Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Solarthermie mit Drainbacksystem und für Heizungsunterstützung nur Rücklauf durch Solarspeicher anheben
Verfasser:
masdoost
Zeit: 12.01.2020 16:17:40
0
2889911
Hallo Zusammen,

zunächst einmal ein frohes neues Jahr 2020!

Wir haben im letzten Jahr im Haus viel umgebaut. Nun sind wird dabei den Aufbau an Heizung+Solaranlage zu finalisieren. Hier wäre ich gerne um etwas Feedback und ggf. paar Verbesserungsvorschläge von Euch dankbar.

Hier findet ihr ein PDF zum selbst gemalten Schema:

https://drive.google.com/file/d/176e6hU-EATPzexiP84mZ2b_mFGFJnpGp/view?usp=sharing

Folgende Anmerkungen von mir:


Infos zum Haus

    * ca. 275m² Wohnraum auf 2.5 Wohneinheiten. Baujahr 1979.
    * Wohneinheit (ca. 85m²) im OG noch mit Radiatorheizung. Für WW im Bad liegt noch ein elek. Durchlauferhitzer als Backup vor, es wurde aber auch eine neue Leitung für Warmwasser von Puffer hochgelegt.
    * Neu sanierte Wohneinheit (ca. 135m²) in EG und UG mit Fussbodenheizung
    * Zudem auch eine kleines neu saniertes Appartment (ca. 40m²) im UG mit Fussbodenhiezung, welches an die grosse Wohneinheit angeschlossen werden kann, oder für angehörige als getrennte Wohneinheit dienen kann. Auch hier liegt für WW als Backup eine elek. Durchlauferhitzer vor.
    * Heizungsanlage (Kessel, Puffer, Pumpengruppen) im UG mittig gelegen


Solaranlage

    * 5x4.9m² CPC Kollektoren (insgesamt also ca. 25m²), aber nur 1000l (Hygiene-)Pufferspeicher. Hintergrund der Überdimensionierung ist, dass ich wegen Bafa/NRW-Förderung kaum was drauf zahle für das fünfte Kollektor-Modul, was mir dann in Übergangsmonaten (+Winter) nochmal bisschen mehr Ertrag bringt. Vielleicht kriege ich zukünftig noch etwas Platz freigeschaufelt um einen kleinen Puffer daneben zu stellen - bis dahin soll das aber auch schon sinnvoll funktionieren.

    * Um Stagnation wegen Überdimensionierung im Sommer zu vermeiden, Aufbau im Drainback-System, also mit Drainback Behälter und Wasser anstatt Glycol.
    ** Drainback Behälter hätte nur Platz auf (nicht-isoliertem) Dachboden. Entsprechend müsste es richtig isoliert werden.
    ** Bislang habe ich nur einen Drainback Behälter (von STI für 480€) zum Kauf gefunden. Gibts da nicht andere alternativen für isolierte Behälter?
    ** Alternative zu Drainback wäre bei 4 Modulen und ca. 20m² zu bleiben, und dann eine normale Glykol Analge zu betreiben.

    * Als Solar-Pumpe liegt aktuell schon eine Wilo ST15/7.5 vor. Die hatte mir der Installateur schon mal mitgebracht/verkauft. Die scheint aber für kleinere Anlage gedacht zu sein?
    ** Wenn ich es richtig lese, kann die Pumpe 7.5m Höhenmeter überwinden. Da zählen aber erst die letzten 2m ab meinem Drainback Behälter auf dem Dachboden, weil ab dort erst drucklos? Also müsste das kein Problem sein?
    ** Problematisch könnte aber der DN15 Anschluss sein, ist vermutlich sowieso zu klein für 5 Kollektoren. Zudem habe ich ein altes DN28 Kupferrohr-Paar von Keller zum Dachboden liegen, und habe sonst auch nix hochgelegt. Vermutlich nicht so gut zwischen DN15, D28 hin und her zu wechseln. Oder ist das nicht so schlimm und kann ich die Pumpe verwenden? Zumindest fürs Befüllen der Anlage braucht man eine größere Pumpe oder eine Zusatz-Pumpe, oder?


