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Welchen Speicher...?
Verfasser:
solerling
Zeit: 04.02.2019 22:10:57
0
2746297
Da meine PV-Anlage (44,5kwp)bis in etwa 5 Jahren die 20 Jahre überschritten hat,möchte ich bis dahin die Öl/Holzheizung durch eine LWWP ersetzen.

Ich überlege momentan,welchen Speicher (Strom/Wärme) ich dann betreiben soll ?

1.Einen Stromspeicher mind. 12-15kw,um damit in erster Linie die WP nachts betreiben zu können.
oder
2.Einen vorhandenen Pufferspeicher (2000Ltr.) mit Heizstäben (ca. 9kw) auszustatten,und damit ca. 80-100 kw Wärme für die Nacht zu speichern.
Die Speicherkapazität wäre gegenüber dem E-Speicher viel grösser.
Auch die Lebensdauer wäre sicher länger,da der Stromverbrauch nachts ansonsten eher gering ist,was spricht gegen diese Variante....?

Viele Grüsse

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 04.02.2019 22:22:42
2
2746301
Hi,

schaffst du es an einem trüben Wintertag 80-90kwh zu ernten die du dann mit einem Heizstab verblasen willst?


Eine kleine Wärmepumpe kommt mit 12-15kwh ganz gut durch die Nacht und produziert damit je nach Temperatur noch 30 bis 50kwh Wärme.

Wobei es auch einfacher geht, Wärmepumpe Tagsüber bei Ertrag über die PV Anlage mit 2-3 Grad höherer Heizkurve fahren dann kann die Heizung Nachts fast aus bleiben.

Funktioniert natürlich nur bei FBH mit ordentlich Speichermasse.

GRuß Tobias

Verfasser:
tiber
Zeit: 05.02.2019 07:47:51
0
2746363
Eben, wie soll es gelingen in der vorwiegend eher dunklen Jahreszeit auch mit der großen PV (hoffentlich steil und Richtung Süden ausgerichtet) einen 9KW Heizstab zu bedienen, dass der 80-100 Kwh Wärme im Puffer speichen kann?
Ich habe 20 Kwp und sehe hier meist um die 1000-2000 Watt, die zwischen 10 und 15 Uhr anliegen. Bin dann froh für 10 Kwh pro Tag. Ok, bei Dir wird es dann gut das Doppelte sein, aber eben bei Weitem keine 80-100Kwh!
Ggf. läufst Du Gefahr, dass ein Großteil des Stroms aus dem Netz bezogen wird und Du letztendlich elektrisch mit teurem Netzstrom heizt.

Während der Übergangszeit wird sich dieses Vorhaben sicherlich etwas besser darstellen lassen. Aber m. M. nach wirst Du von einem (hoffentlich bald guten und günstigeren) 15Kwh Stromspeicher mehr haben. Denn der kann auch im ganzen Jahr die überwiegenden Stromverbraucher im Haus versorgen, und kann auch bei Teillast der PV bzw trübem Wetter mit PV Strom geladen werden, und den dann über Nacht u.a. der Wp zur Verfügung stellen.

Wie Turbotobi76 schon schreibt kann eine vernünftige Wp dann um die 50 Kwh (und hoffentlich auch 60-70 kwh) Wärme aus dem Stromspeicher erzeugen.
Der beste PV Strom ist der direkt von der WP verbrauchte am Tag, so dass ich hier bei Fbh tatsächlich ein "vorausschauendes Heizen" am Tag mittels etwas Temperaturüberhöhung lohnt, die kostenlose Speichermasse vom Estrich für die Nacht zu nutzen. Gerade in der Übergangszeit kann man die WP dann nachts stark herunterregeln bzw ganz ausschalten, und tagsüber den PV Strom gezielt direkt nutzen.

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 05.02.2019 08:36:31
0
2746379
Hallo Solerling,

die geplante LWWP hat tagsüber eine besser AZ da idR dann die Temperaturen höher sind.
Im Wasser speichern macht aus meiner Sicht keinen Sinn, ich kenne aber deine Vorraussetzungen nicht.
In den ächsten 5 Jahren wird sich noch einiges tun, du warst zwar sehr früh dran mit einer so großen PV-Anlage, aber nicht der erste. Vor dir werden viele andere ebenso aus der Einspeisevergütung fallen, dafür wird es eine Lösung geben. Vielleicht macht einspeisen dann sogar auch noch Sinn. Hoffentlch legt uns die Politik die Hürden dafür nicht zu hoch.

An deiner Stelle würde ich erstmal abwarten und in Ruhe die Wärmepumpe planen um danach einen Batteriespeicher installieren. In 5 Jahren hast du vielleicht auch schon ein E-Auto und daher gar keinen Strom mehr über....wer weiß das jetzt schon.

Warum Luft und keine Sole?

Grüße
Poeggsken

Verfasser:
Taunusheizer
Zeit: 05.02.2019 15:29:03
1
2746526
Wenn du Platz für eine so große PV-Anlage hast, reicht es vielleicht auch für eine SWWP mit Ringgrabenkollektor? Die braucht in kalten Winternächten wesentlich weniger Strom.

