknet wird und im Winter auch als Gemüselager/"Kühlschrank"
brauchbar.

Einen ungedämmten Dachraum schließt man nicht an die KWL an.

Grüsse

winni

Verfasser:
loli
Zeit: 14.01.2020 20:46:24
1
2891358
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
loli,

so findet halt jeder das toll, was er hat....:-)

Ne, nicht ganz. Denn das was Du beschreibst, hatte ich jahrelang..., ohne das ich es auch nur eine Minute lang toll fand ;-)
Dann habe ich das Dach nachgedämmt und hatte noch einige Jahre lang die Variante, die dem TE vorschwebt - das wurde dann aber auch nicht meins...
Nun habe ich seit ein paar Jahren den Dachboden komplett mit dem OG verbunden und erfreue mich am praktischen zusätzlichen Abstellraum.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Eine Dämmung der obersten Geschossdecke ist schon rein geometrisch
wirksamer und billiger, als die Dachdämmung. Die Dachfläche + evtl.
Giebel stellt eine einiges größere wärmeverlierende Fläche dar.

Das stimmt, aber es kommt eben darauf an, was man mit dem Raum vorhat und was einem die Erschliessung der Fläche Wert ist ;-)
Mein Verbrauch ist, wenn überhaupt, nur minimal gestiegen.

Das Dach vom TE hat nur 25° Neigung - da wird die zu dämmende Fläche nur wenige m² größer sein. Mit einer besseren Dämmung oben, kann die zweite Dämmebene komplett entfallen.

Gruß

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 14.01.2020 22:25:23
2
2891431
Man muss sich schon entscheiden:
Entweder Dach oder oberste Geschossdecke dämmen.

Ich persönlich bevorzuge die Dachdämmung, zu mal hier in diesem Fall auch die Be- / Entlüftung per KWL möglich ist.

Dass die Dachdämmung wegen der etwas größeren Fläche billiger als eine gedämmte Geschossdecke ist, halte ich für einen Trugschluß. Die Mehrkosten um die Begehbarkeit der gedämmten Geschossdecke zu ermöglichen wird fälschlicherweise vernachlässigt.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 15.01.2020 07:34:48
1
2891548
Zitat von KleinTheta Beitrag anzeigen
Dass die Dachdämmung wegen der etwas größeren Fläche billiger als[...]

Ups, genau andersrum ist gemeint.

Verfasser:
Mat3004
Zeit: 16.01.2020 00:19:47
0
2892178
Danke für eure Beiträge.

Architekt / Energieberater prüfen noch bzw. ich habe noch keine Rückmeldung erhalten.

Da wir im Dachgeschoss einige Kisten lagern wollen und auch der Zugang zum Kamin ist, wäre der Aufwand für die Begehbarkeit doch recht hoch bzw. müssten wir z. B. Isover Topdec Loft + Holzspanplatten einsetzen.

Wäre es auch eine Möglichkeit die abgehängte Decke von unten zu dämmen? So 5 cm Mineralwolle. Theoretisch handelt es sich doch um einen (indirekt) beheizten Raum im Dachgeschoss, wenn ich die OG-Decke nicht zu stark dämme, d.h. es dürfte kein Tauwasser ausfallen.
Die abgehängte Decke hat eine Gesamthöhe von 16 cm, damit die Lüftungsrohre darin verlegt werden können.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.01.2020 00:41:17
0
2892188
Als Baupraktiker, sehe ich den Aufwand für die Dachdämmung wesentlich
höher, als für die Dämmung der obersten Geschossdecke...

Da lege ich Neopordämmplatten WLG032, zweilagig, mit Versatz, aus, an
den Rändern zu Wänden, etc., flexibler Dämmstoff und darauf
Nut-und-Feder-OSB-Platten.
Einfacher geht es nicht und preiswert ist das auch...:-)

Grüsse

winni

Verfasser:
Mat3004
Zeit: 16.01.2020 21:49:42
0
2892812
Meinst du sowas ?

Durch die OSB-Platte ist die Dämmung begehbar?

Preislich natürlich unschlagbar, danke für den Tipp.

Kann man Neopor einfach zuschneiden? Müsste ich die Dachschrägen ausschneiden oder so:



Bei Isover habe ich gelesen, dass man OSB-Platten nicht verwenden soll, besser wären Sperrholzplatten. Evtl. waren hier auch nicht die OSB3-Platten gemeint.

Wie würdest du das Dach belüften? Lüfterziegel oder an den Stirnseiten des Gebäudes Lüftungsgitter?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.01.2020 11:42:54
0
2893098
Neopor ist Styropor.
Kannst Du sägen oder mit einem Heissdraht schneiden, keine große Sache.

Die Dampfbremse brauchst Du nicht, die Betonplatte ist genug Dampfbremse
und damit ist die relativ dampfdichte OSB-Platte oben, als begehbare Schicht,
dann auch kein Problem.