Heizungsanlage

    * Als Kessel lag von vor den Umbaumassnahmen eine Buderus GB172 / 14 Gaskessel (also mit 14KW) vor.

    * Als Speicher hatte ich mitten im Umbau schon ein 1000l Hygienespeicher mit 2 Solar-Wärmetauschern (2m² oben + 3m² unten) und 1 Kupfer-Wärmetauscher (4.75m²) als "Durchlauferhitzer" für Warmwasser geholt und eingebaut.

    * Bislang wurde der Puffer recht einfach direkt an den Kessel angeschlossen und wird beladen. Auf Nachfrage bei Kessel und Speicher Hersteller, habe ich die Rückmeldung (und Beispielschemata) bekommen, dass ich den Heizkreis im Normall-Fall nicht über den Puffer betreiben sollte, weil sonst in den kalten Jahreszeiten der Puffer auch unten relativ warm gehalten wird, und wenn mal kurz die Sonne rauskommt, kaum noch Ertrag über die Wärmetauscher an den Speicher abgegeben werden kann - es ist also für den Solarertrag ziemlich Negativ an einen schon für Heizung durchwühlten Speicher Wärme abgeben zu müssen. Wenn aber der Puffer durch Solar erhitz wurde und in der Mitte eine höhere Temperatur vorliegt als im Rücklauf des Heizungssystem, kann der Rücklauf durch den Speicher geführt werden um das Solar als Rücklaufanhebung zu nutzen. Könnt ihr dem grundsätzlich so zustimmen?

    * Entsprechend ist geplant, dass nun zeitnah Änderung durchführt werden wie im Schema aufgeführt:
    ** Kessel beheizt direkt die Heizkreise. Weil sowohl Heizkreise ,als auch Kessel ihre eigenen Pumpen haben, muss eine hydraulische Weiche dazwischen geschaltet werden um sie zu entkopplen.
    ** Wenn Rücklauf der Heizkreise kühler als Mitte des Speicher wird durch ein 3-Wege-Ventil Rücklauf unten im Speicher eingeführt und Mittig rausgeführt.
    ** Der obere Teil des Speichers wird durch das interne 3-Wege Ventil des Kessels fürs Warmwasser warm gehalten werden.

    * Ich habe Zwischendurch erfahren, dass es fürs Warmwasser knapp werden könnte mit dem Hygienespeicher Prinzip, wenn wirklich 3 separate Wohneinheiten gleichzeitig duschen sollten, und der 14Kw Kessel bräuchte dann zu lange zum Erhitzen des oberen Speicher-Bereichs. Hier wäre wohl ein Kombi-Speicher mit Tank-in-Tank besser gewesen, oder ein getrennter WW Speicher (für den ich aber kein Platz hatte und Komplexität reduzieren konnte). Ich habe in der OG Wohnung und ggf. in UG Appartment noch die Möglichkeit als Backup bei den bestehenden eletktrischen Durchlauferhitzer für WW zu bleiben (ggf. nur im Winter, oder sogar smart geschaltet?).



Regelung


    * Bislang hatte ich mir für die Regelung der Heizkreise entsprechende Module Mischermodule (2xMM100) von Buderus geholt und eingesetzt.

    * Für Solar hatte ich schon ein SM200 Regelungsmodul angeschafft. Das ist schon das besser Modul von Buderus, und kann zumindest das Ventil für Wärmetauscher oben/unten als zwei getrennte Speicherteile ansteuern. Ich denke für die Drainback Sonderheiten a) ByPass-Ventil und b) die Pumpe beim Wiederanfahren auf volle Stufe hochzufahren könnte es schwierig werden. Hier muss ich mal gucken, ob es dennoch geht, oder ich einfache Regelugnen dazu bauen kann?