Wie viel kWh Wärme benötigt dein Haus im Jahr / an einem kalten Wintertag?
WIe sieht die Wärmeverteilung aus, welche maximale VL-Temperartur braucht dein Haus wenn die Heizung. 24h durch läuft?

Um auf deine Frage zu antworten.
Im Sommer reicht die PV mittags locker um WW zu machen.
In der Übergangszeit reicht vermutlich die PV tagsüber aus um das Haus zu wärmen.
Im bewölkten Winter, kannst du das meiste vermutlich direkt verbrauchen.
Gedanken musst du dir um die sonnigen Wintertage machen.

Bei PV, FBH und LWWP macht es Sinn die WP tagsüber 100% laufen zu lassen und nachts den Rest zu heizen. Wenn die WP richtig ausgelegt ist, hast du bei Sonne sehr viel Leistung übrig.
Meine 5kW Geisha mit FBH, braucht um die 0°C AT mit Vollast ca 1,2kW , 1,5kW für WW. Den Rest kann ich nicht nutzen.
Am 18-21.1 hatte ich bilanziell mehr Strom erzeugt als ich verbraucht hatte. Nachts waren es bis zu -10°C kalt, Die WP lief 100% durch.
Dummerweise kamen von meinem Süddach mit 8,6kWp die 120kWh in 4*7h runter, in der Mittagszeit waren es 6kW. Die 113 kWh für die Wärmepumpe verteilten sich aber über 96h. Von meiner EV- Anlage 5.76kWp verschattete Nord und Ost, kamen 13kWh dazu, diese konnte ich voll verbrauchen. Eingekauft hatte ich 116kWh. Würde ich die Südanlage für EV nutzen, hätte ich vermutlich immer noch über 80kWh kaufen müssen, da es derzeit so lange dunkel ist. EIn Puffer hätte ca 20kWh täglich puffern müssen.

Nun macht es keinen Sinn Speicher für den einen sehr kalten und sehr sonnigen Wintertag auuszulegen.

Aus dem Bauch heraus würde ich dir folgendes raten, falls deine Wärmesenke mit einer WP einigermaßen effizient zu betreiben ist:
- Eine Inverter-WP mit 120-150% der benötigten Leistung bei Auslegungstemperatur.
- EInen 5-10kWh Speicher für elektrische Energie
- Den vorhandenen Puffer mit der WP nur auf das Niveau der FBH laden.
- Nachts den Puffer entladen.
- Im Kernwinter, wenn die WP schon mit 100% Last läuft und der restliche PV-Strom nicht verbraucht, gespeichert oder verkauft werden kann, den Rest direktelektrich in den Puffer laden.

Dieses Pufferladen sollte dann geregelt mit dem Reststrom erfolgen, also kein dummer Heizstab, ohne das Energie zugekauft werden muss.

Verfasser:
solerling
Zeit: 10.02.2019 00:24:45
0
2748402
Zitat von Taunusheizer Beitrag anzeigen
Wenn du Platz für eine so große PV-Anlage hast, reicht es vielleicht auch für eine SWWP mit Ringgrabenkollektor? Die braucht in kalten Winternächten wesentlich weniger Strom.

Wie viel kWh Wärme benötigt dein Haus im Jahr / an einem kalten Wintertag?
WIe sieht die Wärmeverteilung[...]


Danke schon mal für Eure Vorschläge..!
Am Besten wäre schon eine Solewärmepumpe,käme vielleicht mit Zuschuss nicht viel teurer als eine LWWP,ist aber schwer zu machen wegen eng stehender Bauten.

Ob es was bringt mit der LWWP den 2000Ltr.-Speicher aufzuheizen,um dann nachts davon zu verbrauchen ist eine Überlegung wert.
Da die E-Speicherkosten immer noch sehr hoch sind,will ich mal hoffen,dass diese in den nächsten Jahren günstiger werden?
Oder aber dann den dann 8Jahre alten Akku (ca.20kw)des E-Autos erneuern,und den alten als Hausspeicher benutzen ?
Kommt Zeit kommt Rat......?

Viele Grüsse

Verfasser:
Taunusheizer
Zeit: 10.02.2019 12:49:37
0
2748531
Zitat von solerling Beitrag anzeigen
Ob es was bringt mit der LWWP den 2000Ltr.-Speicher aufzuheizen,um dann nachts davon zu verbrauchen ist eine Überlegung wert.[...]

Wie geschrieben, nur weil er ehda ist und nichts kostet. Die Anbindung muss geplant werden und er sollte nur unwesentlich über das Niveau der FBH aufgewärmt werden, bei PV-Überschuss und das Haus ansonsten überheizt. Wenn du ihn tagsüber auf 10K über RL-Nacht aufheizt und nachts auf RL-Niveau abkühlst, kannst du dort 22kWh Wärme oder ca. 5kWh Strom speichern.
Wie sieht eigentlich deine Wärmesenke aus? Nutze die Zeit um in aller Ruhe mit WMZ die nötigen Leistungen und Temperaturen der WP zu ermitteln.

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