Je nachdem, wie eben der Betonboden gegossen wurde, würde ich als erste
Schicht auf dem Beton einen flexibleren Dämmstoff, 1 - 2 cm, einbauen, damit
eine Unterströmung der starren Neoporplatten mit kalter Luft ausgeschlossen
wird. Weiches Styropor, oder Mineralwolleplatten.
Der U-Wert Deiner Skizze wäre ca. 0,15.

Die Vollschalung des Dachs könntest Du Dir mit einer Ziegeleindeckung
eigentlich auch sparen und die Dämmung dafür noch dicker ausführen? :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
Mat3004
Zeit: 20.01.2020 00:57:38
0
2895026
Danke für die Antwort Winni,

Kann man die Bodendämmung auch verbessern ohne den Bodenaufbau zu erhöhen?
Der Architekt will keine Dämmung unterhalb der Bodenplatte, wäre angeblich einfacher. Ich sehe hier auch den Vorteil, dass ich die Dämmung im Gebäude selbst einbauen kann.

Hinweis, eine Außendämmung der Wände wollten wir von Anfang an nicht.




Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.01.2020 12:08:28
0
2895185
Gerne :-)

Viel geht da innen nicht mehr, weil schon PUR-Dämmung gewählt wurde.
Alukaschiert gibt es das noch besser.

Den Sinn der schlechter dämmenden 2 cm Extruderplatte sehe ich nicht?
Warum nicht PUR dicker?
Die schlechter dämmende Tackerplatte könnte man auch weglassen und
entsprechend dickeres PUR wählen.
Die Rohre der Fußbodenheizung könnte man dann auf Gittermatten clipsen
oder direkt in die Alukschierung, was bei "lowenergy" gut funktionierte.

Oder man lässt die Bodenplatte von Spezialisten, mit integrierter Fußboden-
heizung erstellen. Der Vorteil wäre kürzere Bauzeit und die gesammte Masse
der Bodenplatte wird als Wärme/Kältespeicher erschlossen.
Z.B.: https://www.schwedenplatte.de/

Aber eigentlich ist der verlinkte Aufbau mit U-Wert 0,163 auch schon ziemlich
gut.

Grüsse

winni

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 20.01.2020 12:46:45
0
2895219
Einfach wäre es wenn er die Tackerplatte in 10mm statt 30mm ausführt. Nummer 5 entfernen. Dafür Nummer 6 in 14cm in WLG023.
Alternativ Tackerplatte durch Rasterfolie ersetzen und Nummer 6 auf 15cm erhöhen.

Verfasser:
Mat3004
Zeit: 20.01.2020 21:33:36
0
2895646
Ist die Extruderplatte evtl. besser für Trittschall?

Planung Fußbodenheizung:
- Als Tackermatte habe ich momentan "COSMO Dämmrolle Tackersystem 30mm C2 WLG040 mit selbstkl. Überlappung je 10qm" eingeplant.
- Als Rohr "Uponor Rohr Comfort Pipe 16x1,8mm" (da ich meine Fußbodenheizung mit der Uponor-Software ausgelegt habe, will ich hier auf keine anderen Durchmesser / Hersteller wechseln.)
- Als Verteiler würde ich wieder Cosmo (Edelstahl-Verteiler mit Topmeter) einsetzen.
- bzgl. ERR bin ich mir noch nicht sicher

Frage: die Matten von Cosmo kann ich mit Tackernadeln tackern oder?

Im OG ist folgender Fussbodenaufbau geplant:
15 mm Bodenbelag (In den Schlafzimmern + Büro Kork (natur oder behandelt weiß ich noch nicht) und im Rest Fliesen)
65 mm Heizestrich
30 mm Tackermatte
30 mm Trittschalldämmung 35/30
40 mm Wärmedämmung

Ist die zusätzliche Trittschalldämmung im OG sinnvoll?

Grüße
Matthias

Verfasser:
SebDob
Zeit: 18.02.2020 17:18:23
0
2916555
Zitat von Mat3004 Beitrag anzeigen
Meinst du sowas ?

Durch die OSB-Platte ist die Dämmung begehbar?

Preislich natürlich unschlagbar, danke für den Tipp.

Kann man[...]


Bei mir ist die Decke gedämmt mit 24cm. Auf den Sparren habe ich eine baubohle in der Breite halbiert aufgedoppelt. So komme ich irgendwas um 15cm höher und habe etwas Luft bis zur Dämmung (wichtig). Obendrauf 28mm osb Platte.

Am besten mit Kran draufheben lassen. Das ist echt ne buckelei. Ich habe es in der Rohbauphase ohne Decke hochgebuckelt. Später bekommst du die Platten nicht mehr hoch!

Alternativ kann man den Dachstuhl auch entsprechend bestellen. Bei 25 Grad Dachneigung, die ich Auch habe, kannst du aber effektiv nur einen 2,5m Streifen in der Mitte nutzen. Das sollte von der Fläche aber locker reichen.

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