    * Als Alternative bin ich im Forum öfters auf die TA UVR 1611 Regelungseinheiten gestoßen, mit der man wohl alles mögliche machen kann. Wenn ich die anschaffe, wäre es wohl sinnvoll auch die Heizkreise und Kessel darüber zu steuern, damit es aufeinander abgestimmt ist. Dann könnte ich also alle meine Buderus Regler wieder loswerden und mich in die UVR komplett einlesen. Vom Investment her:Komme ich denn da mit einer UVR1611 Unviersal-Regelung und Fühler-Grundpaket klar, oder müssen da verschiedene Module noch dazu gekauft werden?


Der Installateur kommt wahrscheinlich die nächsten Tage um schon mal die Änderungen auf Heizungsseite durchzuführen (also Kessel über hydrauliche Weiche an Heizungssystem und Rücklauf mit Ventil zum Speicher). Insofern wäre ich hier um kurzfriste Rückmeldungen dankbar. Solarmodule wollte ich auch bald bestellen.

PS: Wärmepumpe und PV hatte ich bei den Umbaumassnahmen leider damals nicht in Betracht gezogen. Wäre aber wohl auch relativ hohe Investition in eine neue Wärmepumpe gewesen. ca. 20m² hätte ich noch auf dem unteren Teils des Dachs Platz um später PV für Eigenbedarf anzubauen.

Verfasser:
tulamidan
Zeit: 17.01.2020 12:57:42
0
2893152
Ich würde noch mal andere Überlegungen anstellen. Du gibts viel Geld aus, damit deine Anlage in Stagnation keine Probleme macht. Evtl kannst du mit dem Geld auch eine Beschattung der Kollektoren realisieren.
Oder falls die Kollektoren zugänglich sind - im Sommer 4 von 5 Kollektoren manuell abdecken. und dann im Winter wieder aufmachen.

Unbedingt aufständern.

Ich habe ~ 9qm und 750l und habe keine Ahnung was ich im Sommer mit dem ganzen heissen Wasser machen soll.

Ich würde übrigens keine ST mehr installieren, aber auch bei mir war es die Bafa und kfw Förderung.

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.01.2020 14:31:00
0
2893214
Deine Bedenken bzgl. der 14kW Heizung und des Kombihygienespeichers für 3 Wohneinheiten teile ich. Ohne die zusätzlichen Durchlauferhitzer wird es nicht gehen.

Wenn die Wohnungen vermietet werden, wird das abrechnungstechnisch spannend.

Oliver

Verfasser:
masdoost
Zeit: 17.01.2020 23:05:32
0
2893588
Vielen Dank für die ersten Rückmeldung.

@tulamidan:

Macht Aufständern bei CPC Röhren wirklich so viel aus? Ich hab 40° Steigung auf dem Dach. Für Winter würde natürlich etwas mehr (60°?) nicht Schaden, aber das verschandelt dann doch komplett das Aussehen vom Dach. Das Dach (Südenausrichtung) sieht man halt recht prominent wenn man sich dem Haus von der Strasse her nähert.

Ich hätte jetzt gedacht, dass ich gar nicht so viel drauf zahle für das Drainback-System, um die Stagnation zu vermeiden. Das teuerste ist der Drainback-Tank (vielleicht gibts es denn auch günstiger?) und dann noch ein By-Pass Ventil. Das 5te Solar-Modul würde ich fast geschenkt bekommen. Achso, Problematisch wäre noch die Regelung, wenn es dann mit der Buderus Reglern nicht mehr geht, und ich Richtung UVR1611 müsste. Wobei ich da nicht bewerten kann, was ich da (neben dem Einarbeitungsaufwand) konkret an Kosten habe - die bisherige Regelung liesse sich ja vielleicht auch noch verkaufen.

Wenn ich alternativ wirklich auf das 5te Modul verzichte und auf traditionell Glykol gehe, muss ich mir dann trotzdem noch sorgen um Stagnation machen? Wären dann immer noch 20m² von nicht den schlechsten (Zumindes Preis/Leistung scheint gut) CPC Röhren Kollekoren. Ich habe öfters was von Emfpehlung 50l Puffer pro m² gelesen.
Ein Argument doch nur 4 Module einzusetzten, wäre etwas mehr Platz für PV zu lassen. Bei 5x 5m² (25m²) ST Modulen auf oberer hälfte des Daches, wären vielleicht noch 25m² für PV auf unterer Hälfte des Daches über, wobei davon 10m² auf Gaube (aufständern) und der Rest teilweise Schatten durch Gaube. Wenn ich oben ein ST Modul weglasse, würden dann aber noch 5-6m² für PV dazu kommen. Vermutlich doch lohnender diesen Platz für zukünftiges PV freizuhalten?

Verfasser:
masdoost
Zeit: 17.01.2020 23:18:36
0
2893597
@OliverSo

Abrechnungstechnisch hätte ich gedacht Wärmemengenzähler für Heizungs (alle 5 Jahre neu), und ggf. Warmwasserzähler falls Warmwasser rübergeht.

Wegen zu geringer Leistung des Puffers: Hatte noch überlegt, die Einbeziehung der Durchlauferhizter in den sekundär Wohneinheit "smart" zu machen, also je nach Temperatur im oberen Bereichs des Kombihygienespeicher über ein Dreiwegeventil zu schalten, ob Warmwasser für sekundär-Wohnung über Durschlauferhitzer oder eben Speicher kommen soll. So hätte die Haupt-Wohneinheit eine gewissen Vorrang. Würde vielleicht in einem Großteil der Fälle gut ausgehen. Aber auch nicht ganz einfach nun nachträglich noch die Dreiwege-Ventile an passende Stelle zu bekommen..

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.01.2020 00:24:34
0
2894250
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen
Vielen Dank für die ersten Rückmeldung.

@tulamidan:

Macht Aufständern bei CPC Röhren wirklich so viel aus? Ich hab 40° Steigung auf dem Dach. Für Winter würde natürlich etwas mehr (60°?) nicht Schaden, aber das verschandelt dann doch komplett das Aussehen vom Dach. [...]


Bei 40° Dachneigung ist eine Aufständerung auf 60° zwar ertragssteigernd für HU, aber gemessen am Aufwand beim Resultat kaum sinnvoll. Das gilt für alle Kollektortypen.

50l Puffer pro m² sind eine sinnvolle Empfehlung bei Trinkwassererwärmung, bei HU sind auch bis ca. 100l/m² üblich .

Beim Wärmeträger Glykol ist zu beachten, dass der Anlagendruck so eingestellt wird, dass bei der konkreten Gebäudehöhe die Verdampfung des Wärmeträgers auf einem Temperaturniveau < 150° C erfolgt.

Dann ist auch die Stagnation kein Problem

Dietmar Lange

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 20.01.2020 22:50:15
1
2895707
Hallo masdoost,

ich bin zwar kein Experte, aber äußerst zufriedener Betreiber einer drain back Anlage, die ich zum Teil mitgeplant habe. Folgende Punkte sollen Dich nicht abschrecken, Deine Planung umzusetzen. Ich erachte sie aber aus meiner Erfahrung heraus als sinnvoll und teilweise unverzichtbar.
Werden diese Aspekte beachtet, läuft so eine Anlage sehr zuverlässig.

Wichtig ist nicht nur, welche Förderhöhe die Pumpe überwinden, sondern auch, welchen Volumenstrom sie fördern kann, der ist ja abhängig von der Förderhöhe.
Wenn der Volumenstrom zu klein ist, kannst Du bei entsprechend starker Einstrahlung die Wärme möglicherweise nicht schnell genug aus den Kollektoren abführen, so dass ein Teil des Wassers dort verdampfen und den Anlagendruck dadurch sehr schnell in die Höhe treiben könnte. Ohnehin sollte zusätzlich zum Überdruckventil mit 5-6 bar (hängt vom zulässigen DB-Kesseldruck ab) ein Druckschalter im System integriert sein, der die Pumpe bei 2bar abschaltet. Ein zusätzlicher Übertemperaturschalter ist auch zu empfehlen, falls die Steuerung einmal einen Aussetzer haben sollte. Ein Kapillarrohrfühlerschalter in einem Kollektor ist notwendig, damit die Anlage nicht wieder anlaufen kann, wenn die Temperatur des trockenen Kollektors zu hoch ist, sonst kann es zu einem schlagartigen Verdampfen kommen.
Ein zu kleiner Volumenstrom der Pumpe kann aber auch dazu führen, dass die Kollektoren nicht vollständig entlüftet werden, das wäre hinsichtlich der Dampfbildung ebenfalls nicht gut.
Wichtig ist auch, dass sich die Kollektoren schnell genug entleeren können, sonst kann der Druck auch beim Abschalten (wenn die Sonne noch intensiv scheint, aber der Bedarf an Wärme bereits gedeckt ist) noch stark ansteigen. Zum Entleeren muss das Wasser nach Deinem Schema über die Pumpe abfließen, dem darf dann aber niemals ein Rückschlagventil oder Absperrhahn entgegen stehen; der Weg muss immer frei sein, gerade auch bei Stromausfall! Manche Pumpen mögen den Rückfluss nicht, denn je nach Bauweise kann der Rotor Schaden nehmen.
Eine fein abstufende Regelpumpe ist eigentlich für diese Aufgabe auch gar nicht nötig, da sie in der Praxis nur in zwei Betriebszuständen laufen wird: vollgas zum Füllen und gedrosselt so, dass die Strömung sicher nicht abreißt. Matched flow funktioniert hier nicht; bei geringer Einstrahlung wäre der Durchfluss zu gering. Die Steuerung muss die Pumpe so lange im Kreis pumpen lassen, bis das Wasser wärmer ist als an der Einspeisestelle des Speichers. Dann schaltet sie das Bypass-Ventil auf den Speicherkreis um. Bei geringer Strahlung geschieht das dann alle paar Minuten, was aber nicht stört. Viel übler wäre es, wenn jedes Mal die Kollektoren neu geflutet werden müssten. Findet z.B. eine halbe Stunde lang kein Umschalten auf den Speicherkreis mehr statt, kann die Anlage abschalten.

Ich habe keine Erfahrung damit, wie sich das Befüllen bei einem unter dem Dach montierten DB-Kessel wirklich verhält, da hilft vielleicht nur Ausprobieren. Eine zweite Pumpe zum Starten ist aber eine nicht kategorisch zu verwerfende Lösung. Der Nachteil eines DB-Kessels unter dem Dach könnte sein, dass er an sehr kalten Wintertagen ohne Sonne, auch wenn er gut isoliert ist, doch einmal einfrieren könnte, auch die Steigleitungen, in denen dann immer Wasser steht. Bei der Montage im Keller laufen auch die Steigleitungen leer.
Weil steigende und fallende Wassersäule sich ausgleichen, braucht man zur Aufrechterhaltung des Durchflusses nur eine kleine Pumpenleistung. Habe hierfür eine solarbetriebene Pumpe im Einsatz, die von einem kleinen Panel gespeist wird,
gepuffert von einem Akku, sozusagen autark. Die Startpumpe braucht im Jahr (!) nur ca. 1 kWh Strom. Sie liefert bei 7m Förderhöhe etwa 20l/min.

Viele Grüße, Blechdeckel

Verfasser:
masdoost
Zeit: 22.01.2020 16:06:53
0
2896776
Zitat von Blechdeckel Beitrag anzeigen
Hallo masdoost,

ich bin zwar kein Experte, aber äußerst zufriedener Betreiber einer drain back Anlage, die ich zum Teil mitgeplant habe. Folgende Punkte sollen Dich nicht abschrecken, Deine Planung umzusetzen. Ich erachte sie aber aus meiner Erfahrung heraus als sinnvoll und teilweise[...]


Danke für die ausführliche Beschreibung und Hinweise Blechdeckel! Demnach scheint man ja doch auf einiges achten zu müssen beim Drainback-System. Leider habe ich keine andere Option als den DB-Tank auf den Dachboden zu legen, da der Speicher schon fast die gesamte Raumhöhe des Kellers einnimmt. Ich hätte gedacht, dass mit einer Isolierung von DB-Tank und Stegleitungen auf Dachboden man keine Frostgefahr haben müsste.

Tendiere gerade doch eher mehr dazu es bei klassischen Glykol zu belassen..

Verfasser:
masdoost
Zeit: 22.01.2020 16:12:13
0
2896781
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

[...]
Beim Wärmeträger Glykol ist zu beachten, dass der Anlagendruck so eingestellt wird, dass bei der konkreten Gebäudehöhe die Verdampfung des Wärmeträgers auf einem Temperaturniveau < 150° C erfolgt.

Dann ist auch die Stagnation kein Problem[...]


Ok, dass ist ne wertvoller Hinweis. Dietmar, hättest du einen Verweis für mich wo ich Infos darüber finden kann, wie der Anlagendruck abhängig von Gebäudehöhe eingestellt werden muss? Vermute, dass man Installateur keine Hintergrundinfos hat.

Du sagst also, dass bei richtigen Einstellung die Stagnation auch bei 20m² VRK kein Problem sein sollte. Würden 25m² auch noch gehen, oder ist die Gefahr dann deutlich höher, dass man die Stagnation nicht abgewendet werden kann, weil der Druck zu schnell steigen kann?

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 25.01.2020 12:53:43
0
2898822
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Ok, dass ist ne wertvoller Hinweis. Dietmar, hättest du einen Verweis für mich wo ich Infos darüber finden kann, wie der Anlagendruck abhängig von Gebäudehöhe eingestellt werden muss? Vermute, dass man Installateur keine Hintergrundinfos hat.

Du sagst also, dass bei[...]


Hinweise dazu ausführlich

BDH Informationsblatt

25 m² sind bei richtiger Druckeinstellung auch kein Problem, wenn das Puffervolumen ausreichend ist. Hier sind 100 / m² Aperurfläche eine sinnvolle Hausnummer.

Bei solchen Anlagen sollte auch ein Vorschaltgerät vor dem Ausdehnungsgefäß vorgesehen werden

Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 25.01.2020 13:06:33
0
2898828
Nachtrag

Der Einsatz einer Regelung mit Kollektorüberhitzungsschutz ist dann auch sinnvoll.

Bei einer eingestellten Schutztemperatur z.B. 110° C wird dann die Solarkreispumpe intervallweise kurz eingeschaltet.

Das setzt voraus, dass die Regelung so eingestellt ist, dass der Puffer im Normalbetrieb nur bis etwa 70° C aufgeladen wird. Bei 90° im Speicher schaltet jeder Regler die Solarkreispumpe immer ab

Das verzögert die Stagnation zusätzlich.

Viele Regelungen haben diese Funktion, die aber aktiviert und richtig eingestellt werden muss. Anleitung dazu beachten.

Dietmar Lange

Verfasser:
masdoost
Zeit: 27.01.2020 00:08:21
0
2900079
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Hinweise dazu ausführlich

BDH Informationsblatt[...]

Danke, sehr umfassende Quelle. Muss ich mir mal in Ruhe durchlesen.

Zum Thema Druckeinstellung finde ich dort auf Anhieb folgendes:

"Als richtiges Maß für den Anlagenbetriebsdruck gilt, dass an der höchsten Stelle
des Systems in kaltem Zustand ein Überdruck von 0,7–1,5 bar herrscht (Herstellerangaben beachten). Der Anlagenbetriebsdruck an der Solarstation beträgt also diese 0,7–1,5 bar zuzüglich je 0,1 bar pro Meter statischer Höhe zwischen Manometer (Solarstation) und höchstem Anlagenpunkt. "

Frage: wovon abhängig wähle ich nun zwischen 0,7 und 1,5 bar. Du hast ja gesagt, dass bei Glykol sicherzustellen ist, dass die Verdampfung des Wärmeträgers auf einem Temperaturniveau < 150° C erfolgt, damit die Stagnation kein Problem ist.

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

[...]
25 m² sind bei richtiger Druckeinstellung auch kein Problem, wenn das Puffervolumen ausreichend ist. Hier sind 100 / m² Aperurfläche eine sinnvolle Hausnummer.
[...]

Ich habe aber leider nur 1000l Puffervolumen, und mehr ist erstmal nicht ohne weiteres nicht möglich. Verstehe ich es richtig, dass es dadurch mit 20m² oder 25m² im Sommer öfters zur Stagnation kommt, aber das nicht schlimm sein muss, wenn der Druck richtig eingestellt ist?

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 27.01.2020 00:43:41
0
2900087
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Danke, sehr umfassende Quelle. Muss ich mir mal in Ruhe durchlesen.

Zum Thema Druckeinstellung finde ich dort auf Anhieb folgendes:

"Als richtiges Maß für den Anlagenbetriebsdruck gilt, dass an der höchsten Stelle
des Systems in kaltem Zustand ein Überdruck[...]
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Ich habe aber leider nur 1000l Puffervolumen, und mehr ist erstmal nicht ohne weiteres nicht möglich. Verstehe ich es richtig, dass es dadurch mit 20m² oder 25m² im Sommer öfters zur Stagnation kommt, aber das nicht schlimm sein muss, wenn der Druck richtig eingestellt ist?


Im Grunde ja, wenn MAG reichlich bemessen ist , Vorschaltgefäß installiert und Kollektorüberhitzungschutz in der Regelung vorhanden und aktiviert ist.

Ich gehe dabei davon aus, dass die Flächenangaben m² Brutto sind

Dietmar Lange

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 27.01.2020 00:55:11
0
2900089
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen
5x4.9m² CPC Kollektoren (insgesamt also ca. 25m²), aber nur 1000l (Hygiene-)Pufferspeicher. Hintergrund der Überdimensionierung ist, dass ich wegen Bafa/NRW-Förderung kaum was drauf zahle für das fünfte Kollektor-Modul, was mir dann in Übergangsmonaten (+Winter) nochmal bisschen mehr Ertrag bringt. Vielleicht kriege ich zukünftig noch etwas Platz freigeschaufelt um einen kleinen Puffer daneben zu stellen - bis dahin soll das aber auch schon sinnvoll funktionieren.



Was sind denn das für Dinger ???

m² rechnen ist zwar immer gut und schön, aber 20m² Chinaböller sind was anderes als 20m² Paradigma Röhren

Verfasser:
masdoost
Zeit: 29.01.2020 02:12:18
0
2901610
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen
[...]



Was sind denn das für Dinger ???

m² rechnen ist zwar immer gut und schön, aber 20m² Chinaböller sind was anderes als 20m² Paradigma Röhren


Bosswerk SunExtreme CPC (siehe Zertifikat )

Glaube die wären schon im oberen Mittelfeld?

Verfasser:
masdoost
Zeit: 29.01.2020 23:56:19
0
2902266
Hier übrigens noch mein oben aufgeführtes Schema (noch mit Drainback) als Link:

Link (Schema)

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 30.01.2020 00:02:52
0
2902267
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen


Glaube die wären schon im oberen Mittelfeld?


mhhh... neee... eigentlich nicht...

Leistungsdaten wie günstige Flachkollektoren... Halt Chinaböller....
und leider gepusht durch die Spiegel, die aber mit der Zeit einen Belag bekommen.

Und eben ein wenig teurer weil "Röhre.... hui du hast Röhren ... Ja ich habe Röhren..."

Aber ich will dir ja nicht den Spaß verderben ... Hattest bestimmt extra nach Röhren gesucht ;-)

Verfasser:
masdoost
Zeit: 03.02.2020 00:08:16
0
2904772
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen
[...]


mhhh... neee... eigentlich nicht...

Leistungsdaten wie günstige Flachkollektoren... Halt Chinaböller....
und leider gepusht durch die Spiegel, die aber mit der Zeit einen Belag bekommen.

Und eben ein wenig teurer weil "Röhre.... hui du hast Röhren ...[...]

Bin gar nicht so scharf unbedingt auf Röhren - würde Flachkollektoren von der Optik her auf dem Dach sogar bevorzugen. Ich hatte mal bisschen recherchiert, und die oben genannten Röhren schienen mir eine gute Relationen von Preis / kwh und kwh/m2 zu haben. Dabei habe ich mir die Jahres kwh in Würzburg/50° angeguckt. Liegt in dem Fall bei 504kwh/m2, also 2476 kwh für ein 4,9 qm Kollektor. Nun hätte ich gedacht, dass bei Röhren in Winter/Übergangszeit wiederum mehr rauskommt, insofern die Statistik für Heizungsunterstützung sogar stärker Richtung Röhren interpretiert werden muss.

Deinen Punkt, dass die Spiegel über die Zeit ein Belag bekommen können, war mit neu, danke! Wenn das wirklich so ist, dann verfällt ja die Leistung mit der Zeit, oder man müsste alle 2-3 Jahre sich guten Zugang verschaffen und Spiegel säubern, was wohl kaum geschehen wird? Gibt es da Erfahrungen wie viel da verfällt? Hier wären noch Röhren-Kollektoren vom gleichen Hersteller ohne Spiegel. Die sind von der Leistungsdaten geringer, würden dann aber auch nicht über Zeit wegen Belag auf Spiegel sinken..?

Wenn du irgendwelche Kollektoren empfehlen kannst, auch Flachkollektoren, gerne schreiben (ggf. per PM, falls hier ungern gesehen)..

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 03.02.2020 01:26:24
0
2904801
Zitat von masdoost Beitrag anzeigen
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
[...]

Bin gar nicht so scharf unbedingt auf Röhren - würde Flachkollektoren von der Optik her auf dem Dach sogar bevorzugen. Ich hatte mal bisschen recherchiert, und die oben genannten Röhren schienen mir eine gute Relationen von Preis / kwh und kwh/m2 zu haben. Dabei habe ich mir die Jahres kwh[...]


Eine Diskussion über Leistungsunterschiede bei Markenprodukten lohnt nicht wirklich.
Bei FK und VRK liegen die Unterschiede bezogen auf den m² Apertur jeweils grob bei < 10%.

Wichtiger ist ein auf die eigenen Bedürfnisse angepasstes Anlagenkonzept,

Bei der Auswahl von Fabrikaten empfehle ich die Frage zu stellen, bei welchem Hersteller ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass er während der technischen Nutzubgsdauerc von 20 Jahren als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Bei Herstellern aus dem deutschsprachigen Raum /EU sind dazu eigene Recherchen einfacher

Erfahrene Heizungsbauer achten auf solche Kriterien


Dietmar Lange

Aktuelle Forenbeiträge
fame schrieb: Danke dir, bin glaube ich langsam bekehrt und überzeugt :) Der Heizungsbauer macht gerade Alarm bei der Firma welche die HLB gemacht hat. Ihm war nicht bewusst dass diese unvollständig ist (sprich die...
metusalem28 schrieb: Hallo, es scheint der Fehler ist lokalisiert: es lag - wird sich jetzt zeigen - wohl an dem Kondensatablauf, der durch die Reinigung kpl. versandet war, und somit das Kondensat nicht ablaufen konnte. Nach...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Haustechnische Softwarelösungen
Website-Statistik